Magister Daube berichtet… : Catara

Lady von Mali­zien hatte mich nun als aus­er­ko­ren, auf ihren gelieb­ten Wal­ter auf­zu­pas­sen. Ich kann mir kaum etwas schö­ne­res vorstellen.

Aber was soll all der Zynis­mus. Ich werde das beste aus der Situa­tion machen. Ich werde das ganze ein­fach von der posi­ti­ven Seite sehen.

Fer­gus ist ein auf­stre­ben­der aber ille­ga­ler Magier, der erstaun­li­cher­weise Stu­di­en­bü­cher mit sich führt, die nicht in die Hände von ille­ga­len gehö­ren. Even­tu­ell bie­tet sich ja die Gele­gen­heit dort einen Blick rein­zu­wer­fen… Den­noch ist es wich­tig einen Fin­ger auf die „Aus­bil­dung“ die­ses Halb­lings zu hal­ten. Ich habe noch nie von magie­fä­hi­gen Halb­lin­gen gehört und befürchte Schlimms­tes. Even­tu­ell besessen?

Wal­ter scheint mir bei nähe­rer Betrach­tung kein Hei­rats­schwind­ler zu sein. Zumin­dest würde er seine Absich­ten sehr gut ver­ber­gen. Es scheint näm­lich tat­säch­lich hin­ter die­sem Staub­flü­gel her zu sein und die Poli­tik in der Hei­mat ist ihm herz­lich egal. Aus mir nicht erklär­li­chen Grün­den hat er starke Vor­be­halte gegen den Kult und gegen Ser Kins­bane, einen Rit­ter, der im Kult als tadel­los bekannt ist.
Wahr­schein­lich etwas persönliches…

Calar ist das, was ich einen fana­ti­schen Pries­ter nen­nen würde, wenn dies nicht bereits redun­dant wäre. Er geht in sei­nen Ansich­ten sogar so weit, dass er offen behaup­tet, Orko­ris sei ein Gott.

Nun… in der Hei­mat wür­den die Men­schen dar­über die Nase rümp­fen. Gern würde ich mich mit ihm dar­über unter­hal­ten, dass die Refor­ma­tion der Kir­che erst 60 Jahre her ist, und dass frü­her all diese Wesen als Göt­ter gal­ten, aber diese Dis­kus­sion würde nur im Zank enden. Got­tes­an­be­ter sind kei­ner wis­sen­schaft­li­chen Unter­hal­tung fähig.

Wigand ist ein Schuft und ein Gau­ner. Er hält sich nicht an Abspra­chen, er ent­schei­det anhand sei­ner Geld­börse und kaum einer in der Gruppe würde ihm sein Leben anver­trauen. Es wird sich noch zei­gen, worin seine Stärke liegt… ein Held, wie so ein Him­mel­fahrts­kom­mando ihn gut brau­chen könnte, ist er nicht.

Mit die­ser Gruppe bin ich also Dank Lady von Mali­zi­ens Auf­trag verbunden.

Die Gruppe hatte diverse Auf­zeich­nun­gen über einen Navi­ga­ti­ons­stein, mit dem sei­ner­zeit die „Schaum­krone“ quer durch die Welt nach Gor­ne­münde geschickt wurde. Sie hat­ten die Runen, wel­che den Kurs beschrie­ben schon etwas stu­diert, konn­ten aber keine direkte Route ausmachen.

Glück­li­cher­weise ver­stehe ich ein wenig über Navi­ga­ti­ons­zau­ber und konnte zusam­men mit dem Navi­ga­tor des Schiffs und Fer­gus eine Kurs­be­schrei­bung errechnen.

Ein­zig eine Land­marke fehlte uns, um unse­ren errech­ne­ten Kurs auf eine See­karte umzutragen.

Wir ver­teil­ten also unsere Kräfte und hol­ten Erkun­di­gun­gen ein.

Ich ging einer abwe­gi­gen Idee nach. Wal­ter führt ein Schwert bei sich, in dem ein Aspekt des Geis­tes von Urias dem Berg gefan­gen sein soll. Was späche denn dage­gen, die­sen Aspekt aus dem Schwert zu befreien und ihn direkt zu befra­gen. Even­tu­ell könnte es uns Hin­weise geben, Orte nen­nen, Tipps geben, wäh­rend wir ihm als Preis seine Erlö­sung aus sei­nem ewi­gen Gefäng­nis anböten.

Ich ging also zum Devi-Pavarti Durga Tem­pel, um dort um eine Audi­enz beim Pemangku zu bit­ten. Tat­säch­lich wurde uns dort die Befrei­ung des Geis­tes ange­bo­ten, aber urplötz­lich wollte Wal­ter sein schö­nes Schwert nicht mehr her­ge­ben. Gänz­lich altru­is­ti­sche Ziele scheint mit die neue Ehe­gatte mei­ner Lady nicht zu verfolgen.

Wir waren also auf die Infor­ma­tio­nen der ande­ren ange­wie­sen. Aber den neu­nen sei Dank, sie hat­ten einen Hin­weis von einem alten Fischer, der vor vie­len Jah­ren ein Geis­ter­schiff gese­hen haben will. Er habe die­ses Erleb­nis nie­mals ver­ges­sen und konnte uns die Stelle auf einer Karte zeigen.

Natür­lich war es ein leich­tes unse­ren errech­ne­ten Kurs an die­ser Land­marke aus­zu­rich­ten und tat­säch­lich. Mit ein wenig hin und her kamen nicht mehr viele Inseln als Ursprung des Kur­ses in betracht. Wir hat­ten also ein Ziel und es war Zeit in See zu stechen.

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