Szene I: Seine Familie kann man sich nicht aussuchen

Wie mit Kapi­tän Charn bespro­chen sticht die Wel­len­klin­ge zei­tig in See. Die Rei­se nach Hel­lin­gen, der Haupt­stadt Fel­lands ver­läuft dann auch ohne­Zwi­schen­fäl­le.

Erst bei der Ankunft vor Hel­lin­gen wird den Hel­den wie­der gewahr, dass das­Land im Krieg steht: Die Hel­lin­ger haben ihre Hafen­ein­fahrt mit zwei gezieltver­senk­ten Schif­fen kom­plett blo­ckiert. Bewaff­ne­te Lot­sen­boo­te kon­trol­lie­ren­je­des ankom­men­de Schiff.

Es gelingt aller­dings ohne grö­ße­re Pro­ble­me die Wach­leu­te und Sol­da­ten davon­zu über­zeu­gen, dass die Hel­den kei­ne Cibola­ner sind, und so gelangt man end­lich­wie­der an Land.

Die Haupt­stadt Fel­lands erscheint unge­fähr genau­so beein­dru­ckend wie Ossum.Schnell ist ein halb­wegs gemüt­li­cher Gast­hof gefun­den, und wäh­rend die ande­ren­sich erst ein­mal stär­ken, holt Wigand ein paar aktu­el­le Erkun­di­gun­gen ein:

Er fin­det her­aus, daß Baron Ata­nis als Hüter des Südens über das letz­te ste­hen­de­Heer des Rei­ches ver­fügt. Zum Glück sind die Bar­ba­ren im Süden seit eini­gen­Mo­na­ten rela­tiv ruhig. Seit zwei Mona­ten ist kei­ne Kara­wa­ne unter­wegs gewesen,und dem­zu­fol­ge auch nie­mand über­fal­len wor­den.

Am nächs­ten Mor­gen macht die Grup­pe ihre Auf­war­tung bei Baron Ata­nis. Esstellt sich her­aus, dass Baron Otto­kar von Kar­s­ath zu Besuch ist! Baron Ata­nis­bie­tet die Grup­pe an, den Süden zu erkun­den. Als Gegen­leis­tung erhal­ten sie pro­Na­se 2 Pen­ni­ge pro Tag, und freie Aus­rüs­tung.

Im Anschluss ergibt sich noch ein Gespräch mit Otto­kar von Kar­s­ath. Die­ser­freut sich die Hel­den zu tref­fen. Grund sei­nes Auf­ent­halts hier ist der(vergebliche) Ver­such Baron Ata­nis für König Gerd zu gewin­nen.

Baron von Kar­s­ath erfährt im Gro­ben von den Plä­nen der Hel­den und hän­digt­die­sen dar­auf­hin den Schlüs­sel­stein für das Por­tal nach Myran­dia aus.

Qua­si als Gegen­leis­tung, und um die Inte­gra­ti­on der Drui­den vor­an­zu­trei­ben­er­hält sein Magi­er dafür das Zweig­männ­lein. Er ver­spricht es auf Hexe­rei zuun­ter­su­chen, und die Ergeb­nis­se der Aka­de­mie bekannt zu geben. Baron von­Kar­satz wird ein­dring­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Drui­den unschätz­ba­re­Ver­bün­de­te sein könn­ten.

Durch einen Traum erfährt Wigand, dass eines sei­ner Geschwis­ter vor kur­ze­min der Stadt war. Nach­for­schun­gen erge­ben, dass eine jun­ge rot­haa­ri­ge Frau vor6 Tagen in Rich­tung Süd­wes­ten auf­ge­bro­chen ist.

Gestärkt und aus­ge­rüs­tet rei­tet die Grup­pe zu Pfer­de los. Kurz vor dem­Gast­hof Kat­zen­krie­ger ent­de­cken sie einen ein­zel­nen Rei­ter hin­ter sich,ignorieren ihn aber.

Die Nacht ver­brin­gen alle im Kat­zen­krie­ger, auch der ein­zel­ne Rei­ter und ein­al­ter Wald­läu­fer.

Vom Wirt erfährt Wigand, daß die rot­haa­ri­ge Frau allei­ne hier war, und­gleich wei­ter nach Süden gereist ist.

Wigand gibt dem Wald­läu­fer Jona­than einen aus, wor­auf­hin die­ser eini­ge­In­for­ma­tio­nen über die Gegend preis­gibt: Die Dör­fer auf der Kar­te heis­sen­Tie­fen­bach, Kal­ten­brunn (ein ehe­ma­li­ges Berg­werk), Drass­burg (beherrscht vom­Bar­ba­ren­häupt­link Drass) und Schwarz­brunn.

Am nächs­ten Mor­gen geht es dann wei­ter. Auf Nach­fra­ge erfährt Thur­an­Schild­na­se, dass der frem­de Rei­ter schon sehr früh auf­ge­bro­chen ist, evtl. auch­gen Süden.…

Auszug aus Drakkhars Reisetagebuch — Oktober im Jahr 191

Die Bar­ba­ren­lan­de! Wenn es nicht um eine cibola­ni­sche Mark gehen wür­de, ich­hät­te mich ja nie auf die­sen Irsinn ein­ge­las­sen. Die Über­fahrt mit Kapi­tän­Charn war ja ange­nehm genug, aber das hier?

Das Land ist öde, nir­gend­wo wirk­li­che Zivi­li­sa­ti­on, und dann soll es hie­rauch noch von Gob­lins, Ogern und Bar­ba­ren nur so wim­meln! Was fin­den die­Warm­blü­ter bloss an die­ser Gegend?

Nun, Wigan­ds Idee zu Pfer­de zu rei­sen war sicher­lich nicht sei­ne­schlech­tes­te. Nicht das ich vor­ge­ben wür­de zu wis­sen was ihn dies­mal hier­an­treibt, er fasel­te wie­der etwas von einer rot­haa­ri­gen Frau. Kann es angehen,dass sei­ne komi­sche Fami­lie wirk­lich über­all ist?

Ich kann ihn jetzt lei­der gera­de nicht fra­gen, er ist mit dem Halb­lingvor­aus­ge­rit­ten um „die Gegend zu erkun­den.“ pfff.. wenn er meint dastun zu müs­sen, will ich ihn nicht auf­hal­ten.

oh, das ist lus­tig! Wigand hat irgend­et­was im Fluss gese­hen, und woll­te esher­aus­fi­schen. Anstatt sich end­lich sei­ner Bega­bung zu besin­nen und die­sen doch­nun wirk­lich ein­fa­chen Was­ser­wan­deln-Zau­ber zu erler­nen balan­cier­te er über­ei­ni­ge Stei­ne, und han­tier­te mit einem lan­gem Stock.Mir war ja voll­kom­men klar­wie das enden muss­te, und das lau­te Plat­schen als er ins Was­ser fiel­über­rasch­te bestimmt nicht ein­mal den Ork.

Das Auf­he­ben das Hurog dann aber um die so gefun­de­ne Gob­lin­lei­che, und vor­al­lem um die Pfei­le in ihrem Rücken macht ist mir aller­dings schlei­er­haft. Siesind selbst­ge­macht, aus Eibe oder so, na und?

Hurog wird nicht müde dar­auf hin­zu­wei­sen, dass der Schüt­ze allei­ne sein­muss, dass es kei­nen Pfeil­ma­cher in sei­ner Umge­bung gibt. Was immer das jetzt­wie­der soll…

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Die­ses Nacht­la­ger ist schreck­lich. Hurog, Wigand und selbst Thu­ran sind sich­ei­nig, dass dies eine per­fek­te Posi­ti­on ist, gut zu ver­tei­di­gen, sicher, mit­schö­nem Beob­ach­tungs­pos­ten…

bah, der Boden war hart, der Fels kalt. Mei­ne Rücken­schup­pen sind ganz zer­kratzt.

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Das ist also das Dorf Tie­fen­bach. Macht ja nicht viel her, obwohl die Ide­emit den Häu­sern auf Stel­zen ange­sichts der Lage (mit­tem im Morast des Flusses)ja schon ganz nett ist. Viel­leicht wur­de das Dorf mal von einem Dra­go­in­spi­riert? Hier hat wohl jeder am Was­ser woh­nen wol­len.

Auf jeden Fall ist es ver­las­sen. Gründ­lich ver­las­sen, alles was nicht­un­ver­rück­bar fest war, ist mit­ge­nom­men wor­den. Geschirr, klei­ne­re Möbel,Kleider, Essen, Net­ze, Sei­le, Hän­ge­brü­cken — ja sogar eine mit­tel­gro­ße Holz­brü­cke­wur­de säu­ber­lich abge­baut.

Das ein­zi­ge was die gründ­li­che Suche von Hurog und Wigand zu Tage gebracht­hat, ist noch so ein selbst­ge­schnitz­ter Pfeil, und das Wis­sen, dass zwei Häu­ser­mal als Nacht­la­ger benutzt wur­den. Welch Wun­der! Das hät­te sich doch jeder­den­ken kön­nen. Immer­hin wis­sen wir aber nun, dass der Rei­ter hier letz­te Nacht­halt gemacht hat, und wei­ter in Rich­tung Kal­ten­brunn oder gar Drass­burg­ge­rit­ten ist — die Feu­er­stel­le war noch warm!

Schön zu wis­sen, aber kön­nen wir jetzt end­lich wei­ter?

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Ber­ge! Der Weg den uns Wigand fol­gen lässt gabel­te sich kurz hin­ter­Tie­fen­bach. Er mein­te, dass der Teil der in die Ber­ge führt wohl zu Kal­ten­brunn­füh­ren müs­se. Natür­lich nicht. Wir fan­den nur eine alte zwer­gi­sche Probemine,ohne jeg­li­chen Inhalt.

Wigand woll­te dann zuerst gleich dort Rast machen. Erst als ich doch recht­deut­lich dar­auf hin­wies, dass Kal­ten­brunn wohl doch wei­ter west­lich lie­gen­müss­te, und wir es sicher nicht mehr heu­te errei­chen wür­den gab er sei­nE­in­ver­ständ­nis zur Wei­ter­rei­se. Wie­so hören eigent­lich alle auf ihn. Wenn erjetzt ein Dra­go wäre…

Nun, wie es auch sei, im End­ef­fekt haben wir auf einer klei­nen Lich­tun­gun­ser Lager auf­ge­schla­gen. Ich soll jetzt Wache hal­ten, lächer­lich!

Ein Wach­zau­ber am ein­zi­gen Zugangs­weg, und gut ist es!

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Kal­ten­brunn. Das klingt schon so fürch­ter­lich. Aus der Nähe betrach­tet sieh­tes auch nicht viel bes­ser aus. Nach­dem Thas­si­lo und Wigand sich die­sen Ortschon von wei­tem ange­se­hen woll­ten sie dann, dass ich es mir als Rabe mal­ge­nau­er anse­he.

Ein klei­nes wehr­haf­tes Dorf um eine Mine her­um. Mit einer Holz­pa­li­sa­de­schüt­zen sie sich gegen Fein­de, aller­dings fra­ge ich mich, wel­che das sein­sol­len: In Kal­ten­brunn leben Men­schen mit Orks, Ogern und Gob­lins zusam­men! Die­G­o­b­lins schi­cken Wolfs­rei­ter als Kund­schaf­ter los, Orks hal­ten von einem Turm­aus Aus­schau, ein Oger hütet die Scha­fe… Das ist reins­ter Irr­sin hier!

Wie es auch sei, hin­ein kommt man unge­se­hen nicht. Und der Rei­ter war hie­rauch, ist inzwi­schen sogar wie­der auf­ge­bro­chen, zurück nach Hel­lin­gen glaubt­Wi­gand.

Hurog und er haben sich auf jeden Fall geei­nigt mor­gen noch etwas von aus­sen­zu beob­ach­ten, und über­mor­gen sol­len wir dann alle über einen hof­fent­li­chun­be­wach­ten Luft­schacht in die Mine ein­drin­gen. Schon wie­der unter die Erde!Hört das denn nie auf?!

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Gob­lins! Hier in unse­rem Lager! Zwei von den klei­nen Ker­len haben unser­La­ger aus­spio­niert, und als Thas­si­lo und Wigand sie ding­fest machen woll­ten­ha­ben die glatt mit Arm­brüs­ten auf uns geschos­sen!

Hurog meint, die hät­ten ver­flixt schnell nach­ge­la­den, ganz schön gewandt die­Ker­le. Auf jeden Fall hat Hurog (mal wie­der) den einen recht fix weggehauen.Den ande­ren konn­te Wigand lebend gefan­gen neh­men. Wenigs­tens das konn­ten die­oh­ne mich erle­di­gen.

Mal sehen, was das Ver­hör ergibt…

Interview mit einem Goblin

Immer noch nicht ganz bewusst, was eben pas­siert war und im Halbschlaf,sieht Thu­ran, wie Wigand den lebend gefan­ge­nen Gob­lin fes­selt. Hmm, Hurog­scheint es auch erwischt zu haben, der greift auch zu Heil­trän­ken denkt sichT­hu­ran. Wigand ist schein­bar schon wacher, mal schau­en, was er mit dem Gob­lin.

Wigand stellt sich dicht neben den äußerst ver­schüch­tert wir­ken­den Goblin,der immer­hin die Fra­ge nach sei­nem Namen beant­wor­ten kann „Gritz­nak“.

Wow“, denkt sich Thu­ran, „es spricht sogar“.

Thu­ran beob­ach­tet das Ver­hör genüsslich:Wigand macht das echt gut, der tum­be­Go­b­lin ist natür­lich nicht beson­ders hel­le, aber kann tat­säch­lich eini­ge­wich­ti­ge Fra­gen beant­wor­ten. Die­se rot­haa­ri­ge Frau ist in den Ber­gen und heißtG­i­sel­le, soso​.Im Win­ter war sie das ers­te Mal hier, was treibt die bloß an?Aber das sie sich mit Orks und des­sem Häupt­ling Pra­dek Zungenessereinlässt…Was kön­nen Orks die­ser Adli­gen geben? Sehr merkwürdig…Aha, die­G­o­b­lin­grup­pe ist schon vor dem Win­ter hier hei­misch gewor­den. Ver­mut­lich, weil­der Gob­lin-Chief Nazug mit nem Ket­ten­hemd von den Orks geschmiert wur­de, was? Fie­ses, tum­bes Pack *aus­spuck*.

Der Bote,den wir im Gast­haus getrof­fen haben, war also tat­säch­lich hier, umvor uns Fünf zu war­nen, so ein Mist !

Die „Orkse“ schei­nen hier also das Heft in der Hand zu haben,komische „Völ­ker­ver­samm­lung“ sin­niert Thu­ran wei­ter, wäh­rend Huro­g­laut spricht „Wir haben alles erfah­ren, lasst uns zurück rei­ten“. Äh,was ist denn mit dem Ork… Ach so, eine Fin­te, manch­mal über­rascht mich die­ser­Kraft­bol­zen immer noch ist Thu­ran über­rascht. Wigand lässt den Gob­lin dahe­recht am Leben, naja, kann man nichts machen, sinn­lo­ser Mord ist nicht gut, und­ei­ne geschei­te Fin­te sicher bes­ser als ein toter Gob­lin mehr ist Thur­an­trotz­dem etwas betrübt.

Gen Fel­land rei­tend geht es mit eini­gen Pil­zen mehr im Gepäck sowie den 2Armbrüsten der Gob­lins bei Hurog bis zum Fluss, soweit so schlecht. Aber Hurogs­Idee, nun Drakkhar alle Pfer­de zur alten Such­schacht­mi­ne brin­gen und ihn­flie­gend nach­kom­men zu las­sen ist schon gut.Nur die Fol­ge, durch den Fluss bis­zu dem von Drakkhar ver­mu­te­ten Zugang zur Mine im Hügel zu lat­schen, der muss­doch nicht ganz bei Trost sein…Völlig durch­nässt lat­schen die vier­Ver­blie­be­nen zum Spu­ren­ver­wi­schen stun­den­lang im Son­nen­auf­gang gen Hügel.DankWigands kund­schaf­ten kön­nen Sie den Oger und sei­ne Schaf­her­de umge­hen, auch­wenn dies etwas län­ger dau­ert. An der Hügel­ket­te fin­den sie recht schnell den­Stein­klotz, den Drakkhars auf sei­nem Auf­klä­rungs­flug erkun­det hat­te. Hurog scheint­s­ehr erpicht zu sein, schnell ins Inne­re zu kom­men und will den Stein­klo­ber fix­weg­schie­ben, so ein Blöd­sinn. Ich bestehe dar­auf, erst den Klotz zu bewegen,wenn Drakkhar mal geschaut hat, was drun­ter ist, wozu haben wir die arka­nen­Küns­te die­ses sen­si­blen Dra­chen­tiers…

Daher grü­beln die vier, wie man den Stein­klotz am Bes­ten weg­be­kommt. Ich­samm­le ein paar Stö­cker ein, die man even­tu­ell als Hebel benut­zen kann,allerdings macht der stei­le Hügel dies schwie­rig. Wäh­rend die Grup­pe noch­grü­belt kommt Drakkhar ange­flo­gen. Er schaut unter den Stein und ent­deckt eine Seil­kon­struk­ti­on, die tat­säch­lich für eini­ges Unheil aus unse­rer Sicht hät­tes­or­gen kön­nen, wenn wir den Stein zur Sei­te gescho­ben hät­ten. Also hilft nur­vor­sich­ti­ges Anhe­ben und alle außer Thas­si­lo ver­su­chen den Stein­klotz­an­zu­he­ben, wäh­rend die­ser klei­ne Stei­ne drun­ter packt.Boah, ist das Teil­schwer. Aber es klappt nach eini­ger Anstren­gung, das Seil wird von Hurog­vor­sich­tig ein­ge­setzt, so dass wir alle rein kön­nen. War­um Drakkhar bei sol­chen Kraft­ak­ten bloß nie ins Schwit­zen kommt?

Run­ter geht es und bald tau­chen dicke Pro­ble­me auf. Nach einer Weg­ga­be­lun­gent­deckt Thas­si­lo eine Kreu­zung, die von zwei Orks bewacht wird. Kein­Vor­bei­kom­men. Und ein Häm­mern ist auch zu hören, hach, welch schö­nes Geräuschin mei­nen Ohren!

Naja, abwar­ten und beob­ach­ten ist die Devi­se. Lei­der wird es nicht besser.Ab und zu schie­ben Orks né Lore vol­ler Eisen­ge­röll vor­bei, die Wachen wer­den­ab­ge­löst… Wigand schafft es, sich näher an die Arbeiterheranzuschleichen…Hm…Da scheint eini­ges abge­baut zu wer­den, Respekt. Spä­ter­kann sogar noch beob­ach­tet wer­den, wie Gisell und drei Leib­wa­chen, einer davon­an­schei­nend der Häupt­ling in Voll­plat­te die Arbei­ter besu­chen und ihnen wohl­gut zureden.Gisell hat anschei­nend das Sagen, erstaun­lich ! Hurog kann nur mitsehr gro­ßer Mühe abge­hal­ten wer­den, denen hin­ter­her­zu­ren­nen und in den siche­ren­Tod zu lau­fen. Sich mit allen in der Mine anzu­le­gen zu wol­len ist töricht, aber­da gehen wohl die ani­ma­li­schen Tei­le des Orks mit ihm durch.

Die Grup­pe beschließt, das Manö­ver im Berg abzu­bre­chen und zieht sich nach­drau­ßen zurück. Es herrscht Einig­keit, dass einer dem Hüter des Südens bescheid­sa­gen muss. Hier schnell ein­zu­grei­fen, bevor eine grö­ße­re Armee aus­ge­rüs­tet­wer­den kann, scheint gebo­ten. Thu­ran schlägt vor, dies Drakkhar als Rabe machen­zu las­sen, da nur er in der Lage wäre, bin­nen eines Tages die Stre­cke zuüber­win­den. Wigand schlägt vor, dass die ande­ren sich in der Zwi­schen­zeit dasan­de­re Dorf anse­hen kön­nen, ob die Bewoh­ner nun hier hau­sen, gleich­zei­tig ist­der Gedan­ke prä­sent, even­tu­ell Gisell auf der Rück­rei­se oder einem Aus­flug­fest­neh­men zu kön­nen.

Nun muss nur noch Drakkhar den Mut auf­brin­gen, durch das hal­be Land zuflie­gen…

Ork im Dunkel

Turan scheint sicht­lich beein­druckt zu sein von den Wun­den, die die Pfei­le­der mei­nes Vol­kes geris­sen haben. Lan­ge wer­kelt er an Wigand her­um. Häu­fig­schüt­telt er dabei den Kopf, unsi­cher das rich­ti­ge zu tun, doch am Ende­ver­ab­reicht er Wigand eini­ge Trän­ke und er schein wie­der zu Kräf­ten zu kommen.Bei Thas­si­lo hat er jedoch weni­ger Erfolg. Sei­ne plum­pen Hän­de schei­nen die gro­be Wun­de in Thas­si­los zar­ten Kör­per irgend­wie nicht in den Griff zube­kom­men. Dann ent­schei­den wir, Thas­si­lo zur Beob­ach­tung des Dor­fes nach­drau­ßen zu schi­cken und statt­des­sen Dhrak­har mit in die­ser wohn­li­chen Stol­len­wei­ter zu erfor­schen.

Wir wan­dern die unter­ir­di­schen Wege eini­ge Stun­den ent­lang. Hier sind vie­leStol­len, in denen nun kein Berg­bau mehr betrie­ben wird. Auch die­se Mine ist­wohl in wei­ten Tei­len ursprüng­lich von Zwer­gen geschaf­fen wor­den. Auf unse­ren­We­gen fin­den wir noch eini­ge Aus­gän­ge die alle mit einer Seil­kon­struk­ti­onver­se­hen sind.

Eines ist jedoch unge­wöhn­lich am Ende eines Stol­lens befin­det sich eine­ein­fa­che Tür. Dhrak­har nutzt sei­ne Magie nach­dem sie Wigand irg­ent­wie­ei­gen­ar­tig vor­kam. Dann gehen wir den Weg wie­der zurück. Hin­ter der Tür soll­nicht wei­ter­ge­hen und wenn man sie öff­net wird irg­ent­was aus­ge­löst. Was wis­sen­wir nicht. Viel­leicht hät­te ich die Tür doch in Stü­cke hacken sol­len…

Wir fin­den die Rück­sei­te von dem Tor, dass immer ver­schlos­sen ist und­stel­len fest, dass dort um eine Feu­er­scha­le fünf oder sechs Wachen sitzen.Wigand belauscht die Wachen, als sie Besuch von einem mensch­li­chen Bar­ba­ren und­ei­neem Oger erhal­ten und hört er, dass nun end­lich wie­der Ruhe in die­G­o­b­lin­la­ger ein­ge­kehrt ist.

Da wir jedoch nicht direkt durch den Wach­raum durch müs­sen, son­dern nur anei­ne einem Zugang zu ihm, auf einem Weg an den Qua­tie­ren der Orks vorbei,verwandelt sich Dhrak­har in ein Mit­glied einer wahr­lich über­le­ge­nen Rasse.Einen Ork. Dann geht er ein­fach am Wach­raum vor­bei. In sei­nem Schat­ten pas­sier­tauch Turan den Wach­raum. Danach gehen ich und Wigand an dem Raum vor­bei.

Wir sehen eini­ge Lager­räu­me wäh­rend auf unse­rem Weg die Geräu­sche der Schmie­deim­mer lau­ter wer­den. Wir umge­hen einen Wach­pos­ten und erreich­ten durch wei­te­run­ge­nut­ze Tei­le der Mie­ne einen Weg wo wir meh­rer Holz­kar­ren den Stol­len­ent­lang rum­peln sehen. Offen­sicht­lich wir nur in dem Teil den wir bereits­ge­se­hen haben Erz abge­baut. In der Nähe der Schmie­de sind noch eini­ge Räume,die schein­bar nicht als Lager die­nen. Lei­der wer­den wir dort von Wache­ner­blickt, bevor wir den Raum der rot­haa­ri­gen Hexe fin­den kön­nen.

Die zwei Wachen sind kein wirk­li­ches Hin­der­nis für Turan und mich auch wenn­sie sich bes­ser schla­gen, als die Vier denen wir zuerst begeg­net sind. Lei­der gelingt es ihnen jedoch Alarm zu schla­gen.

Ein gro­ßer Schwarzork in Plat­ten­pan­zer erscheint. Auf sei­ne Zei­chen hin,beendet die noch ste­hen­de Wache den Kämpf und er for­dert mich auf mit ihm zukämp­fen. Mit dem Wis­sen das Dhrak­hars macht­vol­len Zau­ber auf mir liegt, kom­meich sei­ner Auf­for­de­rung mit Freu­den nach. Ich kann mir zwar bes­ser Zei­ten für­ein Zwei­kampf vor­stel­len. Ich bin bereits leicht ver­letzt und mein Glück für­die­sen Tag ist auch schon auf­ge­braucht, doch wer­de ich auch kei­ne ande­re Chan­ce­er­hal­ten.

Eini­ge Orks erschei­ne auch noch in den ande­ren Gän­gen, doch kei­ner greift inden Kampf ein oder attckiert einen mei­ner Beglei­ter. Sie alle schei­nen begie­rig­zu sehen wie die­ser Kämpf ver­lau­fen wird.

Mei­nen ers­ten Angriff par­riert der Schwar­ze. Mei­ne Zwei­ten weicht er aus.Meine Drit­ten par­riert er auch. Wie­fiel Gück mag die­ser Krie­ger haben? Mein­Vier­ter trifft, doch dringt nicht durch sei­nen Rüs­tung durch.

Er selbst benutzt eine Speer. Der ist nur schwer zu par­rie­ren. Sei­nen ers­ten­An­griff par­rie­re ich trotz­dem. Sei­nen zwei­ten Agriff wei­che ich aus. Sein­Drit­ter trifft. und reißt eine Wun­de in mei­ne Arm. Er hat sofort erkannt, dass­mei­ne Rüs­tung an den Armen noch Lücken auf­weißt und ver­sucht die­sen Vor­teil zunut­zen.

Mei­nen fünf­ten Angriff par­riert er. Mei­nen Sechs­ten weicht er aus. Mei­ne­Si­eb­ter trifft, rich­tet jedoch kei­nen Scha­den an. Sei­ne schwar­ze Haut scheint­s­ehr zäh zu sein. Auch mein ach­ter Angriff bleibt wir­kungs­los.

Schnell trin­ke ich einen Heil­tran­ke und die Wun­de an mei­nem Arm schließt­sich wie­der. Nun habe ich noch zwei Trän­ke an mei­nem Gür­tel.

Wie­der spannt sich der Kör­per des Schwarzorks für sei­ne nächs­te Serie anSchlä­gen…

um den Berg und in den Berg

Was ist pas­siert.

Egal was die Hel­den sonst so wol­len: Hier in der Mine lässt sich anschei­nend­nichts mehr machen, und so zie­hen sich alle wie­der ins Freie zurück. Drau­ßen­fällt sofort auf, daß der Oger mit sei­ner Schaf­her­de gar nicht mehr da ist.

Noch wäh­rend die Grup­pe ver­sucht zu Drakkhar zu sto­ßen, hören sie hin­ter­sich ein Rum­peln: Ein gro­ßer Holz­wa­gen, gezo­gen von zwei Och­sen fährt vorbei,beladen mit einem rie­si­gen Hau­fen Abfalls, sehr viel davon sind Res­te von­zer­leg­ten Tie­ren.

Einer Ein­ge­bung nach­ge­hend folgt die Grup­pe die­sem Wagen ver­dekt, und sieht,daß sein Ziel ein gro­ßer Schwei­ne­stall ist, bewacht von eini­gen Trol­len und­ei­nem zwei­tem Gob­lin­stamm.

Drakkhar und Wigand schwant, daß hier mehr los ist, als es den ers­ten­An­schein hat, und beschlie­ßen zuerst wei­ter zu kund­schaf­ten. Und tatsächlich:Auf der ande­ren Sei­te der Anhö­he fin­det sich ein wei­te­rer Ein­gang in das­Berg­werk, bewacht von drei ver­schie­de­nen Gob­lin­stäm­men!

Noch inter­es­san­ter ist jedoch der alte Kult­tem­pel der auf der Hügel­kup­pe steht.Tatsächlich sieht die­ser genau­so aus, wie die Rui­ne in See­haim-Gorn, nur daß­hier anschei­nend die Orks aktiv an sei­nem Ein­sturz arbei­ten — ange­lei­tet vonG­i­sel­le per­sön­lich!

Das gan­ze ver­wirrt die Grup­pe ziem­lich: Stand Gisel­le nicht mit den Cibola­ner­nim Bun­de? Und nutz­ten die­se nicht die Kult­tem­pel noch? Was wird hier­ver­nich­tet, und war­um?

Voll­ends ver­wirrt zieht sich die Grup­pe aber­mals zur Bera­tung zurück. AmEn­de ist nur eines sicher: Mehr Infor­ma­tio­nen müs­sen her, ohne die­se geht gar­nichts!

In der fol­gen­den Nacht wer­den zwei Din­ge in Angriff genom­men: Zum einen­stif­tet Thas­si­lo in den drei Gob­lin­la­gern Unru­he; durch cle­ve­res Ver­tau­schen­der Stam­mes­to­tems wie­gelt er die drei Stäm­me gegen­ein­an­der auf! Die Hoff­nun­gist es, durch die dadurch ent­ste­hen­de Unru­he woan­ders unge­stör­ter agie­ren zukön­nen…

In der Zwi­schen­zeit schau­en sich die ande­ren den zer­stör­ten Tem­pel noch­ein­mal an. Tat­säch­lich unter den Trüm­mern begra­ben liegt ein magi­sches Portal,genau wie in See­haim-Gorn. Doch durch die Fels­blo­cken ist es kom­plett­blo­ckiert.

Am Ende bleibt den Hel­den nichts ande­res übrig, als noch ein­mal in die Mine­zu gehen: Sie fin­den einen wei­te­ren Zugang, einen der tat­säch­lich auf den­ers­ten Blick unbe­wacht erscheint.

Lei­der nur auf den ers­ten Blick, denn kaum sind sie in die Tun­nel­ein­ge­drun­gen, da wer­den sie schon von einer klei­ne­ren Ork-Patroul­lie­an­ge­grif­fen! Ein hef­ti­ger Kampf ent­brennt, und am Ende sind die Hel­den­sieg­reich, doch mit wel­chen Ver­lust? Die Halb­lingbrü­der lie­gen schwer blu­tend­und wie tot am Boden.

Dunkle Geheimnisse

Wigand beob­ach­tet den Zwei­kampf aufs Äus­sers­te gespannt. Wenn er Glück hat,treibt Hurog den Kampf raus auf den ande­ren Gang, wo der Cham­pi­on wegen derEn­ge den Speer nicht so gut ein­set­zen kann. Und wenn Wigand ganz viel Glück­hat, ist dann der Weg zu Gisel­les Tür unbe­ob­ach­tet.…

Aber nein, es läuft ganz anders: Der Schwarzork treibt Hurog, und damit die­gan­ze Auf­merk­sam­keit genau auf Wigand zu!

Ihm bleibt nichts ande­res übrig als wei­ter zurück­zu­wei­chen, bis… ja bis erschließ­lich von Orks umringt wird, die ihn unmiss­ver­ständ­lich dazu auf­for­derns­eine Waf­fen abzu­ge­ben und sich zu erge­ben.

Resi­gniert ver­folgt Wigand den Kampf, dar­auf hof­fend, daß Hurog gewinnt.Vielleicht kann er dadurch die Grup­pe ret­ten, wenn er an die Ehren­re­geln des­Zwei­kamp­fes erin­nert. Aber der Schwar­ze ist zu stark, und Hurog schon zu sehr­an­ge­schla­gen: Unter einer Viel­zahl von Hie­ben geht Wigan­ds Gefähr­te zu Boden,blutend und geschla­gen, aber wenigs­tens noch am Leben!

Inner­lich schließt Wigand jetzt schon mit sei­nem Leben ab, doch da geschieht­das Unglaub­li­che: Gisel­le hat ange­sichts Hurogs Tap­fer­keit kei­ne ande­re Wahl­als die Hel­den nur gefan­gen zu neh­men, anstatt sie gleich umzu­brin­gen. Und­selbst die­se Gefan­gen­nah­me fällt wesent­lich glimpf­li­cher ab, als Wigand es sich­vor­ge­stellt hat­te: Die Grup­pe wird in ein kom­for­ta­bles Zim­mer eingeschlossen,und Thu­ran wird erlaubt Hurogs Wun­den zu behan­deln.

Wenig spä­ter klärt Gisel­le die Situa­ti­on auf: Wie Wigand gehofft hatte,benötigt sie die Grup­pe lebend, und ihre Hil­fe. Sie ver­spricht Thu­ran frei­es­Ge­leit nach drau­ßen, um dort Drakkhar (der heim­lich ent­kom­men konn­te) und­T­has­si­lo zu suchen und sie in die Mine ein­zu­la­den. Sie wür­den kei­ne Gefan­genen­sein, son­dern Gäs­te mit der Erlaub­nis jeder­zeit wie­der zu gehen. Sie schwörthei­li­ge Eide und über­zeugt die Grup­pe so, daß sie es ernst meint.

Wie­der ver­eint ruhen sich die Hel­den erst ein­mal aus und lecken ihre Wunden.Wenigstens droht nun kei­ne unmit­tel­ba­re Gefahr mehr, und Drakkhar und Wigand­nut­zen die Pau­se um ein Expe­ri­ment zu wagen: Mit Hil­fe von Dra­chen­wein nimmt­Wi­gand Drakkhar mit auf eine Traum­rei­se zu sei­nem Dra­chen­va­ter Ere­gor.

Die­ser ist höchst erstaunt über die­se Ent­wick­lung, und erfreut, daß seit­langer Zeit erst­mals wie­der ein Dra­go den Weg zu den Dra­chen fin­det. Drakkhar­wird so zum ers­ten Hohe­pries­ter des neu­ge­grün­de­ten Kul­tes der Dra­chen!

Am nächs­ten Mor­gen trifft sich die Grup­pe mit Gisel­le, und erfährt end­lich­vie­le Hin­ter­grün­de:

Gisel­le war eine treue Toch­ter des Dra­chen, bis der cibola­ni­sche Magier­meis­ter­Kel­len­wet sie mit einem Beherr­schungs­zau­ber in sei­ne Diens­te zwang. Lan­ge Zeit­ar­bei­te­te sie so gegen Cata­ra, bis sie durch einen Zufall ein altes magi­schesAr­te­fakt fand: Den Ring der Herr­schaft. Einem aus­ge­bil­de­ten Trä­ger erlaubt­die­ser Ring abso­lu­te Herr­schaft über hun­der­te von Leu­ten. Nicht ausgebildete,so wie Gisel­le schaf­fen es immer­hin auf eine knap­pe Hand­voll. Dazu immu­ni­siert­der Ring den Trä­ger gegen jede Art von Zwang, Regeln und Kon­trol­len. Kel­len­wets­Macht über Gisel­le war dadurch zwar nicht total gebro­chen, aber wenigs­tensge­blockt — Zum ers­ten Mal seit Jah­ren war Gisel­le wie­der Her­rin über die­ei­ge­nen Gedan­ken.

Lei­der blo­ckiert der Ring auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ihrem und Wigan­ds­Va­ter, so daß Wigand nun als Mitt­ler bei der Ver­söh­nung zwi­schen den bei­den­auf­tre­ten muss. Zusätz­lich stellt sich her­aus, daß in die­sem Berg­werk­buch­stäb­lich tau­sen­de Orks, Gob­lins, Trol­le, Oger und Bar­ba­ren lagern, die nach­Ende des Win­ters plün­dernd und brand­schat­zend gen Hel­lin­gen zie­hen wol­len. Einer­Streit­macht die­ser Grö­ße kann Hel­lin­gen wohl kaum stand­hal­ten.

Es obliegt nun den Hel­den Gisel­le sicher aus die­sem Berg zu gelei­ten, und­qua­si neben­bei die­se Inva­si­ons­ar­mee zu stop­pen…

Pläne, Schmäne

Am nächs­ten Tag set­zen sich alle zusam­men um Plä­ne zu schmie­den. Drakkharund Wigand hat­ten zusam­men in der vor­he­ri­gen Nacht lan­ge zusam­men­ge­ses­sen, und­ver­kün­de­ten nun ihre küh­ne Idee:

War­um nicht die­se Hor­de aus Orks und Bar­ba­ren in die Schlacht füh­ren, und­kurz vor Hel­lin­gen so viel Zwist und Unru­he stif­ten daß sie sich selbst­zer­fleischt? In all dem Tru­bel kann man dann leicht ver­schwin­den, und hat auch­noch Hel­lin­gen geret­tet.

Zu Wigan­ds Leid­we­sen trifft die­ser Vor­schlag über­haupt nicht auf Zustimmung.Nicht etwa weil es zu gefähr­lich sei, oder gar nicht funk­tio­nie­ren würde,sondern weil es zu lan­ge dau­ern wür­de. Die Inva­si­on wür­de ja erst in eini­gen­Mo­na­ten statt­fin­den, und wer weiß, was Kel­lern­wets Spio­ne in der Zeit in Catar­an­stel­len wer­den — im schlimms­ten Fall wird es gar kein König­reich mehr zuret­ten geben. So ist selbst Thu­ran abge­neigt die nächs­ten Mona­te in die­sem­Berg­werk zu ver­brin­gen, und auch Gisel­le drängt auf bal­di­gen Auf­bruch.

Sogar Thas­si­lo warnt sei­nen Bru­der: Schließ­lich weiß kei­ner, ob Kel­lern­w­e­thi­er nicht bald auf­taucht, um selbst nach dem Rech­ten zu sehen. Man dür­fe janicht ver­ges­sen, daß der cibola­ni­sche Zau­ber­meis­ter sicher bis jetzt bemerk­that, daß er Gisel­le nicht mehr kon­trol­liert.

So trös­tet sich Wigand damit, daß der Ver­lust der Füh­rungs­spit­ze die­se Hor­de­völ­lig desta­bi­li­sie­ren wird. Mit etwas Glück, ist sie damit gar nicht mehr inder Lage solch einen Angriff auf Hel­lin­gen durch­zu­füh­ren.

Schwe­ren Her­zens ver­wirft Wigand also den Plan und ent­wirft statt­des­sen eineMög­lich­keit zur gemein­sa­men Flucht. Gisel­le und ihr Ring der Macht wer­den­ele­men­ta­re Bestand­tei­le dar­in; schließ­lich kon­trol­liet sie den Ork-Häupt­lin­gund den jeweils mäch­tigs­ten Scha­ma­nen der Orks, Gob­lins und Oger. Aber auch­Drakkhers magi­sche Fähig­kei­ten wer­den uner­läss­lich sein…

Wäh­rend der nächs­ten zwei Tage wird Gisel­le eini­ge Befeh­le geben, offe­ne wie­ver­deck­te. Als ers­tes wird für alle umste­hen­den Orks ein Ver­hör der Grup­pe­durch den Ork­häupt­ling insze­niert. Die­ses soll, in den Augen der Orks,„neue Infor­ma­tio­nen“ zu Tage brin­gen. Eine die­ser gefälsch­ten­Ver­hör­ergeb­nis­se ist, daß es eini­ge Tages­rei­sen west­lich von hier einenOrkstamm gibt, der gro­ße Vor­rats­men­gen hor­tet und sie nicht an die Hor­de­ab­ge­ge­ben hat.

Also schickt der Häupt­ling sei­ne berit­te­ne Eli­te­trup­pe los, die gefähr­li­chenOrk-Wolfs­rei­ter, sowie eini­ge Wagen die dann die angeb­li­chen Vor­rä­te mit­neh­mensol­len. Die­se Wolfs­rei­ter sind ver­mut­lich die ein­zi­gen hier sta­tio­nier­ten­Ein­hei­ten die flüch­ten­de Hel­den ein­ho­len kön­nen.

Danach sorgt Gisel­le dafür, daß alle Waf­fen der Grup­pe die noch auf­zu­fin­den­wa­ren in der Kam­mer des Ork­häupt­ling gebracht wer­den — zur Unter­su­chung. Lei­der­fin­det sich nicht mehr alles, aber die wich­tigs­ten Stü­cke gelan­gen so wie­der inden Besitz der Hel­den. Nur Wigand ver­misst sei­ne wert­vol­len Zwer­gen­waf­fen, abe­rer ist zuver­sicht­lich auch spä­ter wie­der an sol­che Schät­ze zu gelan­gen.

Der Rest des Pla­nes war­tet nun noch auf sei­ne Aus­füh­rung:

Spä­ter am Tag soll Drakkhar heim­lich die Mine ver­las­sen und die im Wald­ver­steck­te Aus­rüs­tung und die Pfer­de zusam­men­su­chen. Klappt dies, kann er dan­nam drit­ten Tag mor­gens als Rabe Gisel­le vor der Mine tref­fen und mit­tels­ge­hei­mer Zei­chen den Erfolg oder Miss­er­folg mel­den.

Bis dahin wird Gisel­le ihrem Umfeld von einer begin­nen­den Krank­heit oder­Schwä­che berich­ten, so daß sie sich spä­ter am Tag, kurz vor Mit­tag in eine­Kam­mer „zur Ruhe“ bege­ben kann. Ab da wird der Ork-Häupt­ling­ver­kün­den dass ihr „unwohl sei“, und „nie­mand aus­ser ihm„mit ihr spre­chen darf. Solan­ge wie irgend mög­lich soll nun der Häupt­ling vortäuschen,daß Gisel­le und die Gefan­ge­nen in ihren Zim­mern sind, sie aber nie­mand sehen­kön­nen oder dür­fen. Wigand ist fest davon über­zeugt, dass die­se List min­des­ten­sein bis zwei Tage hal­ten wird, bevor jemand tat­säch­lich nach­schaut.

Punkt Mit­tag am drit­ten Tag wird der Ork­häupt­ling in die Schmie­de gehen und­die drei Orks vom Wach­turm zu einer Stand­pau­ke her­un­ter­ru­fen. Damit wer­den­die­se für gut fünf bis zehn Minu­ten von ihrem Pos­ten abge­zo­gen, und der­Not­aus­gang direkt neben dem Turm ist unbe­ob­ach­tet. Genau die­ser Not­aus­gan­gen­det näm­lich in der Kam­mer des Ork­häupt­lings, in wel­cher sich die Hel­den undG­i­sel­le gera­de „zum Ver­hör“ auf­hal­ten.

Wenn nun Drakkhar, gera­de in Raben­form und außen an die­sem Not­aus­gang, sieht­wie die Orks vom Wach­turm abzie­hen trinkt der einen Schluck Dra­chen­wein, wohl­wis­send daß Wigand beim Auf­bruch des Ork­häupt­lings zur Stand­pau­ke genau das­glei­che getan hat. Durch die dra­chi­sche Ver­bin­dung kann nun Drakkhar Wigan­d­si­gna­li­sie­ren, daß „die Luft rein ist“. Geschwind wer­den nun alle­durch den Not­aus­gang ent­kom­men, den Deckel wie­der schlie­ßen (wobei zur Notei­ner der bezau­ber­ten Scha­ma­nen von innen hel­fen kann), um dann im Schut­ze des­Wal­des zu ent­kom­men.

Drakkhar fliegt als Rabe vor­aus, um von Hel­lin­gen aus mit bewaff­ne­ten­Rei­tern den Gefähr­ten wie­der ent­ge­gen zu kom­men, wäh­rend der Rest im höchs­ten­Tem­po von der Mine weg­rei­tet.

Nur eine Gefahr gibt es noch: Der Jäger. Die­se geheim­nis­vol­le Gestalt rei­tetauf einem Hip­po­gry­phen und wird vom Ork­häupt­ling häu­fig geru­fen um feind­li­che­Kund­schaf­ter aus­zu­schal­ten. Aber auch hier hat Wigand Vor­sor­ge getroffen:Sollte irgend­ei­ner der Orks nach dem Durch­schau­en des Pla­nes auf die Ide­ekom­men die­sen Jäger zu rufen, haben die bezau­ber­ten drei Scha­ma­nen den Befehl­die­sen mit allen ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel zu töten!

Die gan­ze Grup­pe gibt sich zuver­sicht­lich, die­ser sei Plan seh­r­er­folg­ver­spre­chend. Aber bevor er end­gül­tig umge­setzt wird, will Drakkhar sicherst ein­mal Kel­lern­wets Lager­raum hin­ter Gisel­les Kam­mer anse­hen. Schließ­lich­war­ten in die­sem Lager 8 schwe­re magisch gesi­cher­te Tru­hen und jede Men­ge­Un­ter­la­gen auf ein genaue­res Stu­di­um…

Fallen und Fluchten

Die sie­ben Tru­hen in Kel­lern­wets gehei­mer Kam­mer sind schon auf den ers­ten­Blick impo­sant. Eini­ge von ihnen sind kom­plett mit Metall beschla­gen, eini­ge­ha­ben impo­san­te Vor­hän­ge­schlös­ser, und eine scheint sogar kom­plett mit Magie­ver­schlos­sen zu sein!

Auf jeden Fall stel­len Drakkhar und Wigand schnell fest, dass alle Tru­hen­durch Magie geschützt sind, und so macht sich der Dra­go ans Werk: Es müsste­doch zu schaf­fen sein, die­se Zau­ber zu bre­chen.

Doch so ein­fach ist es nicht. Schon die ers­te Tru­he die Drakkhar in Angriff­nimmt erweist sich als bes­ser geschützt als gedacht: Zwar stellt er schnell­fest, dass es sich wohl um einen Rost­zau­ber han­delt, aber bre­chen kann er ihn­nicht. Auch eini­ge der ande­ren Tru­hen wider­ste­hen sei­nen mys­ti­schen Kräf­ten.

Aber bei der sieb­ten Tru­he gelingt es end­lich, und Drakkhar ver­kün­det, das­ses kei­ne schüt­zen­de Magie mehr auf ihr gäbe. Nun schlägt Thas­si­los Stunde:Vorsichtig unter­sucht er das Schloss der Tru­he. Nach einer Wei­le und mit­Drakkhars Unter­stüt­zung (der Dra­go­ma­gi­er sah für Thas­si­lo durch die­Me­tall­be­schlä­ge) steht für den Halb­ling fest, dass es sicher­lich eine Fal­legä­be. Evtl. wür­de ein Ver­rü­cken der Tru­he hel­fen.

Hurog macht sich prompt an die Arbeit — was er bes­ser hät­te las­sen sollen:Ein lei­ses „Klick“ ist die ein­zi­ge War­nung, und plötz­lich steht der­ge­sam­te Raum in Flam­men!

Gera­de noch gelingt es den Hel­den aus der sich immer schnel­ler mit Rauch­fül­len­den Kam­mer in den Flur zu flüch­ten. Gisel­le lenkt die Ork­wa­che ab, die­Halb­lingbrü­der dich­ten die äuße­re Tür gegen den Qualm ab, und alle ret­ten sichin das Neben­zim­mer.

Die nun fol­gen­de Nacht ist unru­hig. Thu­ran ver­bin­det die zum Glück­glimpf­li­chen Brand­wun­den, und alle hof­fen, daß das Feu­er sich weder ausbreitet,noch bemerkt wird. Und tat­säch­lich: Sie kön­nen am nächs­ten Mor­gen unbe­hel­lig­tin die schwarz ver­ruß­ten und kom­plett ver­wüs­te­ten Räu­me zurück­keh­ren!

Nun bedeu­tend vor­sich­ti­ger ver­sucht Drakkhar noch ein­mal die magi­schen­Sper­ren zu lösen, aber nur die bereits geöff­ne­te Tru­he lässt sich im End­ef­fekt­plün­dern: Wigand steckt ein wun­der­schön gear­bei­te­tes Schwert in sei­nen Gürtel(zweifelsfrei eine Zwer­gen­ar­beit, das Griff­stück in Form einer Greifenklaue.Hurog erkennt die Arbeit des Schmie­de­klans), und Drakkhar steckt eine auf den­ers­ten Blick unschein­ba­re Eichel ein, die aber für das geschul­te Auge als­ma­gi­sches Arte­fakt unbe­kann­ter Kräf­te erkenn­bar ist.

Nun end­lich kann der eigent­li­che Flucht­plan umge­setzt wer­den: Drakkhark­lei­det sich in die Illu­si­on eines Ork­krie­gers und gelangt so unbe­hel­ligt ins­Freie. Und tat­säch­lich fin­det er auch die Pfer­de der Grup­pe in gutem Zustand­wie­der — einer erfolg­rei­chen Flucht scheint nichts im Wege zu ste­hen.

In der Mine beginnt Gisel­le damit ihre „Krank­heit“ vorzutäuschen,und als sie am nächs­ten Mor­gen zum „Luft schnap­pen“ im Dorf ist,signalisiert Drakkhar ihr in Raben­form, dass alles vor­be­rei­tet ist.

Von hier aus geht alles glatt: Der Ork­häupt­ling lenkt die Wachen ab,Drakkhar signa­li­siert das mit­tels dra­chi­scher Gedan­ken­ver­bin­dung an Wigand, und­die gan­ze Grup­pe ent­kommt sicher in den Wald. Hier trennt sich Drakkhar wie­der­von ihnen, um als Rabe vor­aus zu flie­gen.

Ohne Pro­ble­me kommt er in Hel­lin­gen an, wo er dem Hüter des Südens von der­ver­sam­mel­ten Armee berich­tet. Die­ser ist ent­setzt, und bereut sei­nen­Ent­schluss, die Armee des Südens im nörd­li­chen Teil Hel­lin­gens ver­sam­melt zuha­ben, wo sie poten­ti­ell abtrün­ni­ge Adli­ge in Schach hal­ten sol­len. Erver­spricht aber, umge­hend 10 Män­ner den Hel­den ent­ge­gen zu sen­den.

Für die ande­ren scheint es die ers­ten zwei Tage so, als ob ihre Flucht ohne­Kom­pli­ka­tio­nen von­stat­ten gehen wird. Doch eini­ge Stun­den vor dem Grenz­gast­hof­wer­den Hurog und Thu­ran plötz­lich von Pfei­len aus dem Hin­ter­halt getrof­fen!

Nicht wis­send mit wie vie­len Geg­nern sie es zu tun haben, oder wo gen­au­die­se sich ver­steckt hal­ten ver­schan­zen sich die Hel­den erst ein­mal, wei­ter­hin­un­ter Pfeil­be­schuss. Nur Hurog stürmt vor, zwar ohne genau­es Ziel, aberim­mer­hin in die anschei­nend rich­ti­ge Rich­tung.

End­lich erspäht Gisel­le den Schüt­zen auf einer klei­nen Anhö­he, ver­schanz­t­hin­ter Fels­bro­cken. Sie schleu­dert mit Hil­fe ihres magi­schen Rin­ges einen­Feu­er­ball auf ihn, und end­lich hat Hurog ein genau­es Ziel vor Augen. Auch­Wi­gand macht sich umge­hend auf den Weg dahin, den brei­ten Rücken des Orks als­De­ckung nut­zend.

Ein hal­bes Dut­zend Pfei­le pral­len an der Rüs­tung des Orks ab, aber eini­ge­ver­wun­den ihn auch leicht, bis er end­lich am Hang ankommt. Der Jäger, denn umkei­nen ande­ren han­delt es sich hier, sieht end­lich ein, dass er so gegen Huro­gnichts aus­rich­ten kann. Mit kalt­blü­ti­ger Effi­zi­enz ändert er kur­zer­hand sei­ne­Tak­tik, und schießt einen ein­zel­nen, wohl­ge­ziel­ten Pfeil auf Gisel­le!

Wigan­ds Schwes­ter stürzt wie erschla­gen zu Boden, und Thas­si­lo erkennt­so­fort, dass sie von einem ver­gif­te­ten Pfeil getrof­fen wor­den ist! Zum Glü­ckist Thu­ran ein Meis­ter der Heil­kunst, und hat­te sich auf sol­che Fäl­le­vor­be­rei­tet — wer weiß, wie lan­ge Gisel­le noch gelebt hät­te, wäre er nichtso­fort mit einem Gegen­mit­tel zur Stel­le gewe­sen…

Wohl davon aus­ge­hend, dass sein fei­ger Anschlag geglückt sei, springt der­Jä­ger auf sei­nen Hyp­po­grei­fen, und ent­kommt noch bevor Hurog oder Wigand beii­hm ein­tref­fen. Die Pfei­le die Hurog dem Reit­tier noch frus­triert hin­ter­her­schick­ter­rei­chen es lei­der nicht mehr…

Auszug aus Drakkhars Reisetagebuch — ??

Nach lan­gem Hin und Her haben es mei­ne Gefähr­ten end­lich nach Hel­lin­gen­ge­schafft.

Was tut man nicht alles für das Reich, aber es mach­te mich schon ner­vös die­bei­den Kin­der Ere­gors ohne mein Bei­sein flie­hen zu las­sen.

Nun… Gie­sel­le ist haar­scharf mit dem Leben davon gekom­men und auch die­an­de­ren sahen ziem­lich mit­ge­nom­men aus.

Um Gisel­le täte es mir nicht leid, obwohl sie ein Kind Ere­gors ist, aber­Wi­gand stell­te ja schließ­lich mei­ne Ver­bin­dung zu dem Dra­chen her und irgend­wie­füh­le ich mich ver­pflich­tet auf ihn Acht zu geben.

Nun… die Auf­ga­be als Ers­ter Pries­ter Ere­gors stellt mich eben vor neue­Her­aus­for­de­run­gen, und sei es auf einen Men­schen Acht zu geben.

Wie dem aber auch sei. Es ist Wigand und mir lei­der nicht gelun­gen einen­Kon­takt zwi­schen Gisel­le und ihrem Vater her­zu­stel­len. Es hät­te mich aber auch­ge­wun­dert, wenn der Dra­chen­wein tat­säch­lich stär­ker als das Arte­fakt wäre,welches Gisel­le an ihrem Fin­ger trägt.

Ich den­ke, die ein­zi­ge Mög­lich­keit für Gisel­le in Kon­takt mit Ere­gor zutre­ten, wird über mich und die Got­tes­diens­te sein. Dar­um wun­dert es mich umso­mehr, dass sie sich von mei­nem ers­ten Got­tes­dienst an Ere­gor fern­hielt.

Cap­tain Charrn wie­der­um war gera­de­zu ver­zückt zu hören, dass die alten­Ver­trä­ge wie­der aus der Ver­ges­sen­heit geholt wur­den und auch wenn er wohl kein­be­kehr­ter Gläu­bi­ger sein wird, so wird er doch die fro­he Kun­de in die Welt­tra­gen, dass die Dra­gos ihren ange­stamm­ten Platz an der Sei­te der Dra­chen­ein­neh­men wer­den.

Wigand und sei­ne Geschwis­ter wer­den die Hil­fe der Dra­gos mehr als nötig­ha­ben, wenn man den Pro­phe­zei­hun­gen auch nur zur Hälf­te glau­ben schen­ken mag.

Nun gut… glück­li­cher­wei­se brach­te uns Charrn ohne Pro­ble­me zurück nach Catarund dort ver­nah­men wir die fro­he Kun­de, das König Dar­in wie­der gesun­det sei.Der Prä­lat Rilos sei aus der Stadt ver­trie­ben und der König habe wie­der fürOrd­nung gesorgt.

Eine ein­fa­che Nach­richt, die Freu­de und Sor­ge zugleich bedeu­tet.:

Die Freu­de, dass die Cibola­ner ein wei­te­res Mal in ihre Schran­ken gewie­sen­wur­den und die Sor­ge, dass es in guten Zei­ten um so schwie­ri­ger sein wird,einen neu­en Glau­ben zu eta­blie­ren.

Wie wir ver­nom­men haben, wer­den sogar die Drui­den hier in der Haupt­stadt als­He­xer ange­se­hen.

Nun ja, wenn ich mir vor­stel­le, wie mein alter Lehr­meis­ter mit sei­nen­Wei­den­män­nern nach Eichen­wei­her gelangt ist und die dor­ti­ge Hex­er­stadt dem­Erd­bo­den gleich­ge­macht hat, dann fällt es mir nicht schwer die Furcht der­Be­völ­ke­rung zu ver­ste­hen.

Damals gab es den Kult und die Aka­de­mie. Alles ande­re waren Hexer.

Nun gibt es den Kult, die Aka­de­mie, die Cibola­ner, die Drui­den, die neu­e­Kir­che der Dra­chen und zusätz­lich zu den Raben­he­x­ern auch noch die­Spin­nen­he­xer. Selbst mir schwin­den die Sin­ne, wenn ich die­se Ver­än­de­run­gen­be­ob­ach­te.

Wür­de man dem Volk nun auch noch erzäh­len, dass sich die vier Ele­men­te der­Ma­gie ver­flüch­tigt haben und statt­des­sen die Win­de der Magie die Welt­um­schlie­ßen, wür­den sie wohl wahn­sin­nig wer­den.

Ich muss es also genau pla­nen, wie ich die neue Kir­che der Dra­chen vor dem­Reich und der Kro­ne eta­blie­ren soll.

Die Göt­ter jeden­falls wis­sen, dass ich beschlos­sen habe den älte­ren­Ver­pflich­tun­gen nach­ge­ge­hen.

In einem Gebet an Noma­kon ver­ab­schie­de­te ich mich von ihm. Ich hof­fe er weiß,dass ich im guten gehe und die Kir­che der Dra­chen kein Geg­ner der Göt­ter sein­wird. Ich habe mich auch dazu ent­schlos­sen den Mag­mos­schwur trotz meines­Kon­ver­tie­rens zu erfül­len und den Degen wie­der in mei­nen Besitz zu brin­gen. Daswird den Göt­tern zei­gen, dass sie in mir kei­nen neu­en Geg­ner sehen brau­chen und­wird das Ver­hält­nis zu den Zwer­gen und zu Thu­ran ver­bes­sern.

Ich kann mir sehr wohl vor­stel­len, dass die Zwer­ge etwas vor­ein­ge­nom­men sein­könn­ten, aber das wäre ja nichts Neu­es.

Nun mein lie­ber cibola­ni­scher Freund, der Du den Degen gestoh­len hast.Nun ist es nicht mehr nur ein ein­fa­cher Dra­go und Noma­kon-Pries­ter, dem Du auf­den Schwanz getre­ten bist. Nein, jetzt hast Du es mit dem Ers­ten Pries­te­rE­regors, dem Begrün­der und Hohe­pries­ter der Neu­en Kir­che der Dra­chen zu tun.

Und eines sei Dir gewiss, die Neue Kir­che der Dra­chen und Cibo­la wer­denk­ei­ne guten Freun­de sein.“

Erstaun­li­cher­wei­se scheint Ere­gor sei­ne Brut über­all hin­ter­las­sen zu haben​.Es ist eine wei­te­re Toch­ter auf­ge­taucht. Wigand hat sie aus den Fän­gen der­Gil­de befreit. Nun­ja… sie scheint etwas ein­fa­cher gestrickt zu sein. Wobeiich das­sel­be von Wigand befürch­te, trotz unse­res Unter­richts kann er immer nochnicht die magi­schen Win­de foku­sie­ren.