20

Apr

by Carsten

Wir hat­ten also unser eige­nes Schiff. Des Meer hat­te gege­ben, und zwar gut. Nun muss­ten wir zuse­hen wie wir an Vor­rä­te kom­men wür­den. Or-Koris hat­te uns sicher in den klei­nen Hafen von Trak­ha geführt, und ehe ich mich ver­se­hen hat­te, war ich der Ver­hand­lungs­füh­rer mit dem loka­len Spre­cher.

Nach eini­gem hin und her (und ein paar Expe­ri­men­ten von Fer­gus) hat­ten wir uns geei­nigt. Wir waren 280 Gold, 15 Kano­nen und das Rezept für Schwarz­pul­ver ärmer und hat­ten 21 befrei­te Skla­ven hier zurück­ge­las­sen. Wir hat­ten die­se natür­lich noch ein­mal auf die Unge­wiss­heit ihres Schick­sals hier auf­merk­sam gemacht, was auch eini­ge über­zeug­te bei uns zu blei­ben, aber die­se 21 trenn­ten sich von uns. Hof­fent­lich wür­den ihre See­len zu Dre­kon fin­den. Dafür waren wir um Vor­rä­te für einen Monat und einen Lade­raum voll Knob­lauch rei­cher.

Unser nächs­tes Ziel war der soge­nann­te Stie­fel­fel­sen, ein Ver­sor­gungs-Stütz­punkt der Dra­gos, wo wir hoff­ten leich­te Beu­te an Schwarz­pul­ver zu machen. Auf dem Weg erblick­ten wir noch von wei­tem eine Meer­jung­frau, aber wir konn­ten sie weit umschif­fen, und ich ver­such­te auch etwai­gen Aber­glau­ben mit einem Gebet an Or-Koris im Zaum zu hal­ten.

Als wir die Insel am Hori­zont erbli­cken konn­ten war­te­ten wir erst ein­mal die Nacht und den Schutz der Dun­kel­heit ab, um uns dann vor­sich­tig der Insel zu nähern und bald auf ein Ruder­bot zu wech­seln. Mit die­sem lan­de­ten wir erst an einer klei­nen Vor­in­sel an. Dort fan­den wir sogar einen ver­ges­se­nen Vor­rats­raum, aber sonst weder Spu­ren noch etwas ande­res hilf­rei­ches.

Das Meer zwi­schen die­sem Eiland und der grö­ße­ren, fel­si­gen Insel war ein Zei­chen und Mahn­mal für den neh­men­den Aspekt von Or-Koris: Min­des­tens sie­ben Schif­fe lagen auf den Rif­fen, wel­che die Insel schütz­ten. Vor­sich­tig began­nen wir uns mit dem Ruder­bot der Stel­le zu nähern, wo wir eine Rui­ne eines Leucht­turms aus­ma­chen konn­ten.

Als wir näher kamen, schien hin­ter einer Klip­pe Licht her­vor, und ein Stück wei­ter konn­ten wir dann sehen, dass qua­si ein klei­nes Dorf an die Fels­wand gebaut wor­den war. Dar­un­ter befand sich ein Anle­ge­platz und eine Höh­le, und uns war sofort klar, das wir, sofern wir uns nicht end­gül­tig der Pira­te­rie ver­schrei­ben woll­ten, nicht die­se Sied­lung von Men­schen und Dra­gos angri­fen wür­den.

Da die sons­ti­gen Fel­sen der Insel wenig ein­la­dend schie­nen, beschlos­sen wir noch die Insel zu umrun­den, dann aber wahr­schein­lich unse­rer Wege zu zie­hen. Am ande­ren Ende der Insel konn­ten wir noch einen klei­ne Bucht, die einem Ruder­bot das Anle­gen ermög­li­chen wür­de erken­nen, und beschlos­sen nun in Ruhe auf unse­rem Schiff noch ein­mal über alles nach­zu­den­ken.

19

Apr

by Andy

Das muss man den Catare­ren las­sen, wenn es etwas gibt, das sie zum han­deln moti­viert, das sie beschreibt und defi­niert, dann ist es der Drang zur Frei­heit. Dar­in sind sie den Elben sehr ähn­lich.

Es gibt wenig scheuß­li­che­res als Skla­ve­rei.

Nach­dem wir uns also ein paar Wochen lang das Schau­spiel der Dra­gon ange­schaut hat­ten, wur­de es Zeit, dass Calan und ich unse­ren Plan in die Tat umset­zen soll­ten. Zuerst weih­ten wir unse­re Gefähr­ten ein. Calan und ich hat­ten beschlos­sen, dass wir die Skla­ven auf die­sem Schiff befrei­en woll­ten.

Kei­ne Schiffs­pas­sa­ge, kei­ne Eile, kein Kon­kur­renz­kampf gegen Ser Kins­bane kann so wich­tig sein, als dass man die­se Gefan­ge­nen der Skla­ve­rei über­las­sen soll­te. Unser Plan war ein­fach und effek­tiv. Wir woll­ten alle Dra­gos mit Hil­fe einer Kräu­ter­tink­tur ver­gif­ten und dadurch unschäd­lich machen. Danach wür­den wir die Skla­ven befrei­en und mit ihrer Hil­fe wei­ter nach Batar fah­ren.

Tat­säch­lich funk­tio­nier­te unser Plan erschre­ckend gut.

Aber so ist es. Wer gegen Skla­ve­rei vor­geht, auf den bli­cken die Ahnen und wohl auch die­se cata­ri­schen Erz­engel wohl­wol­lend. Fer­gus erwies sich als unglaub­lich gro­ße Hil­fe. Jeder weiß, dass Halb­lin­ge reich­hal­ti­ge Spei­sen gene­rie­ren kön­nen. Und auch, wenn ich die­se Ver­schwen­dung mit einem lachen­den aber auch einem wei­nen­den Auge sehe, so hat sie hier ihre Wir­kung getan.

Fer­gus bot dem Smut­je an, dass er gern in der Küche mit aus­hel­fen kön­ne, und die­ser biss sofort dar­auf an, da es sich wohl heu­te um den Geburts­tag der Cap­ta­ins han­del­te und er gern auf die Hil­fe eines Halb­lings zurück­grei­fen wür­de. So hat­te uns das Schick­sal also auch den Tag genannt, an dem wir unse­ren Plan umset­zen soll­ten. Heu­te.

Fer­gus zau­ber­te einen Nach­tisch, den die Dra­gos so schnell nicht ver­ges­sen wür­den. Glück­li­cher­wei­se hat­te ich noch eine Fla­sche die­ses mys­te­riö­sen Dra­g­o­blut­weins bei mir, so dass wirk­lich kaum jemand die­sem Nach­tisch wider­ste­hen konn­te, nach­dem wir Fer­gus‘ berühm­ten Brot­pud­ding in die­sem Wein getränkt hat­ten.

Calan nahm den Dra­gos die Schlüs­sel und Waf­fen ab und wir teil­ten uns auf. Wäh­rend er unter Deck ging um die Skla­ven zu befrei­en, such­te ich die Waf­fen­kam­mer, um die Skla­ven bewaff­nen zu kön­nen. Glück­li­cher­wei­se fand ich neben die­sen selt­sa­men alten cibola­ni­schen Don­n­er­waf­fen auch noch die ech­te Waf­fen­kam­mer, so dass wir die Befrei­ten mit Spee­ren und Säbeln aus­stat­ten konn­ten.

Viel­leicht hat­ten wir die Men­schen etwas unter­schätzt, oder aber die weni­gen Wochen unter Deck hat­ten sie doch mehr ver­grätzt, als wir Elben dach­ten. Jeden­falls war es gera­de­zu ein Wun­der, dass Calans Sil­ber­zun­ge die Meu­te davon abhal­ten konn­te sofort alle Dra­gos nie­der­zu­ma­chen. Statt­des­sen konn­ten wir die Über­le­ben­den in ein Bei­boot brin­gen und auf See aus­set­zen.

Nach­dem das recht gut funk­tio­niert hat­te, war uns klar, dass es jetzt wei­ter nach Batar gehen wür­de. Doch weit gefehlt. Ich kann die Skla­ven gut ver­ste­hen, dass sie gern in ihre Hei­mat fah­ren möch­ten, aber ein paar Mona­te mehr oder weni­ger…

So blieb uns also nichts ande­res übrig, als eine eige­ne Mann­schaft zu bil­den: Wir ernann­ten Wal­ter flugs zum Kapi­tän. Ich wur­de der ers­te Maat und Waf­fen­meis­ter. Wie­gand war der Zeug­meis­ter. Fer­gus wur­de der Smut­je und Calan… nun er war der Pries­ter.

Wir ent­schie­den also, dass die jeni­gen, die nicht unter unse­rer Flag­ge segeln woll­ten, am nächs­ten Hafen aus­tei­gen durf­ten. Der Rest wür­de mit uns nach Batar rei­sen.

Wir saßen gra­de noch im Mess­er­haus und über­leg­ten uns, wie wir denn jetzt an die von den Dra­gos gefor­der­ten 40 Gold kom­men wür­den, als Or-Koris die Fra­ge beant­wor­te­te. Das Meer gab, und zwar den (mensch­li­chen) Kapi­tän eines schnel­len Dra­go-Schiffs, der bereit war uns für etwas Hil­fe bei einem kur­zen Unter­fan­gen mit Pira­ten recht­zei­tig und ent­lohnt zum ver­pass­ten Schiff zu brin­gen. Ein so gutes Ange­bot konn­ten wir nicht ableh­nen, und auch die ande­ren erkann­ten den Wink von Or-Koris und so gin­gen wir an Bord der Schwarz­per­le. Es schien, als hät­ten ein paar ein­fa­che See­räu­ber durch einen glück­li­chen zufall einen gro­ßen Schatz in Form von 4 Kis­ten aus­ge­rech­net den Dra­gos gestoh­len. Der Kapi­tän hat­te gute Infor­ma­tio­nen über das Ver­steck der Die­be, und wir ver­such­ten deren Schiff noch vor Errei­chen des Ver­stecks abzu­fan­gen.

Das Abfan­gen gelang auch, aber die Geg­ner konn­ten sich mit Hil­fe einer Arba­les­te und einer Art Trei­ban­ker-Bol­zen unse­rer fast erweh­ren, bis Fer­gus völ­lig toll­kühn (wahr­schein­lich von den Dra­gos und deren Kapi­tän ange­spornt) sich in die Segel der Fein­de kata­pul­tie­ren ließ und die­se ent­zün­de­te. beim Ver­such der Pfeil-Ant­wort der Besat­zung zu ent­ge­hen wär­ten dann nicht nur er, son­dern auch der Kapi­tän um ein Haar zu Or-Koris geholt wor­den, aber es war wohl noch nicht an der Zeit und mein Gott erwies sich gnä­dig. Das feind­li­che Schiff gestellt, stell­ten wir fest das sich dar­auf nur eine Not­mann­schaft befand, um Ver­fol­ger (wie uns) von dem gestoh­le­nen Schiff mit der Beu­te abzu­len­ken.

Also muss­ten wir doch in Rich­tung des Ver­stecks wei­ter­rei­sen. Von der gefan­ge­nen Mann­schaft über alle wich­ti­gen Details infor­miert segel­ten wir im schut­ze der Däm­me­rung auf dem Pira­ten­schiff an das ver­miss­te Schiff her­an. Zügig über­wäl­tig­ten wir die Wachen, aber der Wach­pos­ten auf einem Holz­turm auf der Insel bemerk­te uns und schlug Alarm. Wir setz­ten schleu­nigst zur Insel über und bemerk­ten sofort die Spur vor etwas, was wir für die besag­ten vier Kis­ten Beu­te hiel­ten. Die­se füh­re uns, neben einer gekapp­ten Brü­cke, wel­che uns nicht lan­ge auf­hielt, an den ande­ren Strand der Insel, wo wir die Gau­ner stell­ten, bevor sie sich davon machen konn­ten. Der Kapi­tän besieg­te den Geg­ner im Duell und wir waren um einen ordent­li­chen Anteil der Beu­te rei­cher. Nach einem kur­zen Stopp um die Beu­te los­zu­wer­den bei dem wir uns mit Heil­mit­teln aus­rüs­te­ten und auch glück­li­cher­wei­se dar­an dach­ten unse­re ver­spro­che­ne Beloh­nung im Rilos-Tem­pel abzu­ho­len, ging es dann end­lich auf zur Per­le der Süd­see, und damit in unbe­kann­te Gewäs­ser…

Der Dra­go-Kapi­tän der Per­le war weni­ger glück­lich über uns als Pas­sa­gie­re, als wir erwar­tet hät­ten, aber wahr­schein­lich lag das beson­ders dar­an, dass wir nun dank unse­res Han­dels nicht als zah­len­de Gäs­te mit­fuh­ren. Nach ein paar Tagen bemerk­ten wir, dass der Dra­go, wie es bei den Dra­gos üblich ist, Skla­ven an Bord hat­te. Mir und Kiiri­on war nach einem kur­zen Gespräch mit den Gefähr­ten klar, dass die­se mit ihren hek­ti­schen Natu­ren die Situa­ti­on nicht ange­mes­ser beur­tei­len konn­ten, wes­we­gen wir Elben erst ein­mal unter uns plan­ten. Eini­ge Besu­che unter Deck zeig­ten mir den Gesund­heits­zu­stand und die Anzahl der Skla­ven, und nach eini­ger Augen­wi­sche­rei auch, dass ein paar Elben-Skla­ven vor mei­nen Besu­chen in der Brig ver­steckt wur­den.

Mit jeder Stun­de ent­fern­ten wir uns wei­ter von der uns gewohn­ten Gegend, was wir auch an selt­sa­men Rie­sen­fi­schen und noch unge­wöhn­li­che­ren Mee­res­ge­tier wie einem See­dra­chen bemerk­ten. Die­se schie­nen sich aber glück­li­cher­wei­se damit zu begnü­gen in unse­rem Heck­was­ser von unse­ren Abfäl­len zu leben. Ich war mir ziem­lich sicher, dass Or-Koris mir sagen woll­te, das dies nun­mal der Gang des Lebens sein, und es immer eine­ne grö­ße­ren Fisch gäbe, aber wäh­rend ich die Wun­den der Gefan­ge­nen ver­sorg­te und ihnen Mut zusprach war mir den­noch ob ihres Schick­sals unwohl.

Wir alle ver­such­ten Infor­ma­tio­nen zu sam­meln, wie lan­ge sie Skla­ven an Bord blei­ben wür­den, und was noch so auf uns zukom­men wür­de. Uns wur­de klar, dass wir die Skla­ven, wenn wir denn etwas unter­neh­men woll­ten, inner­halb der nächs­ten 2–3 Wochen ange­hen müss­ten, da sie danach an einem Hafen auf dem Weg ver­kauft wer­den soll­ten. Sie aus dem Schiff zu schmug­geln oder frei­zu­las­sen erschien, auch auf­grund der gefähr­li­chen Unge­heu­er im Was­ser, kei­ne erfolg­ver­spre­che­ne Opti­on, aber zum Glück stell­ten wir fest, dass ein Groß­teil der Gefan­ge­nen See­leu­te waren, die uns sicher mit dem Schiff hel­fen kön­nen wür­den, wenn wir es dar­auf anle­gen wür­den. Kiiri­on und ich offen­bar­ten den ande­ren unse­ren Plan kurz nach­dem wir die Mee­resen­ge zum Gif­ti­gen Meer durch­quert hat­ten.

Wir wür­den die Dra­go-Mann­schaft mit Hil­fe von Kräu­tern unter Dro­gen set­zen oder sogar betäu­ben und dann mit dem Schlüs­sel vom Quar­tiers­meis­ter die Gefan­ge­nen befrei­en. Dann könn­ten wir uns der Dra­gos ent­le­di­gen, und mit den befrei­ten Skla­ven die wei­ter­rei­se antre­ten.

Lei­der sahen unse­re Gefähr­ten, jeder für sich, die Sache unter­schied­lich, und jetzt dis­ku­tie­ren wir immer noch was die bes­te Her­an­ge­hens­wei­se ist. Ich den­ke, dass wir die Skla­ven nicht vom Schiff bekom­men, ohne es uns mit den Dra­gos zu ver­scher­zen, und des­we­gen die­se aus­schal­ten müs­sen. Wie­gand möch­te, ob des Ver­trau­ens in die See-Kennt­nis der Dra­gos, lie­ber mit die­sen wei­ter­se­geln. Ich den­ke ja das der Navi­ga­tor-Skla­ve uns genau­so gut die Rich­tung wei­sen wür­de, und fin­de es sowie­so selt­sam, wo Wie­gand doch immer sagt, dass wir gar kei­ne Auf­ga­be auf Bataar haben, war­um er jetzt gegen die poten­ti­el­le Über­nah­me des Schif­fe ist. Wir wer­den am bes­ten dar­über schla­fen und dann wei­ter­se­hen…

End­lich soll­ten wir die­se ver­fluch­te Höh­le ver­las­sen. Sir Kins­bane und sein Gefol­ge waren schon wie­der Rich­tung Uri­as‘ Wacht auf­ge­bro­chen und nun soll­ten auch wir die­sen Ort ver­las­sen.

Die­ser Sir Kins­bane erregt die Gemü­ter mei­ner Mit­strei­ter doch sehr. Wäh­rend er unab­streit­bar ein Held und Strei­ter für das Gute ist, so hegt zumin­dest Fer­gus einen offe­nen Groll gegen den Rit­ter. Wal­ter ist auch offen gegen den Hel­den Gor­ne­mün­des und Wie­gand ver­langt nach Hand­lungs­an­wei­sun­gen, wie wir uns Kins­bane gegen­über ver­hal­ten wol­len.

Wahr­schein­lich ist es das, was Men­schen so… ein­zig­ar­tig macht. Wal­ter und auch Wie­gand strit­ten mit uns, ob wir denn nun mit Kins­bane zusam­men­ar­bei­ten sol­len, dann aber auch voll und ganz, oder ob wir gegen ihn arbei­ten sol­len. Calans Ein­schät­zung traf so sicher ins Schwar­ze, wie ein Elben­pfeil: Natür­lich liegt die Ant­wort in der Mit­te.

Dass Sir Kins­bane uns ein wei­te­res mal zu einer laut­star­ken Dis­kus­si­on getrie­ben hat, belegt ja nur, dass er bereits jetzt eine ziem­lich Macht über uns aus­übt. Wir einig­ten uns jeden­falls dar­auf, dass wir im grun­de so wei­ter machen, wie bis­her: Nicht zu viel preis­ge­ben, nicht zu viel behin­dern…

Wir ver­lie­ßen jeden­falls die Höh­le und bemerk­ten sofort, dass Sir Kins­bane offen­bar auch einen gro­ßen Ein­fluss auf die Dorf­be­woh­ner hat­te. Der Wach­turm, der den Höh­len­ein­gang bewa­chen soll­te, war nicht mehr besetzt. Wir eil­ten also ins Dorf und beka­men gera­de noch mit, dass Sir Kins­bane gro­ße Ver­kün­dun­gen mach­te:

Der Fluch sei gebro­chen, die Bewoh­ner, wür­den für ihre treu­en Diens­te am Reich durch die Kir­che belohnt wer­den, Uri­as wür­de hier eine Beer­di­gung erhal­ten und wir, die guten Strei­ter aus Gor­ne­mün­de wür­den uns eine Beloh­nung im Rilos­tem­pel in Catar abho­len kön­nen.

Er nimmt das Ruder in die Hand, das muss man ihm neid­los zuge­ste­hen.

Uri­as wur­de sogleich durch eine ergrei­fen­de Beer­di­gung den Hän­den Dre­kons über­las­sen. Sir Khan, der Pala­din hielt eine Zere­mo­nie ab, die sehr bewe­gend war. Er hof­fe, dass Uri­as See­le nach der lan­gen Zeit der Qual in der Hex­er­höh­le nun end­lich Ruhe und Frie­den fin­den kön­ne. Aller­dings zwei­fel­te er bereits dar­an, da Uri­as‘ Schwert wohl ver­lo­ren gegan­gen sei und dies bestimmt wei­ter­hin für Unfrie­den für Uri­as See­le sor­gen wür­de.

Abends wur­den wir alle von den Dorf­be­woh­nern zu einem Fest ein­ge­la­den und hat­ten gele­gen­heit mit den Gefolgs­leu­ten Kins­banes zu reden. Sei­ne Grup­pe woll­te nach Ossum rei­sen, damit Kins­bane sei­ne Fami­lie dort besu­chen kön­ne. Irgend­wann spä­ter wür­de sie ihr Weg aller­dings nach Bataar, die­ser wun­der­sa­men Insel im süd­li­chen Meer füh­ren.

Es soll­te wohl so aus­se­hen, dass wir etwas Zeit gewon­nen hat­ten, war die Rei­se nach Uri­as‘ Wacht doch mehr ein Wett­ren­nen, als eine Rei­se. Das Schiff nach Bataar war natür­lich bereits vor ein paar Tagen aus Catar abge­reist und das nächs­te wür­de frü­hes­tens in ein paar Mona­ten fol­gen.

Kins­bane ritt also zu Pferd nach Ossum und wir folg­ten ihnen zu Fuß. Gern wäre ich direkt nach Catar gereist, aber mei­ne Gefähr­ten sind offen­bar nicht son­der­lich gut zu Fuß, so dass sie lie­ber drei Tage in die fal­sche Rich­tung rei­sen um ein Schiff zu neh­men, als fünf Tage durch die Natür zu lau­fen und sich an ihren Geschen­ken zu erfreu­en.

In Ossum ange­kom­men, mach­ten wir aller­dings eine erstaun­li­che Ent­de­ckung. Offen­bar lag dort ein Kult-Schiff, das laut Calar hoch­see­taug­lich war. Wir mut­maß­ten sofort, dass Sir Kins­bane, sei­nes Zei­chens Kul­tist, sicher­lich die­ses Schiff neh­men könn­te, um direkt nach Bataar auf­zu­bre­chen. Ob dies nun wirk­lich so gesche­hen wird, wer­den wir nie erfah­ren, aber es moti­vier­te mei­ne Mit­strei­ter dazu einen schnel­len Weg nach Bataar fin­den zu wol­len.

Wir nah­men in Ossum das Post­schiff über Gor­ne­mün­de nach Catar und tra­fen dort recht schnell ein. In Catar woll­te Fer­gus unbe­dingt Wis­sen über bestimm­te Schrift­rol­len bei der Aka­de­mie ein­ho­len und Wal­ter hat­te irgend­wel­che Befürch­tun­gen ver­flucht wor­den zu sein, da er schlecht geschla­fen hat­te. Sie gin­gen also zur Aka­de­mie und erzähl­ten uns am nächs­ten mor­gen Erstaun­li­ches:

Wal­ter hat­te wohl recht. Uri­as‘ Schwert, wel­ches er aus der Hex­er­höh­le ent­wen­det hat­te, hieß in wirk­lich­keit „Hexen­ham­mer“ und sei laut der Aus­sa­ge eines Magi­er der Aka­de­mie von einer auf­ge­brach­ten See­le besetzt.

Zumin­dest mir wur­de mul­mig bei dem Gedan­ken dar­an, dass nun nicht mehr Staub­flü­gel der hexer, son­dern wir per­sön­lich für die fort­ge­führ­te Qual an der See­le Uri­as‘ schul­dig sein soll­ten. Wal­ter, aber auch die ande­ren ließ der Gedan­ke kalt. Wahr­sche­lich ist so ein Schwert zu vie­le Gold­stü­cke wert, um mora­li­sche Beden­ken zuzu­las­sen. Irgend­et­was hat Wal­ter jeden­falls davon über­zeugt, dass er sich nur als wür­dig erwei­sen müs­se, damit Uri­as‘ ihn irgend­wann in Ruhe lässt. Bis dahin sol­le er eben Schutz­ge­be­te spre­chen.

Über das Schick­sal Uri­as‘ denkt er ein­fach nicht nach, wahr­schein­lich als Schutz­re­flex, jetzt da wir erkannt haben, dass wir das Schwert mit hät­ten bei­set­zen müs­sen.

Wenn man zu lan­ge Mons­ter bekämpft, wird man dann selbst irgend­wann zum Mons­ter?

Fer­gus und Calar hat­ten die Nacht mit For­schern in der Aka­de­mie ver­bracht und konn­ten nun mit Erkennt­nis­sen über Navi­ga­ti­on und See­rou­ten auf­trump­fen.

nun… ich muss zuge­ben, dass es mir voll­kom­men aus­reicht, wenn mich ein Schiff end­lich am rech­ten Fleck absetzt und ich auf dem Land sein kann.

Was die­se Erkennt­nis­se aber brach­ten, war fol­gen­des: Das Schiff war gezielt auf Gor­ne­mün­de los­ge­las­sen wor­den. Es war mit magi­schen Runen so gesteu­ert, dass das Schiff nach Gor­ne­mün­de trei­ben soll­te und direkt dort sei­ne unto­te Brut ablas­sen soll­te.

Es war also nur der Anfang?

Fer­gus sagt jeden­falls, dass mit etwas Arbeit der Weg der „Schaum­kro­ne“ zurück­ver­folgt wer­de kön­ne. Zuerst muss­ten wir aber unse­rer Spur fol­gen und die führ­te nach Bataar. Wie wir erfuh­ren, war das Schiff nach Bataar erst vor zwei Tagen abge­reist und es war nicht auf dem direk­ten Weg nach Bataar unter­wegs, son­dern fuhr erst nach Dra­go­lad, der sagen­haf­ten Hei­mat der Dra­gos.

Mir kam die Idee mei­nen neu­en Freund den Drag­o­händ­ler zu fra­gen, was er denn zu unse­rem Pro­blem des ver­pass­ten Schiffs sagen wür­de. Er nann­te uns einen Preis von 40 Gold­stü­cken und unser Pro­blem soll­te der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.

Es ist schön Freun­de zu haben. Es wäre noch bes­ser, wenn die­se kei­nen Wucher betrei­ben wür­den, denn 40 Gold­stü­cke kön­nen wir so schnell nie­mals auf­trei­ben.

10

Mrz

by Walter Pelz

Nach­dem die Was­ser­kreb­se besiegt waren, sahen wir ein­an­der an. Calar erst ein­mal sich sel­ber. Da hat­te ihm sein Gott einen Streich gespielt. Das sein Spruch „Das Meer gibt, das Meer nimmt“ fast sei­nen zu frü­hen Tod gebracht hät­te, muss ihm schlag­ar­tig bewusst gewor­den sein.

Jeden­falls plä­dier­te er mit etwas zitt­ri­ger Stim­me dafür, dass wir uns erst ein­mal ins Freie zurück­zie­hen soll­ten, um zu Kräf­ten zu kom­men. Da das ver­nünf­tig klang und ich eben­falls ange­schla­gen war, nick­te ich zustim­mend. Auch Fer­gus hat­te schon mal bes­ser aus­ge­se­hen und eine def­ti­ge Mahl­zeit war ihm sicht­lich auch lie­ber als her­um­streu­nen­de Unto­te mit Mot­ten im Mund.

Die Dis­kus­si­on dau­er­te aller­dings län­ger, da Kiiri­on und Wigand mein­ten, damit wir hier alles gesich­tet haben bevor der Kult­rit­ter kommt, soll­ten wir wei­ter hier drin blei­ben. Unüber­hör­ba­re Geräu­sche schnit­ten unse­ren Mei­nungs­aus­tausch ab, ich schau­te um ein, zwei Ecken, was denn nun schon wie­der für eine Teu­fe­lei sich geäu­ßert hat­te und muss­te fest­stel­len, dass die Mot­ten aus dem Glas, wel­ches der Hal­be im Kampf hat­te fal­len las­sen müs­sen, bereits wie­der für Unto­ten­nach­schub gesorgt hat­te.

Sie­ben fie­se Ske­let­te wan­del­ten im Gang zum Aus­gang umher und da ich im Schlei­chen noch nie eine Leuch­te war und im Dun­keln schon gar nicht, hat­ten sie mich bereits endeckt — ver­dammt! Ich konn­te gera­de noch den Jungs eine War­nung zuru­fen, da kamen sie auch bereits auf uns zu. Irgend­wer von uns rief von hin­ten sowas wie „Anders­rum zum Aus­gang“, jeden­falls hör­te ich jeman­den weg­s­prin­ten und nahm eben­falls die Bei­ne in die Hand.

Ein Schlag hät­te mich sicher bereits dahin­ge­rafft und den ande­ren Ver­letz­ten wäre es bei der Über­macht auch schlecht ergan­gen. Irgend­was muss bei der Flucht schief gelau­fen sein, denn vor mir lief nur Calar und nor­ma­ler­wei­se bin ich ja nicht gera­de der Reak­ti­ons­schnells­te. Also blieb ich im Par­al­lel­gang zum Aus­gang erst ein­mal ste­hen um zu schau­en, wo der Rest blieb und schwupp rann­ten Kiiri­on und Wigand an mir vor­bei.

Nur den Hal­ben konn­te ich nicht ent­de­cken und schon kamen die Ske­let­te um die Ecke. Ich konn­te nicht län­ger war­ten und lief den ande­ren hin­ter­her hin­aus ins Freie. Dort ging gera­de die Son­ne auf, ein bizar­res Natur­schau­spiel nach der Hexe­rei und Dun­kel­heit dort drin­nen. In mei­ner See­le aller­dings war kei­ne Son­ne, ich frug hek­tisch ob jemand Fer­gus gese­hen habe aber nie­mand wuss­te, wo er geblie­ben war. Es blieb nur die Hoff­nung, dass er sich irgend­wo hat­te ver­ste­cken kön­nen. Calar woll­te ins Dorf, um sei­ne Vor­rä­te für Ver­bän­de auf­zu­fri­schen, da kam ich ger­ne mit.

Die Wachen am Turm waren froh uns zu sehen, mach­ten bei der Ver­let­zung Calars aber doch gro­ße Augen und noch grö­ße­re als wir erzähl­ten, was wir erlebt hat­ten. Sie waren sehr nett und besorg­ten Calar alles Not­wen­di­ge, so dass wir schnell zu den ande­ren zurück­keh­ren konn­ten. Den Tag ruh­ten wir uns aus, wäh­rend Kiiri­on dar­auf ach­te­te, dass von drin­nen nichts her­aus kam, was da nicht hin­ge­hör­te.

Frisch gestärkt und dank Calar auch frisch ver­bun­den ent­schie­den wir, wie­der hin­ein zu gehen, um Fer­gus zu fin­den und den Rest anzu­se­hen, irgend­wo muss­ten doch Hin­wei­se auf „Uri­as der Berg“ sein!

Der Ver­such, sich vor­sich­tig durch die Gän­ge zu bewe­gen miss­lang lei­der, so dass uns nichts ande­res übrig blieb, als die Unto­ten im Kampf zu besie­gen. Das gelang dank eini­ger Blatt­schüs­se der Elben und einer pas­sa­blen ers­ten Rei­he mit Wigand und mir ohne grö­ße­re Ver­let­zun­gen. Mit­ten im Kampf tauch­te auch unser ver­miss­ter Fer­gus wie­der auf, sah aller­dings nach einem Schlag eines Unto­ten nun auch nicht mehr viel anders aus, armer Jun­ge!

Daher woll­ten wir uns eigen­lich nach drau­ßen bege­ben um uns von die­ser Schlacht zu erho­len. Kaum drau­ßen hin­ge­legt weck­te Wie­gand uns, da der Kult­rit­ter Kins­bane im Anmarsch sei und so muss­ten wir flugs wie­der rein und lie­fen schnur­stracks in den klei­nen Raum mit Loch in der Decke und dem Raum oben, wo wir die Glä­ser mit Mot­ten ent­deckt hat­ten. Fer­gus hat­te uns bereits von einer gro­ßen Hal­le am Ende des Flu­res berich­tet. Nun nah­men wir sie sel­ber in Augen­schein.

Neben einer gro­ßen weib­li­chen Sta­tue eines die­ser fie­sen Göt­ter fan­den wir auf einem Altar die sterb­li­chen Über­res­te vom „Uri­as der Berg“. Er war also tat­säch­lich hier zu Tode gekom­men. Ich konn­te mir noch sein Schwert sichern, wel­ches laut Fer­gus magisch ist. Ich war sehr stolz, ein Schwert eines sol­chen Hel­den zu tra­gen wenn mich auch sehr betrüb­te, dass die­ser Held hier anschei­nend dem Hexer Der­kas Staub­flü­gel unter­le­gen gewe­sen war.

Calar und Fer­gus durch­such­ten die drei Kis­ten und Calar steck­te nach dem Lesen eini­ge Schrift­rol­len ein und sag­te etwas von Abhand­lun­gen über See­len. Kei­ne Ahnung, irgend­ein reli­giö­ser Kram anschei­nend. Jeden­falls ver­brann­te er eine Rol­le mit den Wor­ten „Hexe­rei“, die der Hal­be gele­sen hat­te und um eine wei­te­re gab es Dis­kus­sio­nen. Kei­ne Ahnung, anschei­nend ist Schrift auch nicht so ein­deu­tig, wie mir der Schiffs­jun­ge immer erzählt hat­te, der lesen konn­te. In den Kla­mot­ten fand sich außer ein paar Kup­fer­stü­cke nichts, was man noch hät­te gebrau­chen kön­nen, so dass wir eigent­lich ziem­lich rat­los waren.

Dann kam mit lau­ten Getö­se der Kult­rit­ter Kins­bane mit sei­nem Knap­pen Oeric, der Magie­rin Nemi­se Mephis­ta und dem Pala­din Sir Khan. Wäh­rend der Pala­din uns zeig­te, wie man die­ser bösen Sta­tue die Fies­hei­ten aus­treibt sprach der Kult­rit­ter von oben her­ab als wenn er hier alles voll­bracht hät­te. Aller­dings schien auch er etwas rat­los, was mich doch ein wenig freu­te. Nach­dem Ein­hel­lig­keit herrsch­te, dass Uri­as der Berg hier im Ort begra­ben wer­den soll­te, fan­den Fer­gus und die Magie­rin noch her­aus, dass in der einen Kis­te mit den Glas­fla­schen eine Honig ent­hielt der nur aus Bataar stam­men konn­te, weil der statt süß sau­er war. Muss ein komi­scher Kon­ti­nent sein, wo sogar der Honig nicht schmeck­te!

Jeden­falls gin­gen Kult­rit­ter und Gefol­ge wäh­rend Wigand in aller Ruhe sei­ne Later­ne nahm, sie anzün­de­te und zur Decke hielt. Wäh­rend mir der Atem stock­te sahen wir einen Ster­nen­him­mel an der Decke, fast wie auf dem Elben­schiff in Gor­ne­mün­de! Calar zeich­ne­te die Ster­nen­stel­lung ab wäh­rend Wigand ver­mu­te­te, dass die Ster­nen­stel­lung derer auf Bataar ent­spre­chen müss­te. Aller­dings konn­te Calar uns erklä­ren, dass die Stern­stel­lung dafür sorgt, dass der Erz­engel Dre­kon die See­len der Toten von hier nicht abho­len kön­ne.

Da stan­den wir nun vor dem Ein­gang zur Höh­le, die einst Uri­as der Berg (und neben ihm sicher­lich diver­se ande­re Muti­ge oder Wag­hal­si­ge) betre­ten hat­te, um Staub­flü­gel, dem Hexer des Mot­ten­klans ein Ende zu berei­ten. Es war die ein­zi­ge Spur die wir hat­ten. Wenn wir umso wich­ti­ger, dass wir hier vor­an­schrei­ten.

Wohl war mir nicht bei der Sache. Immer­hin hat­ten die Ein­hei­mi­schen uns nach ihrem Test pas­sie­ren las­sen und den Höh­len­ein­gang frei­ge­ge­ben. Ich bin mir aller­dings nicht sicher, ob und war­um sie uns als wür­dig erach­te­ten. Zuge­ge­ben, am nöti­gen Mut man­gelt es unse­rer Grup­pe im Wesent­li­chen sicher­lich nicht. Aber wenn ich jetzt so in die Augen mei­ner Beglei­ter bli­cke, kom­men mir hier und da Zwei­fel. Die Elben wür­den es nie zuge­ben, wenn sie ein Gefühl wie Angst spü­ren wür­den, sie ver­sprü­hen Zuver­sicht durch und durch.

Ich kann mir hier kei­ne Blö­ße geben. Wenn ich es je zu etwas brin­gen will und zu Anse­hen im Krei­se der Zau­ber­kun­di­gen gelan­gen will, dann muss ich hier mit Erfolg durch­ge­hen, kos­te es, was es wol­le. So las­se ich mir mei­ne Furcht nicht anmer­ken und stei­ge hin­ab ins Dunk­le, mit den weni­gen Kräf­ten, die ich habe…

Die dunk­len Gän­ge ver­strö­men Unheil. Die wie­der­keh­rend hei­se­re Stim­me, die uns zu erwar­ten scheint ist krat­zig und hal­lend durch die Gän­ge zu ver­neh­men und trägt ihren Teil zu mei­nem Unwohl­sein dazu. Ich weiß nicht, ob es töricht oder klug war, unser Kom­men laut­hals durch die Gän­ge zu posau­nen, aber wer auch immer uns erwar­te­te, schien nun sei­ne Hor­den unto­ter Wäch­ter auf uns zu het­zen. Eine hand­voll Mot­ten flog nahe­zu unbe­merkt durch die Gän­ge, um die Gefal­le­nen und Res­te der Gebei­ne zu unto­tem Leben zu erwe­cken, mit dem unmiss­ver­ständ­li­chen Auf­trag ver­se­hen, uns zu ver­nich­ten.

Mei­ne Gefähr­ten schie­nen aus allen Rich­tun­gen Unheil zu ver­neh­men, so dass auch ich loseil­te, um Ihnen bei Sei­te zu ste­hen. Ein Hau­fen toter Gebei­ne erwach­te auf unna­tür­li­che Art zu unhei­li­gem Leben und ich konn­te, Noma­kon sei Dank, ein Feu­er ent­fa­chen, um das Schlimms­te abzu­wen­den! Teuf­lisch! Die Mäch­te des Unle­bens sind gefähr­li­cher und schnel­ler, als ich erahn­te! Ich konn­te der fau­li­gen Pran­ke nicht mehr aus­wei­chen, ver­lor das Bewusst­sein und ging zu Boden.

Erst spä­ter erwach­te ich und muss­te mit Erschre­cken fest­stel­len, dass sich unser Vor­ge­hen als ver­häng­nis­voll erwie­sen hat­te! An zu vie­len Schau­plät­zen hat­te das Unle­ben sein Schand­werk gegen uns gerich­tet! Mei­ne Freun­de sahen geschwächt aus und zu allem Übel nah­te ein Troll her­an, der in sei­nen Hän­den einen Holz­kä­fig zu tra­gen schien, in des­sen Inne­ren ein leben­di­ger Schä­del mit fah­ler Stim­me sein Kom­man­do ver­gab.

Nein, es ist falsch! Er ist der ein­zi­ge, der uns viel­leicht Ant­wor­ten auf unse­re Fra­gen geben könn­te!! So dach­te ich jeden­falls und sprang noch her­vor, um im sel­ben Schritt den Schwung aus mei­nem Lauf zu neh­men, als ich die ent­schie­de­nen Bli­cke mei­ner Freun­de erkann­te, die mir sag­ten, dass sie dem unheil­vol­len Kom­man­deur und jeg­li­chem wei­te­ren unto­tem Dasein ein für alle Mal das fal­sche Leben aus­hau­chen woll­ten! Knir­schend und kra­chend konn­te ich den Schä­del zer­bers­ten sehen und der Spuk nahm vor­über­ge­hend sein Ende.

Zum Glück konn­ten wir wei­te­ren Glä­sern, in denen gezüch­te­te Todes­mot­ten auf­be­wahrt wur­den, hab­haft wer­den. Lei­der ließ ich im Eifer des Gefech­tes unacht­sam eines der Glä­ser fal­len so dass eine hand­voll Mot­ten im Dun­kel der Gän­ge ver­schwand. Zu dumm, dass einer mei­ner Gefähr­ten unacht­sam in dem unter­ir­di­schen Gewäs­ser über­gro­ße Kreb­se auf­schre­cken muss­te, die uns prompt angrif­fen.

Mir ist gewiss, dass wir hier noch auf wei­te­re Unto­te tref­fen wer­den! Wir wer­den aller­dings ent­schie­den gegen alles Unle­ben vor­ge­hen, bis die letz­te Gefahr besei­tigt wer­den konn­te! Danach wer­den wir hof­fent­lich Spu­ren und Anhalts­punk­te von Uri­as oder dem unheil­vol­len Hexer fin­den… Die Fra­ge ist nur, ob wir uns nun­mehr eine Rast gön­nen oder gleich vor­an­schrei­ten wer­den. Wie ich die Elfen ken­ne, dür­te die Ent­schei­dung aller­dings bereits gefal­len sein.

In Catar konn­ten wir nicht mehr viel aus­rich­ten. Mei­ne Gefähr­ten hat­ten bereits alle Infor­ma­tio­nen ein­ge­holt, die wir für die Suche nach dem Erbe des Hexen­jä­gers Uri­as brauch­ten.

Wir hat­ten zwei Spu­ren. Zum einen füh­ren Spu­ren auf die fer­ne Inser Batar und zum ande­ren sei Uri­as Grab in der „Raben­bucht“ im ehe­ma­li­gen Talora zu fin­den. Die Ent­schei­dung in die Raben­bucht zu gehen war klar, wenn auch Wigand anfängt, kein Inter­es­se mehr an unse­ren Zie­len zu haben und stän­dig von abstru­sen Rei­se­zie­len redet. Wahr­schein­lich ist es eine Eigen­art der Men­schen, sich nicht auf ein Ziel kon­zen­trie­ren zu kön­nen und schnell die Lust zu ver­lie­ren.

Wie schwe­re Wol­ken am Hori­zont hängt uns die Gewiss­heit hin­ter­her, dass uns unse­re Spu­ren wohl nach Batar füh­ren wer­den, aber jetzt wol­len wir erst ein­mal nach Talora.

Calar und Wigand erkun­dig­ten sich bei Hafen­meis­ter und ansäs­si­gen Fischern nach der Raben­bucht, wäh­rend Fer­gus und ich ein­mal den Markt absuch­ten, nach Händ­lern aus dem fer­nen Nor­den.

Wir stie­ßen auf Zie­gen­züch­ter, die trotz eines wohl her­vor­ra­gend lau­fen­den Geschäfts kei­nen Begleit­schutz für die Rück­rei­se haben woll­ten.

Die Stra­ße nach Nor­den wäre also ein siche­rer Weg.

Fer­gus und ich kamen noch etwas her­um und tra­fen letzt­lich auf einen Drag­o­händ­ler, der uns über die Raben­bucht erzähl­te. Er wuss­te uns zwar nicht neu­es zu erzäh­len, konn­te uns aber mit­tei­len, dass ein Sir Kins­bane auch bei ihm nach der Raben­bucht gefragt hät­te und dass die­ser nun über den Land­weg Rich­tung Nor­den unter­wegs sei.

Da wir ja um die Gefüh­le eini­ger Mit­strei­ter wis­sen, ent­schie­den wir uns letzt­lich für ein gechar­ter­tes Fischer­boot, das uns nach Talora brin­gen soll­te, da wir auf jeden Fall vor Sir Kins­bane dort ankom­men woll­ten. Die Schiffs­rei­se selbst war unauf­re­gend und nach ein paar Tagen hat­ten wir die Küs­te der Raben­bucht erreicht.

Die Fischer lie­ßen uns ein paar Mei­len wei­ter an Land gehen, da sie nicht direkt vor Ort anlan­den konn­ten, aber ein paar Mei­len Fuß­weg wür­den uns ganz gut tun.

Wir über­nach­te­ten im Wald und stie­gen am nächs­ten Tag in die Bucht hin­ab. Die Bucht war offen­bar durch einen kru­den aber den­noch undurch­dring­li­chen Zaun geteilt. Hin­ter den Zaun lag eine Höh­le in den Klip­pen.

Das Dorf dort unten hieß „Uri­as Wacht“. Hier waren wir also offen­sicht­lich rich­tig. Wir schau­ten uns dort um und stell­ten fest, dass die Bewoh­ner sehr gast­freund­lich und hilfs­be­reit waren.

Wie wir erfuh­ren, wur­de die­ses Dorf damals auf Bit­ten Uri­as‘ selbst hier her umge­zo­gen. Vor­her war das Dorf im Lan­des­in­ne­ren ansäs­sig. Uri­as hat­te den Bewoh­nern das Ver­spre­chen abge­run­gen, nie­man­den jemals in die­se Höh­le zu las­sen.

Dass sie es mit die­sem Ver­spre­chen nicht so genau nah­men, konn­te man an Reli­qui­en erken­nen, die sich an den Wän­den des Lang­hau­ses des Dor­fes befan­den.

Spee­re, Schil­de und Rüs­tun­gen gefal­le­ner Hel­den fan­den sich dort.

Natür­lich sag­ten wir, dass auch wir in die Höh­le gehen woll­ten, was die Bewoh­ner aber ste­tig ver­nein­ten. Sie woll­ten uns auf jeden Fall nicht in die Höh­le las­sen, kos­te es was es wol­le. Selbst auf unse­re Aus­füh­run­gen hin, dass bald ein Sir Kins­bane hier auf­tau­chen wür­de, der sich sei­nen Weg zur Not mit Waf­fen­ge­walt ver­schaf­fen wür­de, über­zeug­te die Bewoh­ner nicht.

Natür­lich kön­nen wir kei­ne Dorf­be­woh­ner aus ihren Häu­sern trei­ben und die Hüt­ten nie­der­bren­nen, nur um uns Zugang zu einer alten Höh­le zu ver­schaf­fen.

Also schli­chen wir uns in der Nacht zu einem Boot, füh­ren um den Zaun her­um und kamen so zu dem Höh­len­ein­gang. Wigand, der sich immer mehr als Stur­kopf ent­puppt, woll­te par tout nicht mit­kom­men. Wozu hat­te er denn dann die­se Rei­se über­haupt unter­nom­men? Er blieb also zurück und der Gram mei­ner Freun­de auf ihn wuchs ein wei­te­res Stück­chen mehr. Wir gelang­ten also an den Höh­len­ein­gang, wo wir einen frisch gepack­ten Ruck­sack vor­fan­den. Seil, Fackeln, Pro­vi­ant… nur kein Besit­zer.

Wir frag­ten uns gera­de noch, wer den Ruck­sack hier ver­lo­ren haben könn­te, und ob Sir Kins­bane uns even­tu­ell doch zuvor gekom­men war, da schlen­der­te Wigand her­an.

Die Stur­köp­fig­keit der Bewoh­ner sei Teil einer Pro­be, ob wir denn wür­dig sei­en. Hmmm… ich fra­ge mich, ob Wigan­ds Stur­köp­fig­keit auch irgend­ei­ne Pro­be dar­stellt. Wie dem auch sei. Auf Geheiß der Bewoh­ner kam er mit in die Höh­le, wäh­rend er auch uns, sei­ne Freun­de, nicht hören woll­te.

Das war schon selt­sam genug, doch dann hör­ten wir plötz­lich eine Stim­me:“ Wer.. ist.. daa.…?“

Früh­som­mer, Jahr 258 des Lich­tes, immer­noch im Messer­haus in Catar

Jonas der Anfüh­rer der Elbi­schen Händ­ler­aben­teu­rer in Catar, hat­te nicht zuviel ver­spro­chen. In einer guten Geschich­te erzähl­te er uns vom Schick­sal der Wel­len­schlag als Trup­pen­trans­por­ter von Catar nach Myran­dia wäh­rend des Befrei­ungs­krie­ges. In den Wir­ren des Krie­ges soll sie dann gegen 1 d.L. irgend­wo vor Myran­dia von Or-Koris geholt wor­den sein.

Wahr­schein­lich kam uns das Gan­ze nicht vor, aber zuerst woll­ten wir wei­te­re Infor­ma­tio­nen sam­meln. Er ver­sprach uns eine Beloh­nung, soll­ten wir Infor­ma­tio­nen dar­über fin­den, wie die Unto­ten und Hexer auf das Schiff gekom­men sei­en.

Peter Sor­gus, der jun­ge Magus in der Aka­de­mie-Biblio­thek, wuss­te wie­der­um zu berich­ten, dass der Mot­ten-Klan seit dem Befrei­ungs­krieg aus­ge­stor­ben oder zumin­dest ver­schwun­den sei. Das letz­te Lebens­zei­chen war ein Steck­brief für Der­kan Staub­flü­gel aus ca 2 d.L. Die Runen auf dem Stein deck­ten sich wohl mit wel­chen, die auch der Raben­klan benutz­te…

Wirk­lich wei­ter kamen wir hier also auch nicht, und so beschlos­sen wir, uns mit der Inqui­si­ti­on, den Hexen­jä­gern ein­zu­las­sen. Wäh­rend Fer­gus und ich weit weg von Or-Koris in der Biblio­thek waren, hat­te Or-Koris aller­dings bei dem Rest der Grup­pe noch eine Infor­ma­ti­on ange­spült. Ein See­fah­rer aus dem fer­nen Bataar hat­te der Grup­pe einen Talis­man gezeigt, wel­cher gegen Unto­te hel­fen soll­te und ganz offen­sicht­lich ein Mot­ten­zei­chen trug. Bei den Hexen­jä­gern in Rilos-Tem­pel konn­te man uns erst ein­mal damit über­ra­schen, dass man schon alles wuss­te, was wir sowohl in Gor­ne­mün­de wie auch in Catar unter­nom­men hat­ten.

Wahr­haf­tig unauf­fäl­li­ge Gesel­len müs­sen das sein, wenn sie den Augen von zwei Elben ent­ge­hen konn­ten! Der Hexen­jä­ger, der uns amp­fing konn­te uns noch berich­ten, dass der Hexen­jä­ger der um die Zei­ten­wen­de den Mot­ten­klan fast eigen­hän­dig aus­ge­rot­tet hat­te der legen­dä­re „Uri­as der Berg“ war. Alle bis auf einen Hexer, näm­lich den auf dem Steck­brief genann­ten Staub­flü­gel, hat­te er zur Ste­cke gebracht. Sei­ne Erfah­run­gen hat­te er in den Jah­ren vor den Befrei­ungs­krie­gen bis 14 d.L. getä­tigt, und eine Abschrift sei­nes Tage­buchs beka­men wir auch aus­ge­hän­digt. Lei­der war der Hexen­jä­ger, wie vie­le sei­ner Zunft, äußerst vor­sich­tig und vol­ler Miss­trau­en: Das Buch, wel­ches er im Tem­pel abge­lie­fert hat­te bevor er auf eine letz­te Rei­se in die Hex­er­rei­che zur Raben­bucht gegan­gen war, von der er nie wie­der­kehr­te, war größ­ten­teils kodiert und das Schlüs­sel­wort unbe­kannt.

Wir beka­men eine Lis­te der schon aus­pro­bier­ten Wor­te und  den Segen Ele­gils mit auf den Weg und dann liess man uns damit wie­der hin­aus. Wirk­lich schlau­er waren wir damit nicht, aber lang­sam schie­nen sich die Vor­gän­ge zumin­dest leicht aus dem Nebel der Ver­gan­gen­heit zu erhe­ben. Hof­fent­lich wür­den sich die Din­ge nicht als Sand­bank ent­pup­pen!

Unser letz­ter Anlauf­punkt war der Kult der (gott­lo­sen) Neun Alta­re. Dort tra­fen wir zu unse­rer Über­ra­schung auf Sir Kins­bane, der uns ja schon in Gor­ne­mün­de begeg­net war. Wir woll­ten uns mit ihm aus­tau­schen, um dafür zu sor­gen, dass den Hex­ern auf jeden Fall das Hand­werk gelegt wer­den wür­de, aber beson­ders infor­ma­tiv war die Unter­hal­tung nicht. Ein­zig das 900 Sol­da­ten unter Admi­ral Min­tel­berg auf den Schif­fen waren, war uns neu. Über­ra­schend war für uns, dass wir danach das Gefühl hat­ten, von den Gefähr­ten die­ses Rit­ters ver­folgt zu wer­den. Wohin das füh­ren wird, wer­den wir sehen.

Ein wei­te­rer Besuch in der Biblio­thek zeig­te und nur eine unbe­kann­te Rune, wel­che wohl kei­ne Hexer-Rune war, Details konn­ten wir aber erst am nächs­ten Tag mit Peter klä­ren, da die­ser schon Fei­er­abend gemacht hat­te.

Über­ra­schen­der­wei­se war die Rune eine cibola­ni­sche zur Navi­ga­ti­on!

Am fol­gen­den Tag liess sich ansons­ten nicht mehr viel klä­ren, bis wir auf die Idee kamen, den Feu­er­stein­dolch und die Mün­zen, wel­che wir auf dem Schiff gefun­den hat­ten auch noch zu unter­su­chen. Und tat­säch­lich, die Mün­zen stell­ten Geros Six­ta­ris dar, den cibola­ni­schen Ent­de­cker der Süd­see, und waren auf jeden Fall nach 10 d.L geprägt wor­den. Damit muss­te das Schiff noch Jah­re nach sei­nem angeb­li­chen Unter­gang in Gebrauch von Cibola­nern gewe­sen sein. Nur wo war es so lan­ge gewe­sen?

Raben­bucht oder Bataar sind nun unse­re ein­zi­gen ver­blie­ben­den Anhalts­punk­te…

Früh­som­mer, Jahr 258 des Lich­tes, im Mess­er­haus in Catar

Ich habe Gor­ne­mün­de und das Meer hin­ter mir gelas­sen. 100%ig wohl füh­le ich mich damit nicht, aber immer­hin ist der Gorn ja auch ein gro­ßer Pfad zu Or-Koris.

Nach­dem uns vom Sieg über die Unto­ten auf der Kauf­manns­in­sel berich­tet wur­de, sahen wir uns noch ein wenig um, ob unse­re Hil­fe dort benö­tigt wer­den wür­de. Dies schien nicht der Fall, und das Tra­gen von Stei­nen und Bal­ken sahen wir nicht als unser Schick­sal an. Auch in der Fes­tung der sie­ben Magie­re war man zwar damit beschäf­tigt, die Hex­er­ru­nen des magi­schen Stein zu ent­zif­fern, benö­tig­te aber über unse­ren Hin­weis auf die Mot­ten hin­aus auch kei­ne Unter­stüt­zung. Read more

Früh­som­mer, Jahr 258 des Lich­tes, im Gorneck in Gor­ne­mün­de

Das Meer, es ruft mich. Or-Koris hat ein Rät­sel für uns bereit­ge­stellt und ich habe ihm die See­len gebracht. Aber ich grei­fe vor­aus. Wir sind jetzt schon eini­ge Zeit auf die­sem elbi­schen Geis­ter­schiff. Ich habe zu Or-Koris gebe­tet, und habe erkannt, dass es mei­ne Auf­ga­be ist, alle ruhe­lo­sen Lei­ber, die auf dem Meer, aber nicht im Meer gestor­ben sind, die­sem zuzu­füh­ren. Der Admi­ral war, wie es sich für einen Anfüh­rer gehört, der ers­te, und die ande­ren wer­den fol­gen. Mit dump­fem Plat­schen fal­len die Kno­chen über Bord und ver­schwin­den im Meer, in Or-Koris Armen…

Wir haben noch mehr zu erkun­den. Eine Kam­mer im Schiffs­rumpf, selt­sam ver­klei­de­te Wän­de — kei­ner von uns traut sich so rich­tig, dies zu unter­su­chen. Mot­ten! wir haben Mot­ten auf­ge­scheucht — und zwar Hex­er­mot­ten — was auch immer das bedeu­tet? Sind die­se die Quel­le der Unto­ten? Wir haben Feu­er gelegt in ihrem Nest, nach­dem ein paar an uns vor­bei, hin­aus in die Welt geflo­gen sind. Unse­re Zeit das Schiff zu erfor­schen wird damit knapp. Read more