26

Jan

by JollyOrc

Jonas stöhnte leise. Das gebro­chene Bein schmerzte unheim­lich, den­noch kam er lang­sam wie­der zu Bewusst­sein. Zu sei­nem Erstau­nen fand er sich gar nicht mehr auf der Kron­prinz Darin wie­der, son­dern auf einer klei­nen Scha­luppe. Über sich sah er nur die Bord­wand des frü­he­ren Stolz der Gor­ne­mün­der Marine, zu sei­ner rech­ten das offene Süßwassermeer.

Nur weg von die­sem Schre­ckens­schiff, dachte er sich, als er has­tig die Seile mit sei­nem Mes­ser durchtrennte…

Früh­som­mer, Jahr 258 des Lich­tes, an Bord der Schaum­krone

Das Meer hat keine Moral. Das Meer gibt und das Meer nimmt, wie es ihm gefällt. Or-Koris ist das Meer. Was hast du uns hier gege­ben, Or-Koris? Ist es eine Strafe für eine deka­dente Stadt, die dem Meer nicht genug Respekt ent­ge­gen­ge­bracht hat? Oder hat sich etwas durch Dein Reich bewegt, Herr, das so wie­der­na­tür­lich ist, dass Du es von dir gesto­ßen und aus­ge­spuckt hast? Viel­leicht hast Du Dein Auge abge­wandt von die­sem Fle­cken Was­ser? Ich ver­mag es nicht zu beur­tei­len… Read more

18

Jan

by JollyOrc

Musik­un­ter­ma­lung für das Intro:

Die Glo­cken des Elegil-Doms läu­ten Trauer. Der Erz­en­gel Dre­kon muss in tiefs­ter Trauer weinen.

Ansons­ten liegt eine blei­erne Stille über Gor­ne­münde. Alle Märkte sind geschlos­sen, und aus dem Kauf­manns­vier­tel hört man nur das Knir­schen von zer­fal­len­den Häu­sern. Gele­gent­lich treibt der Wind noch das Stöh­nen ver­ein­zel­ter Über­le­ben­der über das Was­ser. Die has­tig rekru­tier­ten Miliz­trup­pen patroul­lie­ren unru­hig ent­lang der Ufer­pro­me­na­den, ängst­lich auf das Was­ser schauend.

Ein Schat­ten hat sich über die einst so stolze Stadt der sie­ben Magier gelegt. Und wer weiß, ob er je wie­der getilgt wer­den kann. Doch es gibt Hoff­nung — einige Flücht­linge erzäh­len, wie sie in letz­ter Sekunde von muti­gen Män­nern aus den Klauen der Unto­ten befreit wur­den. Und man schwört sich Rache, Rache an dem, der die­ses Schick­sal über die Stadt hat her­ein­bre­chen lassen…

End­lich wie­der an Land!

Auf den Schif­fen der Men­schen ist man schon sehr gefan­gen. Sie sind klein und beengt. Es ist schon nicht wie­der erstaun­lich, dass die Händ­ler­aben­teu­rer der Elben das Meer mit rie­si­gen Schif­fen berei­sen, auf denen sich kleine Haine anpflan­zen las­sen und wo sich Elben auch bewe­gen kön­nen. Natür­lich wäre so ein Schiff aller­dings über­di­men­sio­niert für einen Küs­ten­schif­fer und hat­ten wir die letz­ten Tage eben auf einem klei­nen Men­schen­schiff ver­bracht. Read more

Vor eini­gen Jah­ren hatte ich den Ser­ver abge­schal­tet, aber er ist wie­der online: Catara als Never­win­ter Nights Per­sis­tant World.

Was bedeu­tet das?

Never­win­ter Nights ist ein altes Com­pu­ter­rol­len­spiel von Bio­ware, des­sen Beson­der­heit der sehr aus­ge­feilte Mul­ti­play­er­mo­dus war. Ins­be­son­dere konnte man dort mit­tels Edi­tor ganz eigene Wel­ten erschaf­fen. Als Bon­bon gibt es einen eige­nen Spiel­lei­ter­cli­ent, der dem Spiel­lei­ter fast schon Pen&Paper-ähnliche Mög­lich­kei­ten gibt. Da dem Spiel das Regel­werk von D&D 3.0 zugrun­de­liegt, fin­den sich Rol­len­spie­ler quasi sofort hei­misch. Durch die NWNx2 Erwei­te­rung wurde das Spiel mit einer MySQL-Datenbank ver­hei­ra­tet, so daß die Welt sehr dyna­misch und gleich­zei­tig eben per­sis­tent wer­den konnte.

Im End­ef­fekt erhält man mit Never­win­ter Nights eine zugäng­li­ches und gra­fi­sches MUD/MUSH System.

Catara ist kein gro­ßer Ser­ver, aber dafür mit viel Liebe zusam­men­ge­baut. Es gibt eigene D&D-Klassen, viele kleine und grö­ßere Ques­ten und immer­hin eine Hand­voll enga­gierte Spie­ler. Wenn ich Zeit habe, logge ich mich als Spiel­lei­ter ein und mache die Welt noch ein wenig spannender :).

Wer es aus­pro­bie­ren möchte, aber kein Never­win­ter Nights hat, für unter 4 Euro gibt es das Spiel mit den bei­den Erwei­te­run­gen bei Ama­zon. Das ist es schon als Solo-Spiel mehr als wert :).