Zwischenspiel: Tod in Catar

Ich habe es ja so gewollt! Nie­mand kann mir­Vor­wür­fe machen, immer­hin haben Wigand und ich uns ja dazu ent­schlos­sen, in die­Welt zu ziehen…Naja fast…Aber hät­te ich geahnt, was alles auf uns zukom­men­wür­de, ich wäre wohl lie­ber in der hei­mat­li­chen Idyl­le geblie­ben! Hexer, Magie,Eroberer aus Cibo­la, mäch­ti­ge Arte­fak­te und Welt­ret­ter! Das ist schon ganz­schön viel für einen ein­zel­nen Halb­ling! Mir knurrt der Magen. Und jetzt ist Wigan­dauch noch dau­ernd in der Stadt unter­wegs!

Naja, immer­hin konn­te ich Hurog hel­fen, ein­gu­tes Geschäft zu machen…Wigand hat­te recht! Die Masche mit dem klei­nen­net­ten Jun­gen und der unschul­di­ge Blick von unten wir­ken wah­re Wun­der! Auch bei­dem Zwer­gen­schmied. Mal sehen, ob es klappt, daß er Repli­ken der Bein­schie­nen­an­fer­ti­gen kann, so dass sie in das Set der Rüs­tung pas­sen. Dann könn­ten Wigan­d­und ich auf jeden Fall die Nach­ge­bau­ten mit den Ori­gi­na­len aus­tau­schen! Daswird ein Hei­den­spass!

Halt!! Holt die Stadt­wa­chen!!! Hil­fe!! Über­fall!!!“

Bei­na­he hät­te Thas­si­lo sich erschro­cken, als er sei­ne Wor­te durch die Gas­sen­der Stadt hal­len hör­te und das Echo von den gegen­über­lie­gen­den Häu­sern schien­sich eben­so einen Spass mit ihm zu erlau­ben. Aber die Situa­ti­on warernst…Ernster hät­te sie kaum sein kön­nen, denn immer­hin waren er und sei­ne­Ka­me­ra­den auf dem Weg zu Edwins Haus von unlieb­sa­men Zeit­ge­nos­sen ver­folgt. Eswar offen­sicht­licht kein Zufall, dass sich auch noch wei­te­re Bun­des­ge­nos­sen­hier vor dem Eck­haus Edwins ver­sam­melt hat­ten und auf­fäl­lig unauf­fäl­lig taten,denn eines hat­ten sie gemein­sam: Ein gel­bes Wap­pen, in drei­ecki­ger Form.

Anschei­nend Söld­ner, oder so“, dach­te Thas­si­lo, wäh­rend erge­schickt und bei­na­he unsicht­bar einen Haken durch die umlie­gen­den Gas­sen­schlug, um die rest­li­che Situa­ti­on aus­zu­spio­nie­ren. Aber der Feind hat­te sich­ge­schickt um das Haus Edwins, dem Freund des ver­miss­ten Noma­kon­pries­ters­Lud­wig, ver­teilt Wahr­schein­lich waren sie auf dem Weg hier­her, weil Meinolf sie­in­for­miert hat­te.

Noch wäh­rend Thas­si­lo um die Ecke des gegen­über lie­gen­den Hau­ses blickte,wurde im die Trag­wei­te des­sen klar, was sie zuvor beim Assis­tent Alsens, dem­be­sag­ten Meinolf, aus­ge­löst haben muss­ten. „Er schien doch so ein net­ter­klei­ner Mann zu sein, mit sei­ner Nickel­bril­le …und er arbei­tet doch für LadyAl­sen.“ Er könn­te ein Maul­wurf sein! „Die Wor­te des Orks schos­sen­durch Thas­si­los Gedan­ken und in Bruch­tei­len einer Sekun­de war im klar, was­Hurog mein­te:

Eini­ge der Infor­ma­tio­nen, die sie in der Aka­de­mie über Edwin und sei­nen­Freund Lud­wig her­aus­be­kom­men woll­ten schie­nen inkon­sis­tent.

Immer­hin hat­ten sie die Spur bis hier­hin ver­fol­gen kön­nen, auch wenn esan­fäng­lich nicht so aus­sah, als ob ihre Nach­for­schun­gen über­haupt von Erfolg­ge­krönt sein wür­den. Edwin beauf­tra­ge die Gefähr­ten mit einem Such­auf­trag. Sein­Freund, ein Biblio­the­kar der Aka­de­mie, war ver­schwun­den, nach­dem er vor­ges­tern­nicht mehr zur Arbeit erschien. Er leb­te bis zuletzt im Ost­rand-Vier­tel der­Stadt in einem klei­ne, ein­fa­chen Hin­ter­hof­woh­nung. Vor 6 Jah­ren war er bereits­das ers­te Mal ver­schwun­den. Er hat­te sich ver­än­dert, war merk­wür­dig geworden,sagte Edwin. Nach­dem er sich im Aller­hei­ligs­ten der Aka­de­mie an den hei­li­gen­Schrif­ten ver­grif­fen hat­te. Er soll sich mit der Geschich­te der Zwer­ge und­ei­nem „Arte­fakt“ befasst haben. Damals war er, wie Edwin im Nach­hin­ein­er­fuhr, mit einer Schiffs­pas­sa­ge gen Nor­den gereist.

Letz­tes Jahr kehr­te er zurück und durf­te auch sei­ne Arbeit fort­set­zen. Seit­nun­mehr einem Monat benimmt er sich schon wider komisch, schläft schlecht­träumt bizar­re Din­ge und schien beses­sen davon her­aus­zu­fin­den, was mit ihm inden Jah­ren gesche­hen sein könn­te…

Schon merk­wür­dig, wenn man 5 Jah­re ein­fach so ver­gisst, oder aus dem­Ge­dächt­nis gelöscht bekommt…!“ Thas­si­lo dach­te nach, wäh­rend er sich­un­auf­fäl­lig in den Schat­ten an der Häu­ser­wand ent­lang schob. „Das mus­sCi­bo­las böser Fluch sein! Nicht aus­zu­den­ken, wenn sie uns erwischt hätten.Hoffentlich haben sie Wigand nicht wirk­lich bezau­bert und er ver­wan­delt sich­jetzt in einen Cibola­ni­schen Dra­chen und…ein wenig merk­wür­dig ist er schon inletz­ter Zeit…“

Die Erin­ne­run­gen waren frisch. Als wäre es gera­de ges­tern gewe­sen.

Na klar wird man ver­rückt und ver­schro­ben, wenn man zuviel in den hei­li­gen­Schrif­ten und auf der Suche nach sei­ner mys­ti­schen Ver­gan­gen­heit forscht,dachte Thas­si­lo und im fie­len die „unverkäuflichen„Dragoprohezeiungen ein, von denen Meinolf gespro­chen hat­te, mit denen Lud­wig­sich aus­ein­an­der gesetzt haben soll. „Dra­gos, kein Wun­der!! Auch sie­tra­gen eine Kraft in sich, die wenn sie von den fal­schen geweckt wird, nichts­gu­tes bedeu­ten kann! Wir müs­sen auf Drakkhar auf­pas­sen…“

Nein, jetzt nur nicht ver­rückt wer­den! Behal­te einen kla­ren Kopf! Was­hat­ten Drak­kar und Hurog von Nar­ben­bauch, dem alten gefähr­li­chen unds­kru­pe­lo­sen Ork­pi­ra­ten erfah­ren?“

Die Spur zu Kapi­tän Nar­ben­bauch veriet ihnen der Zufall in Gestalt des­Rat­ten­fän­gers Rolf, der ihn in „Schwarz­au­ges Rache“ gese­hen hatte,einer dunk­len und ver­siff­ten Knei­pe des Hafen­vier­tels. Hurogs Geschick unds­ei­ne ver­we­ge­ne Art impo­nier­te dem Kapi­tän und er berich­te­te über den­ver­wirr­ten Lud­wig, der vor 4 Jah­ren auf sei­nem Schiff von Myran­dia bis in dieOrk­lande gereist war. Vie­le Fra­gen soll er gestellt haben, und einen­durch­drin­gen­den Blick, der Nar­ben­bauch an einen Tal­o­ra­ner erin­ner­te, dem ereinst begeg­ne­te, der einen Raben auf sei­ner Schul­ter trug…

Er berich­te­te auch von einem Magi­er „Knut Krä­hen­furt“ (???)

Wenn ich nur halb so mutig bin, wie Hurog bei dem Pira­ten­ka­pi­tän, dann mus­sich jetzt bald etwas unternehmen…Da braut sich nichts Gutes vor dem Hauszusammen…Wahrscheinlich wol­len sie Edwin aus­quet­schen, womög­lich sogar­ent­füh­ren?“ Schweiss ran von Thas­si­los Stirn. War Edwin über­haupt­ver­trau­ens­wür­dig? UND wie­so waren Meinolfs infor­ma­tio­nen so widersprüchlich?War Lud­wig nun 2x am Sams­tag hier oder war­um will Meinolf ihn am Nach­mit­ta­gnicht gese­hen haben? Und wenn Lud­wig nun unter einem Hexe­ri­schen Bann stand,hätte Lady Alsen es doch bemerkt, oder?“

Des­halb waren Thas­si­lo und sei­ne Gefähr­ten nun hier, um erneut mit Edwin zuspre­chen und die­se Din­ge auf­zu­klä­ren. Sie wur­den das Gefühl nicht los, dass­die­se Zusam­men­hän­ge auch in irgend­ei­ner Wei­se mit ihrem bis­he­rigen­Er­kennt­nis­sen ver­knüpft zu sei­en schei­nen. Ein Gedan­ke, der Thas­si­lo auch oder­ge­ra­de weil Wigand nicht bei ihm war, mies­fiel…

Ich muss etwas tun, um die Freun­de und Edwin vor Schlim­me­rem zube­wah­ren! Dort drü­ben ist das Wachhaus…nur ein paar hun­dert Meter entfernt.Ugaris müß­te es schon beson­ders übel mit ihnen mei­nen, wenn es nie­mand hören­wür­de.…“

Thas­si­lo nahm allen Mut zusam­men und hielt sich die Hän­de vor den Mund und­schrie…

Söldner und Schleicher

Der Kampf mit den Söld­nern war kurz aber hef­tig. Die Grup­pe blu­te­te aus­meh­re­ren Wun­den der, aber am Boden lag tot nur einer der Söld­ner: Thas­si­lo­hat­te ihn mit einen geziel­tem Schleu­der­schuß getö­tet. Die Wir­kung war­blut­rüns­tig wie spek­ta­ku­lär, und Drakkhar’s Robe wur­de vom sprit­zen­den Blut­be­su­delt. Die ande­ren waren in hel­le Panik geflüch­tet. Das Ein­tref­fen der­Stadt­wa­che sorg­te dann dafür, dass der Kampf end­gül­tig vor­bei war.

Einer der Spieß­ge­sel­len konn­te noch gefan­gen genom­men wer­den. Aus Furcht umsein Leben (kaum ver­wun­der­lich, bedenkt man Hurogs fins­te­re Mie­ne), pack­te eraus: Die Söld­ner­kom­pa­nie wur­de von einem Mann in einer der fins­te­re­ren­Ha­fen­knei­pen ange­heu­ert, um die Grup­pe aus­zu­schal­ten. Angeb­lich machen sie„jemanden Schwie­rig­kei­ten“.

Der Zet­tel mit dem Namen der Knei­pe „Zur schwar­zen Möwe“, gefun­de­nin der Tasche des Anfüh­rers bestä­tig­te die Geschich­te. Auch ein kost­ba­rer Dolch­mit dem Buch­sta­ben „L“ am Griff fin­det sich.

Wigand, der mitt­ler­wei­le auch am Ort des Gesche­hens ein­traf, kann­te die­Ka­schem­me. „Am bes­ten sehen wir uns dort mal um, der Auf­trag­ge­ber taucht­da bestimmt wie­der auf.“ beschloss er, nach­dem das Durch­su­chen von Edgarsklei­ner Woh­nung auch kei­ne Hin­wei­se ergab.

Schon nach kur­zer Beob­ach­tung der Knei­pe am Hafen­rand betritt ein Mann­auf­fäl­lig unauf­fäl­lig das Haus. Kur­zer­hand folgt Wigand ihm, und setzt sich anden glei­chen Tisch. Und tat­säch­lich, sein Bluff geht auf: Der Mann hält Wigan­dfür einen der Söld­ner, und lobt ihn für die gute Arbeit. Zusam­men mit dem Lober­hält Wigand sogar noch einen Beu­tel mit 200 Pen­ni­gen. Wei­te­re Auf­trä­ge von­ei­nem unbe­kann­ten „Meis­ter“ wer­den auch noch in Aus­sicht gestellt.

Da ihm das noch nicht genug ist, lockt Wigand den ver­meint­li­chen Auf­trag­ge­ber­mit einem Vor­wand nach drau­ßen, wo er dem Rest der Grup­pe in die Arme läuft,und sich ohne jeden Wider­stand gefan­gen neh­men lässt.

Es stellt sich her­aus, dass er Ulfgar, ein Schnei­der aus Dalo­ra ist, der von­ei­nem ver­bo­te­nen Hex­er­bund, der „Bru­der­schaft“ gezwun­gen wur­de die­Söld­ner anzu­heu­ern. Als Beloh­nung gab es Geld, und den kost­ba­ren Dolch, der­sich spä­ter als Lud­wigs her­aus­stellt. Damit gibt es einen ein­deu­ti­gen­Zu­sam­men­hang zwi­schen Lud­wigs Ver­schwin­den und die­ser Bru­der­schaft!

Besag­te Bru­der­schaft hat einen ihrer Treff­punk­te in einem ver­las­se­nen Hau­sam Ran­de des Lager­haus­vier­tels. Schnell kommt die Grup­pe über­ein, dass der­Schnei­der ansons­ten harm­los sei. Aller­dings will es kei­ner ris­kie­ren ihn wie­deroh­ne wei­te­res frei­zu­las­sen, also wird er erst ein­mal mit im Haus des Baronsein­quar­tiert. Schließ­lich sei ein per­sön­li­cher Schnei­der ja fast schon­Stan­des­pflicht, meint Wigand.

Um mehr über die­se Bru­der­schaft zu erfah­ren machen sich Wigand und Thas­si­lo­auf um ihren Kon­takt bei der Gil­de zu befra­gen. Die Exis­tenz die­ses Hex­er­kul­tes­wird bestä­tigt, aller­dings hält sich die­ser wohl der­zeit zurück, und ist daher­noch nicht zu einem Ärger­nis für die Gil­de gewor­den. Es gäbe jedoch Berich­te­über ver­schwun­de­ne Bett­ler in der Gegend.

Um die­sen nach­zu­ge­hen suchen Wigand und Thas­si­lo den Feuch­ten Hof in der­Ka­na­li­sa­ti­on unter Catar auf. Die­se Hal­len sind die Zuflucht der Bettler,regiert von der Hand, dem unge­krön­ten König der Bett­ler. Die Hand bestä­tigt die­Be­rich­te, in der Tat ver­schwin­den mehr oder weni­ger regel­mä­ßig Bett­ler die sichin den Unter­grund rund um das ver­las­se­ne Haus wagen. Aber die Bett­ler trau­en­sich nicht dage­gen etwas zu unter­neh­men. Wigand ver­spricht sei­ne Hil­fe, und­ge­gen eine groß­zü­gi­ge Spen­de erklärt die Hand die Unter­stüt­zung der Bettler.Sie wer­den bei der Obser­va­ti­on von Leu­ten und Gebäu­den hel­fen.

Da der Anschlag auf die Grup­pe kurz nach ihrem Besuch bei Meinolf beauf­tragt­wur­de, rückt die­ser, trotz Drakkhars hef­ti­ger Ver­tei­di­gung in den Verdacht.Kann es sein, dass Lady Alsens per­sön­li­cher Assis­tent in Hexe­rei ver­wi­ckel­tist? Um der Sache ein für alle Mal auf den Grund zu gehen, wird sowohl das­ver­las­se­ne Haus, wie auch Meinolf unter Beob­ach­tung gestellt: Wigand und­T­has­si­lo blei­ben im Lager­haus­vier­tel, wäh­rend Hurog und Thu­ran dem Assis­ten­ten­fol­gen. Und tat­säch­lich: Die bei­den kön­nen sehen, wie er einem ein­bei­ni­gen­Bett­ler einen Beu­tel Geld gibt, und wenig spä­ter betritt ein Bett­ler das­ver­las­se­ne Haus durch den Hin­ter­ein­gang. Wigand beschließt die­sem zu fol­gen…

Ork im Untergrund

So wie es Turan und ich bespro­chen hat­ten, war ich zu Thas­si­lo und Wigan­dge­gan­gen und berich­te­te von den Akti­vi­tä­ten des Sekre­tärs von die­ser Zau­be­ri­nAl­sen, Meinolf der Name glau­be ich…

Nach­dem ich Thas­si­lo von dem Bett­ler erzählt hat­te, ist ein Bett­ler beim­Haus auf­ge­taucht, dass habe zumin­dest Wigand gesagt, aber der war doch gar­nicht da. Aber die Beschrei­bung von Thas­si­lo pass­te so, naja. Dafür fuch­tel­te­Thas­si­lo stän­dig mit sei­nen Hän­den rum. Wigand woll­te ent­ge­gen der Abspra­chen­plötz­lich allei­ne ins Haus gehen und den Bett­ler fol­gen, sag­te Thas­si­lo­plötz­lich. Aber woher wuss­te Wigand das es eben die­ser Bett­ler war, wo er doch­gar­nicht da war und auch nir­gend­wo zu sehen.

Dann ging plötz­lich ein Äch­zen durch das Haus und es stürz­te in sich­zu­sam­men. Thas­si­lo woll­te schon her­ein­stürm­ten und nach Wigand in den Trüm­mern­su­chen. Ich konn­te ihn gera­de noch fest­hal­ten. Schließ­lich hat­ten wir jaab­ge­spro­chen, dass das Haus nur beob­ach­tet wird und wenn Wigand doch dort­hi­nist und … Naja, dann ist das auch sein Pro­blem.

Wigand kam jedoch nicht aus Rich­tung der Trüm­mer son­dern von der anderen­Sei­te. Er berich­te­te, dass der Bett­ler einen tra­gen­den Bal­ken im Kel­ler des­Hau­ses zer­sägt hat und so den Ein­sturz ver­ur­sacht hat. War Wigand doch im Haus?Egal.

Wir sind zurück zur Aka­de­mie und haben uns dort mit den ande­ren Bei­den­ge­trof­fen. Lan­ge Zeit wur­den die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten diskutiert.Meinolf den Kopf des Schnei­ders schi­cken. Mit dem Hex­ern ver­han­deln. Mit den­He­x­ern ver­han­deln, nur ein Idi­ot wür­de auf solch eine Idee kom­men. Mit Hex­ern­kann man nicht ver­han­deln man muss sie TÖTEN.

Und so setz­ten sich Wigand und ich am Ende durch. Einen zwei­ten Zugang, von­dem Wigand und Thas­si­lo ja schon berich­tet hat­ten, zu den Löchern neh­men in dem­sich die Hexer ver­ste­cken und dort alles TÖTEN. Wir zogen uns also zuent­spre­chen­den Vor­be­rei­tun­gen zurück und mach­ten uns dann auf dem Weg in die­Ka­na­li­sa­ti­on. Dort unten führ­te uns Thas­si­lo zu so genann­ten feuch­ten Hof und­zum Anfüh­rer der Bett­ler. Auf dem Weg dort­hin kamen wir auch an eini­gen Gru­ben­vor­bei, die viel­leicht ein­mal Becken der Kana­li­sa­ti­on waren, aber nun als­Wohn­stät­ten und Zufluchts­ort der Bett­ler dien­ten. Die­se Gru­ben und ihr Geruch­ha­ben mich doch sehr an die Auf­zugs­gru­ben mei­nes Stam­mes erin­nert. In denen die­Jun­gen täg­lich und ihr essen kämp­fen müs­sen.

Die „Hand“ der Anfüh­rer der Bett­ler gebie­tet einem klei­nem Jun­genuns zu einem Git­ter in der Kana­li­sa­ti­on zu füh­ren, dass den Bezirk der Hex­er­von dem der Bett­ler abtrennt. Das Git­ter ent­hält nicht nur eine Tür son­dernauch ein Schloss, dass dort eigent­lich nicht sein soll­te. Wäh­rend Thas­si­lo sich­mit zwei klei­nen Dräh­ten das Schloss ansieht, schät­ze ich ab, ob es ein­fa­che­rist die Stif­te aus den Schar­nie­ren zu zie­hen, oder ob es nicht doch schnel­ler­geht das Git­ter im Gan­zen aus der Wand her­aus­zu­rei­ßen, da schwingt die Tür von­g­anz allei­ne auf. Sie hat­te wohl Angst bekom­men.

Wei­ter den Kanal run­ter fin­den wir einen schein­bar neu ange­leg­ten Gang der­von der Kana­li­sa­ti­on abführt. Den Kanal selbst endet nach einem kur­zen Stück­schein­bar am ein­ge­stürz­ten Haus. Also ste­hen wir vor dem Gang, da behaup­tet­Dhrak­har das sich dort eine magi­sche Alarm befin­det. All­ge­mei­nes Gemurmel.Keiner weiß wei­ter und lei­se sol­len wir auch noch sein, damit ja kein Hexer was­von unse­rer Anwe­sen­heit hier mit­be­kommt.

Dann sagt Dhrak­har er hät­te den Alarm weg­ge­zau­bert. Tol­le Num­mer, dass mus­sich mir mer­ken. Ste­hen blei­ben. Sagen, da ist eine magi­sche Falle.Unverständliches vor sich hin mur­meln und sagen, jetzt ist sie weg. Sich fei­ern­las­sen nicht ver­ges­sen. Naja, wenigs­tens kann er kämp­fen.

Den Gang run­ter um einen klei­ne Ecke und super ein Raum mit zwei Türen. Und­wie­der mel­det sich Dhrak­har. „Hin­ter der Tür rechts ist böse Magie amWer­ke, da gehen wir lie­ber nicht hin.“ Mal abwar­ten…

Wigand ent­deckt jedoch fast zur sel­ben Zeit eine Geheim­tür. Auf einen­Holz­tür wur­den Stei­ne gemalt und so ver­sucht sie wir die Wand aus­se­hen zulas­sen. Lächer­lich. Thas­si­lo öff­net die Tür, zwei Dämo­nen. Er und Tura­ner­schre­cken sich. Wigand schließt die Tür und zieht Thas­si­lo von der Tür weg.Der vor­de­re Dämon öff­net sie wie­der und greift an. Dann stirbt er. Drei wei­te­re­Dä­mo­nen kom­men hin­zu alle Vier stre­ben und zer­fal­len zu Staub. Der Gang hin­te­rih­nen führt zu ihrer Lager­stät­te und einen mit Jau­che gefüll­ten Becken. Also­zu­rück zum klei­nen Raum und durch die Tür ohne Magie. Ein Gang, 12 Meter lang,nach drei Metern links eine Tür. Eiche mit Stahl­be­schlä­gen, nach vier Metern­rechts noch eine Tür. Eiche, kei­ne Stahl­be­schlä­ge. Der Gang knickt am Ende nach­rechts ab. Irgend­was stimmt nicht mit dem Schloss der ers­ten Tür, sagtT­has­si­lo.

Wigand hört etwas und schleicht den Gang wei­ter run­ter. Um die Ecke geht esnoch mal 10 Meter wei­ter dann kommt eine schwe­re Dop­pel­tür. Licht und Magied­ringt durch einen Spalt. Sing­sang ist zu hören, sagt zumin­dest Wigand. Nah,vielleicht ist dort ja ein Hexer mit einem Schlüs­sel zu den Türen hier vor­ne.

Wir sind also hin. Mög­lichst lei­se. Turan nicht ganz so lei­se wie die­an­de­ren. Das Gesin­ge hört auf. Die Türen wer­den auf­ge­sto­ßen. Und sie­he daMeinolf. Er wirft sei­ne Umhang ab, zeigt sei­nen Skor­pi­onschwanz und sagt:„Ich weiß ja nicht was an die­sem Biblio­the­kar so wich­tig ist, dass man­da­für auch noch ster­ben will.“ Doch wer, wenn nicht er hät­te es wis­sen­kön­nen und die­se Fra­ge beant­wor­ten, wovon ihn dann Turan mit sei­ner Axt­über­zeugt.

Aber der Rei­he nach. Dhrak­har blen­det Meinolf zwei Wachen tau­chen auf.Komische Gestal­ten. Es sieht so aus als sei­en ihre Rüs­tun­gen mit ihren Kör­pern­ver­schmol­zen. Mit ver­ein­ten Kräf­ten rin­gen wir einen der Wachen nie­der, wäh­rend­ein­zig Dhrak­har sich mit Meinolf beschä­tigt und uns gelingt es noch nicht malDhrak­har vor den Wachen zu schüt­zen. Die zwei­te Wache schie­be ich zur Seite,sodass die ande­ren end­lich zu Meinolf vor­drin­gen kön­nen. Wigand wird von­Meinolf Sta­chel getrof­fen. Es scheint aber nicht so schlimm zu sein. Dann­trifft Meinolf die Axt von Turan.

Ach ja und ich bin ver­letzt wor­den. Schon wie­der. Ver­damm­te Hexer. Den­Bi­lio­the­kar haben wir übri­gens auch gefun­den. Der lag auf den Stein­tisch hin­ter­den Meinolf stand.

Ob Wigand oder Thas­si­lo wohl jeman­den ken­nen der aus Meinolfs­Skor­pi­onschwanz noch ein biss­chen Gift machen kann. Es wird Zeit sich für die­Ci­blo­aner rich­tig zu bewaff­nen.

Die rest­li­chen Räu­me soll­ten wir uns auch noch mal genau anse­hen.