Szene I: Seine Familie kann man sich nicht aussuchen

Wie mit Kapitän Charn besprochen sticht die Wellenklinge zeitig in See. Die Reise nach Hellingen, der Hauptstadt Fellands verläuft dann auch ohneZwischenfälle.

Erst bei der Ankunft vor Hellingen wird den Helden wieder gewahr, dass dasLand im Krieg steht: Die Hellinger haben ihre Hafeneinfahrt mit zwei gezieltversenkten Schiffen komplett blockiert. Bewaffnete Lotsenboote kontrollierenjedes ankommende Schiff.

Es gelingt allerdings ohne größere Probleme die Wachleute und Soldaten davonzu überzeugen, dass die Helden keine Cibolaner sind, und so gelangt man endlichwieder an Land.

Die Hauptstadt Fellands erscheint ungefähr genauso beeindruckend wie Ossum.Schnell ist ein halbwegs gemütlicher Gasthof gefunden, und während die anderensich erst einmal stärken, holt Wigand ein paar aktuelle Erkundigungen ein:

Er findet heraus, daß Baron Atanis als Hüter des Südens über das letzte stehendeHeer des Reiches verfügt. Zum Glück sind die Barbaren im Süden seit einigenMonaten relativ ruhig. Seit zwei Monaten ist keine Karawane unterwegs gewesen,und demzufolge auch niemand überfallen worden.

Am nächsten Morgen macht die Gruppe ihre Aufwartung bei Baron Atanis. Esstellt sich heraus, dass Baron Ottokar von Karsath zu Besuch ist! Baron Atanisbietet die Gruppe an, den Süden zu erkunden. Als Gegenleistung erhalten sie proNase 2 Pennige pro Tag, und freie Ausrüstung.

Im Anschluss ergibt sich noch ein Gespräch mit Ottokar von Karsath. Dieserfreut sich die Helden zu treffen. Grund seines Aufenthalts hier ist der(vergebliche) Versuch Baron Atanis für König Gerd zu gewinnen.

Baron von Karsath erfährt im Groben von den Plänen der Helden und händigtdiesen daraufhin den Schlüsselstein für das Portal nach Myrandia aus.

Quasi als Gegenleistung, und um die Integration der Druiden voranzutreibenerhält sein Magier dafür das Zweigmännlein. Er verspricht es auf Hexerei zuuntersuchen, und die Ergebnisse der Akademie bekannt zu geben. Baron vonKarsatz wird eindringlich darauf hingewiesen, dass die Druiden unschätzbareVerbündete sein könnten.

Durch einen Traum erfährt Wigand, dass eines seiner Geschwister vor kurzemin der Stadt war. Nachforschungen ergeben, dass eine junge rothaarige Frau vor6 Tagen in Richtung Südwesten aufgebrochen ist.

Gestärkt und ausgerüstet reitet die Gruppe zu Pferde los. Kurz vor demGasthof Katzenkrieger entdecken sie einen einzelnen Reiter hinter sich,ignorieren ihn aber.

Die Nacht verbringen alle im Katzenkrieger, auch der einzelne Reiter und einalter Waldläufer.

Vom Wirt erfährt Wigand, daß die rothaarige Frau alleine hier war, undgleich weiter nach Süden gereist ist.

Wigand gibt dem Waldläufer Jonathan einen aus, woraufhin dieser einigeInformationen über die Gegend preisgibt: Die Dörfer auf der Karte heissenTiefenbach, Kaltenbrunn (ein ehemaliges Bergwerk), Drassburg (beherrscht vomBarbarenhäuptlink Drass) und Schwarzbrunn.

Am nächsten Morgen geht es dann weiter. Auf Nachfrage erfährt ThuranSchildnase, dass der fremde Reiter schon sehr früh aufgebrochen ist, evtl. auchgen Süden….

Auszug aus Drakkhars Reisetagebuch – Oktober im Jahr 191

Die Barbarenlande! Wenn es nicht um eine cibolanische Mark gehen würde, ichhätte mich ja nie auf diesen Irsinn eingelassen. Die Überfahrt mit KapitänCharn war ja angenehm genug, aber das hier?

Das Land ist öde, nirgendwo wirkliche Zivilisation, und dann soll es hierauch noch von Goblins, Ogern und Barbaren nur so wimmeln! Was finden dieWarmblüter bloss an dieser Gegend?

Nun, Wigands Idee zu Pferde zu reisen war sicherlich nicht seineschlechteste. Nicht das ich vorgeben würde zu wissen was ihn diesmal hierantreibt, er faselte wieder etwas von einer rothaarigen Frau. Kann es angehen,dass seine komische Familie wirklich überall ist?

Ich kann ihn jetzt leider gerade nicht fragen, er ist mit dem Halblingvorausgeritten um „die Gegend zu erkunden.“ pfff.. wenn er meint dastun zu müssen, will ich ihn nicht aufhalten.

oh, das ist lustig! Wigand hat irgendetwas im Fluss gesehen, und wollte esherausfischen. Anstatt sich endlich seiner Begabung zu besinnen und diesen dochnun wirklich einfachen Wasserwandeln-Zauber zu erlernen balancierte er übereinige Steine, und hantierte mit einem langem Stock.Mir war ja vollkommen klarwie das enden musste, und das laute Platschen als er ins Wasser fielüberraschte bestimmt nicht einmal den Ork.

Das Aufheben das Hurog dann aber um die so gefundene Goblinleiche, und vorallem um die Pfeile in ihrem Rücken macht ist mir allerdings schleierhaft. Siesind selbstgemacht, aus Eibe oder so, na und?

Hurog wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass der Schütze alleine seinmuss, dass es keinen Pfeilmacher in seiner Umgebung gibt. Was immer das jetztwieder soll…

Dieses Nachtlager ist schrecklich. Hurog, Wigand und selbst Thuran sind sicheinig, dass dies eine perfekte Position ist, gut zu verteidigen, sicher, mitschönem Beobachtungsposten…

bah, der Boden war hart, der Fels kalt. Meine Rückenschuppen sind ganz zerkratzt.

Das ist also das Dorf Tiefenbach. Macht ja nicht viel her, obwohl die Ideemit den Häusern auf Stelzen angesichts der Lage (mittem im Morast des Flusses)ja schon ganz nett ist. Vielleicht wurde das Dorf mal von einem Dragoinspiriert? Hier hat wohl jeder am Wasser wohnen wollen.

Auf jeden Fall ist es verlassen. Gründlich verlassen, alles was nichtunverrückbar fest war, ist mitgenommen worden. Geschirr, kleinere Möbel,Kleider, Essen, Netze, Seile, Hängebrücken – ja sogar eine mittelgroße Holzbrückewurde säuberlich abgebaut.

Das einzige was die gründliche Suche von Hurog und Wigand zu Tage gebrachthat, ist noch so ein selbstgeschnitzter Pfeil, und das Wissen, dass zwei Häusermal als Nachtlager benutzt wurden. Welch Wunder! Das hätte sich doch jederdenken können. Immerhin wissen wir aber nun, dass der Reiter hier letzte Nachthalt gemacht hat, und weiter in Richtung Kaltenbrunn oder gar Drassburggeritten ist – die Feuerstelle war noch warm!

Schön zu wissen, aber können wir jetzt endlich weiter?

Berge! Der Weg den uns Wigand folgen lässt gabelte sich kurz hinterTiefenbach. Er meinte, dass der Teil der in die Berge führt wohl zu Kaltenbrunnführen müsse. Natürlich nicht. Wir fanden nur eine alte zwergische Probemine,ohne jeglichen Inhalt.

Wigand wollte dann zuerst gleich dort Rast machen. Erst als ich doch rechtdeutlich darauf hinwies, dass Kaltenbrunn wohl doch weiter westlich liegenmüsste, und wir es sicher nicht mehr heute erreichen würden gab er seinEinverständnis zur Weiterreise. Wieso hören eigentlich alle auf ihn. Wenn erjetzt ein Drago wäre…

Nun, wie es auch sei, im Endeffekt haben wir auf einer kleinen Lichtungunser Lager aufgeschlagen. Ich soll jetzt Wache halten, lächerlich!

Ein Wachzauber am einzigen Zugangsweg, und gut ist es!

Kaltenbrunn. Das klingt schon so fürchterlich. Aus der Nähe betrachtet siehtes auch nicht viel besser aus. Nachdem Thassilo und Wigand sich diesen Ortschon von weitem angesehen wollten sie dann, dass ich es mir als Rabe malgenauer ansehe.

Ein kleines wehrhaftes Dorf um eine Mine herum. Mit einer Holzpalisadeschützen sie sich gegen Feinde, allerdings frage ich mich, welche das seinsollen: In Kaltenbrunn leben Menschen mit Orks, Ogern und Goblins zusammen! DieGoblins schicken Wolfsreiter als Kundschafter los, Orks halten von einem Turmaus Ausschau, ein Oger hütet die Schafe… Das ist reinster Irrsin hier!

Wie es auch sei, hinein kommt man ungesehen nicht. Und der Reiter war hierauch, ist inzwischen sogar wieder aufgebrochen, zurück nach Hellingen glaubtWigand.

Hurog und er haben sich auf jeden Fall geeinigt morgen noch etwas von aussenzu beobachten, und übermorgen sollen wir dann alle über einen hoffentlichunbewachten Luftschacht in die Mine eindringen. Schon wieder unter die Erde!Hört das denn nie auf?!

Goblins! Hier in unserem Lager! Zwei von den kleinen Kerlen haben unserLager ausspioniert, und als Thassilo und Wigand sie dingfest machen wolltenhaben die glatt mit Armbrüsten auf uns geschossen!

Hurog meint, die hätten verflixt schnell nachgeladen, ganz schön gewandt dieKerle. Auf jeden Fall hat Hurog (mal wieder) den einen recht fix weggehauen.Den anderen konnte Wigand lebend gefangen nehmen. Wenigstens das konnten dieohne mich erledigen.

Mal sehen, was das Verhör ergibt…

Interview mit einem Goblin

Immer noch nicht ganz bewusst, was eben passiert war und im Halbschlaf,sieht Thuran, wie Wigand den lebend gefangenen Goblin fesselt. Hmm, Hurogscheint es auch erwischt zu haben, der greift auch zu Heiltränken denkt sichThuran. Wigand ist scheinbar schon wacher, mal schauen, was er mit dem Goblin.

Wigand stellt sich dicht neben den äußerst verschüchtert wirkenden Goblin,der immerhin die Frage nach seinem Namen beantworten kann „Gritznak“.

„Wow“, denkt sich Thuran, „es spricht sogar“.

Thuran beobachtet das Verhör genüsslich:Wigand macht das echt gut, der tumbeGoblin ist natürlich nicht besonders helle, aber kann tatsächlich einigewichtige Fragen beantworten. Diese rothaarige Frau ist in den Bergen und heißtGiselle, soso.Im Winter war sie das erste Mal hier, was treibt die bloß an?Aber das sie sich mit Orks und dessem Häuptling Pradek Zungenessereinlässt…Was können Orks dieser Adligen geben? Sehr merkwürdig…Aha, dieGoblingruppe ist schon vor dem Winter hier heimisch geworden. Vermutlich, weilder Goblin-Chief Nazug mit nem Kettenhemd von den Orks geschmiert wurde, was? Fieses, tumbes Pack *ausspuck*.

Der Bote,den wir im Gasthaus getroffen haben, war also tatsächlich hier, umvor uns Fünf zu warnen, so ein Mist !

Die „Orkse“ scheinen hier also das Heft in der Hand zu haben,komische „Völkerversammlung“ sinniert Thuran weiter, während Huroglaut spricht „Wir haben alles erfahren, lasst uns zurück reiten“. Äh,was ist denn mit dem Ork… Ach so, eine Finte, manchmal überrascht mich dieserKraftbolzen immer noch ist Thuran überrascht. Wigand lässt den Goblin daherecht am Leben, naja, kann man nichts machen, sinnloser Mord ist nicht gut, undeine gescheite Finte sicher besser als ein toter Goblin mehr ist Thurantrotzdem etwas betrübt.

Gen Felland reitend geht es mit einigen Pilzen mehr im Gepäck sowie den 2Armbrüsten der Goblins bei Hurog bis zum Fluss, soweit so schlecht. Aber HurogsIdee, nun Drakkhar alle Pferde zur alten Suchschachtmine bringen und ihnfliegend nachkommen zu lassen ist schon gut.Nur die Folge, durch den Fluss biszu dem von Drakkhar vermuteten Zugang zur Mine im Hügel zu latschen, der mussdoch nicht ganz bei Trost sein…Völlig durchnässt latschen die vierVerbliebenen zum Spurenverwischen stundenlang im Sonnenaufgang gen Hügel.DankWigands kundschaften können Sie den Oger und seine Schafherde umgehen, auchwenn dies etwas länger dauert. An der Hügelkette finden sie recht schnell denSteinklotz, den Drakkhars auf seinem Aufklärungsflug erkundet hatte. Hurog scheintsehr erpicht zu sein, schnell ins Innere zu kommen und will den Steinklober fixwegschieben, so ein Blödsinn. Ich bestehe darauf, erst den Klotz zu bewegen,wenn Drakkhar mal geschaut hat, was drunter ist, wozu haben wir die arkanenKünste dieses sensiblen Drachentiers…

Daher grübeln die vier, wie man den Steinklotz am Besten wegbekommt. Ichsammle ein paar Stöcker ein, die man eventuell als Hebel benutzen kann,allerdings macht der steile Hügel dies schwierig. Während die Gruppe nochgrübelt kommt Drakkhar angeflogen. Er schaut unter den Stein und entdeckt eine Seilkonstruktion, die tatsächlich für einiges Unheil aus unserer Sicht hättesorgen können, wenn wir den Stein zur Seite geschoben hätten. Also hilft nurvorsichtiges Anheben und alle außer Thassilo versuchen den Steinklotzanzuheben, während dieser kleine Steine drunter packt.Boah, ist das Teilschwer. Aber es klappt nach einiger Anstrengung, das Seil wird von Hurogvorsichtig eingesetzt, so dass wir alle rein können. Warum Drakkhar bei solchen Kraftakten bloß nie ins Schwitzen kommt?

Runter geht es und bald tauchen dicke Probleme auf. Nach einer Weggabelungentdeckt Thassilo eine Kreuzung, die von zwei Orks bewacht wird. KeinVorbeikommen. Und ein Hämmern ist auch zu hören, hach, welch schönes Geräuschin meinen Ohren!

Naja, abwarten und beobachten ist die Devise. Leider wird es nicht besser.Ab und zu schieben Orks ne Lore voller Eisengeröll vorbei, die Wachen werdenabgelöst… Wigand schafft es, sich näher an die Arbeiterheranzuschleichen…Hm…Da scheint einiges abgebaut zu werden, Respekt. Späterkann sogar noch beobachtet werden, wie Gisell und drei Leibwachen, einer davonanscheinend der Häuptling in Vollplatte die Arbeiter besuchen und ihnen wohlgut zureden.Gisell hat anscheinend das Sagen, erstaunlich ! Hurog kann nur mitsehr großer Mühe abgehalten werden, denen hinterherzurennen und in den sicherenTod zu laufen. Sich mit allen in der Mine anzulegen zu wollen ist töricht, aberda gehen wohl die animalischen Teile des Orks mit ihm durch.

Die Gruppe beschließt, das Manöver im Berg abzubrechen und zieht sich nachdraußen zurück. Es herrscht Einigkeit, dass einer dem Hüter des Südens bescheidsagen muss. Hier schnell einzugreifen, bevor eine größere Armee ausgerüstetwerden kann, scheint geboten. Thuran schlägt vor, dies Drakkhar als Rabe machenzu lassen, da nur er in der Lage wäre, binnen eines Tages die Strecke zuüberwinden. Wigand schlägt vor, dass die anderen sich in der Zwischenzeit dasandere Dorf ansehen können, ob die Bewohner nun hier hausen, gleichzeitig istder Gedanke präsent, eventuell Gisell auf der Rückreise oder einem Ausflugfestnehmen zu können.

Nun muss nur noch Drakkhar den Mut aufbringen, durch das halbe Land zufliegen…

Ork im Dunkel

Turan scheint sichtlich beeindruckt zu sein von den Wunden, die die Pfeileder meines Volkes gerissen haben. Lange werkelt er an Wigand herum. Häufigschüttelt er dabei den Kopf, unsicher das richtige zu tun, doch am Endeverabreicht er Wigand einige Tränke und er schein wieder zu Kräften zu kommen.Bei Thassilo hat er jedoch weniger Erfolg. Seine plumpen Hände scheinen die grobe Wunde in Thassilos zarten Körper irgendwie nicht in den Griff zubekommen. Dann entscheiden wir, Thassilo zur Beobachtung des Dorfes nachdraußen zu schicken und stattdessen Dhrakhar mit in dieser wohnlichen Stollenweiter zu erforschen.

Wir wandern die unterirdischen Wege einige Stunden entlang. Hier sind vieleStollen, in denen nun kein Bergbau mehr betrieben wird. Auch diese Mine istwohl in weiten Teilen ursprünglich von Zwergen geschaffen worden. Auf unserenWegen finden wir noch einige Ausgänge die alle mit einer Seilkonstruktionversehen sind.

Eines ist jedoch ungewöhnlich am Ende eines Stollens befindet sich eineeinfache Tür. Dhrakhar nutzt seine Magie nachdem sie Wigand irgentwieeigenartig vorkam. Dann gehen wir den Weg wieder zurück. Hinter der Tür sollnicht weitergehen und wenn man sie öffnet wird irgentwas ausgelöst. Was wissenwir nicht. Vielleicht hätte ich die Tür doch in Stücke hacken sollen…

Wir finden die Rückseite von dem Tor, dass immer verschlossen ist undstellen fest, dass dort um eine Feuerschale fünf oder sechs Wachen sitzen.Wigand belauscht die Wachen, als sie Besuch von einem menschlichen Barbaren undeineem Oger erhalten und hört er, dass nun endlich wieder Ruhe in dieGoblinlager eingekehrt ist.

Da wir jedoch nicht direkt durch den Wachraum durch müssen, sondern nur aneine einem Zugang zu ihm, auf einem Weg an den Quatieren der Orks vorbei,verwandelt sich Dhrakhar in ein Mitglied einer wahrlich überlegenen Rasse.Einen Ork. Dann geht er einfach am Wachraum vorbei. In seinem Schatten passiertauch Turan den Wachraum. Danach gehen ich und Wigand an dem Raum vorbei.

Wir sehen einige Lagerräume während auf unserem Weg die Geräusche der Schmiedeimmer lauter werden. Wir umgehen einen Wachposten und erreichten durch weiterungenutze Teile der Miene einen Weg wo wir mehrer Holzkarren den Stollenentlang rumpeln sehen. Offensichtlich wir nur in dem Teil den wir bereitsgesehen haben Erz abgebaut. In der Nähe der Schmiede sind noch einige Räume,die scheinbar nicht als Lager dienen. Leider werden wir dort von Wachenerblickt, bevor wir den Raum der rothaarigen Hexe finden können.

Die zwei Wachen sind kein wirkliches Hindernis für Turan und mich auch wennsie sich besser schlagen, als die Vier denen wir zuerst begegnet sind. Leider gelingt es ihnen jedoch Alarm zu schlagen.

Ein großer Schwarzork in Plattenpanzer erscheint. Auf seine Zeichen hin,beendet die noch stehende Wache den Kämpf und er fordert mich auf mit ihm zukämpfen. Mit dem Wissen das Dhrakhars machtvollen Zauber auf mir liegt, kommeich seiner Aufforderung mit Freuden nach. Ich kann mir zwar besser Zeiten fürein Zweikampf vorstellen. Ich bin bereits leicht verletzt und mein Glück fürdiesen Tag ist auch schon aufgebraucht, doch werde ich auch keine andere Chanceerhalten.

Einige Orks erscheine auch noch in den anderen Gängen, doch keiner greift inden Kampf ein oder attckiert einen meiner Begleiter. Sie alle scheinen begierigzu sehen wie dieser Kämpf verlaufen wird.

Meinen ersten Angriff parriert der Schwarze. Meine Zweiten weicht er aus.Meine Dritten parriert er auch. Wiefiel Gück mag dieser Krieger haben? MeinVierter trifft, doch dringt nicht durch seinen Rüstung durch.

Er selbst benutzt eine Speer. Der ist nur schwer zu parrieren. Seinen erstenAngriff parriere ich trotzdem. Seinen zweiten Agriff weiche ich aus. SeinDritter trifft. und reißt eine Wunde in meine Arm. Er hat sofort erkannt, dassmeine Rüstung an den Armen noch Lücken aufweißt und versucht diesen Vorteil zunutzen.

Meinen fünften Angriff parriert er. Meinen Sechsten weicht er aus. MeineSiebter trifft, richtet jedoch keinen Schaden an. Seine schwarze Haut scheintsehr zäh zu sein. Auch mein achter Angriff bleibt wirkungslos.

Schnell trinke ich einen Heiltranke und die Wunde an meinem Arm schließtsich wieder. Nun habe ich noch zwei Tränke an meinem Gürtel.

Wieder spannt sich der Körper des Schwarzorks für seine nächste Serie anSchlägen…

um den Berg und in den Berg

Was ist passiert.

Egal was die Helden sonst so wollen: Hier in der Mine lässt sich anscheinendnichts mehr machen, und so ziehen sich alle wieder ins Freie zurück. Draußenfällt sofort auf, daß der Oger mit seiner Schafherde gar nicht mehr da ist.

Noch während die Gruppe versucht zu Drakkhar zu stoßen, hören sie hintersich ein Rumpeln: Ein großer Holzwagen, gezogen von zwei Ochsen fährt vorbei,beladen mit einem riesigen Haufen Abfalls, sehr viel davon sind Reste vonzerlegten Tieren.

Einer Eingebung nachgehend folgt die Gruppe diesem Wagen verdekt, und sieht,daß sein Ziel ein großer Schweinestall ist, bewacht von einigen Trollen undeinem zweitem Goblinstamm.

Drakkhar und Wigand schwant, daß hier mehr los ist, als es den erstenAnschein hat, und beschließen zuerst weiter zu kundschaften. Und tatsächlich:Auf der anderen Seite der Anhöhe findet sich ein weiterer Eingang in dasBergwerk, bewacht von drei verschiedenen Goblinstämmen!

Noch interessanter ist jedoch der alte Kulttempel der auf der Hügelkuppe steht.Tatsächlich sieht dieser genauso aus, wie die Ruine in Seehaim-Gorn, nur daßhier anscheinend die Orks aktiv an seinem Einsturz arbeiten – angeleitet vonGiselle persönlich!

Das ganze verwirrt die Gruppe ziemlich: Stand Giselle nicht mit den Cibolanernim Bunde? Und nutzten diese nicht die Kulttempel noch? Was wird hiervernichtet, und warum?

Vollends verwirrt zieht sich die Gruppe abermals zur Beratung zurück. AmEnde ist nur eines sicher: Mehr Informationen müssen her, ohne diese geht garnichts!

In der folgenden Nacht werden zwei Dinge in Angriff genommen: Zum einenstiftet Thassilo in den drei Goblinlagern Unruhe; durch cleveres Vertauschender Stammestotems wiegelt er die drei Stämme gegeneinander auf! Die Hoffnungist es, durch die dadurch entstehende Unruhe woanders ungestörter agieren zukönnen…

In der Zwischenzeit schauen sich die anderen den zerstörten Tempel nocheinmal an. Tatsächlich unter den Trümmern begraben liegt ein magisches Portal,genau wie in Seehaim-Gorn. Doch durch die Felsblocken ist es komplettblockiert.

Am Ende bleibt den Helden nichts anderes übrig, als noch einmal in die Minezu gehen: Sie finden einen weiteren Zugang, einen der tatsächlich auf denersten Blick unbewacht erscheint.

Leider nur auf den ersten Blick, denn kaum sind sie in die Tunneleingedrungen, da werden sie schon von einer kleineren Ork-Patroullieangegriffen! Ein heftiger Kampf entbrennt, und am Ende sind die Heldensiegreich, doch mit welchen Verlust? Die Halblingbrüder liegen schwer blutendund wie tot am Boden.

Dunkle Geheimnisse

Wigand beobachtet den Zweikampf aufs Äusserste gespannt. Wenn er Glück hat,treibt Hurog den Kampf raus auf den anderen Gang, wo der Champion wegen derEnge den Speer nicht so gut einsetzen kann. Und wenn Wigand ganz viel Glückhat, ist dann der Weg zu Giselles Tür unbeobachtet….

Aber nein, es läuft ganz anders: Der Schwarzork treibt Hurog, und damit dieganze Aufmerksamkeit genau auf Wigand zu!

Ihm bleibt nichts anderes übrig als weiter zurückzuweichen, bis… ja bis erschließlich von Orks umringt wird, die ihn unmissverständlich dazu auffordernseine Waffen abzugeben und sich zu ergeben.

Resigniert verfolgt Wigand den Kampf, darauf hoffend, daß Hurog gewinnt.Vielleicht kann er dadurch die Gruppe retten, wenn er an die Ehrenregeln desZweikampfes erinnert. Aber der Schwarze ist zu stark, und Hurog schon zu sehrangeschlagen: Unter einer Vielzahl von Hieben geht Wigands Gefährte zu Boden,blutend und geschlagen, aber wenigstens noch am Leben!

Innerlich schließt Wigand jetzt schon mit seinem Leben ab, doch da geschiehtdas Unglaubliche: Giselle hat angesichts Hurogs Tapferkeit keine andere Wahlals die Helden nur gefangen zu nehmen, anstatt sie gleich umzubringen. Undselbst diese Gefangennahme fällt wesentlich glimpflicher ab, als Wigand es sichvorgestellt hatte: Die Gruppe wird in ein komfortables Zimmer eingeschlossen,und Thuran wird erlaubt Hurogs Wunden zu behandeln.

Wenig später klärt Giselle die Situation auf: Wie Wigand gehofft hatte,benötigt sie die Gruppe lebend, und ihre Hilfe. Sie verspricht Thuran freiesGeleit nach draußen, um dort Drakkhar (der heimlich entkommen konnte) undThassilo zu suchen und sie in die Mine einzuladen. Sie würden keine Gefangenensein, sondern Gäste mit der Erlaubnis jederzeit wieder zu gehen. Sie schwörtheilige Eide und überzeugt die Gruppe so, daß sie es ernst meint.

Wieder vereint ruhen sich die Helden erst einmal aus und lecken ihre Wunden.Wenigstens droht nun keine unmittelbare Gefahr mehr, und Drakkhar und Wigandnutzen die Pause um ein Experiment zu wagen: Mit Hilfe von Drachenwein nimmtWigand Drakkhar mit auf eine Traumreise zu seinem Drachenvater Eregor.

Dieser ist höchst erstaunt über diese Entwicklung, und erfreut, daß seitlanger Zeit erstmals wieder ein Drago den Weg zu den Drachen findet. Drakkharwird so zum ersten Hohepriester des neugegründeten Kultes der Drachen!

Am nächsten Morgen trifft sich die Gruppe mit Giselle, und erfährt endlichviele Hintergründe:

Giselle war eine treue Tochter des Drachen, bis der cibolanische MagiermeisterKellenwet sie mit einem Beherrschungszauber in seine Dienste zwang. Lange Zeitarbeitete sie so gegen Catara, bis sie durch einen Zufall ein altes magischesArtefakt fand: Den Ring der Herrschaft. Einem ausgebildeten Träger erlaubtdieser Ring absolute Herrschaft über hunderte von Leuten. Nicht ausgebildete,so wie Giselle schaffen es immerhin auf eine knappe Handvoll. Dazu immunisiertder Ring den Träger gegen jede Art von Zwang, Regeln und Kontrollen. KellenwetsMacht über Giselle war dadurch zwar nicht total gebrochen, aber wenigstensgeblockt – Zum ersten Mal seit Jahren war Giselle wieder Herrin über dieeigenen Gedanken.

Leider blockiert der Ring auch die Kommunikation mit ihrem und WigandsVater, so daß Wigand nun als Mittler bei der Versöhnung zwischen den beidenauftreten muss. Zusätzlich stellt sich heraus, daß in diesem Bergwerkbuchstäblich tausende Orks, Goblins, Trolle, Oger und Barbaren lagern, die nachEnde des Winters plündernd und brandschatzend gen Hellingen ziehen wollen. EinerStreitmacht dieser Größe kann Hellingen wohl kaum standhalten.

Es obliegt nun den Helden Giselle sicher aus diesem Berg zu geleiten, undquasi nebenbei diese Invasionsarmee zu stoppen…

Pläne, Schmäne

Am nächsten Tag setzen sich alle zusammen um Pläne zu schmieden. Drakkharund Wigand hatten zusammen in der vorherigen Nacht lange zusammengesessen, undverkündeten nun ihre kühne Idee:

Warum nicht diese Horde aus Orks und Barbaren in die Schlacht führen, undkurz vor Hellingen so viel Zwist und Unruhe stiften daß sie sich selbstzerfleischt? In all dem Trubel kann man dann leicht verschwinden, und hat auchnoch Hellingen gerettet.

Zu Wigands Leidwesen trifft dieser Vorschlag überhaupt nicht auf Zustimmung.Nicht etwa weil es zu gefährlich sei, oder gar nicht funktionieren würde,sondern weil es zu lange dauern würde. Die Invasion würde ja erst in einigenMonaten stattfinden, und wer weiß, was Kellernwets Spione in der Zeit in Cataranstellen werden – im schlimmsten Fall wird es gar kein Königreich mehr zuretten geben. So ist selbst Thuran abgeneigt die nächsten Monate in diesemBergwerk zu verbringen, und auch Giselle drängt auf baldigen Aufbruch.

Sogar Thassilo warnt seinen Bruder: Schließlich weiß keiner, ob Kellernwethier nicht bald auftaucht, um selbst nach dem Rechten zu sehen. Man dürfe janicht vergessen, daß der cibolanische Zaubermeister sicher bis jetzt bemerkthat, daß er Giselle nicht mehr kontrolliert.

So tröstet sich Wigand damit, daß der Verlust der Führungsspitze diese Hordevöllig destabilisieren wird. Mit etwas Glück, ist sie damit gar nicht mehr inder Lage solch einen Angriff auf Hellingen durchzuführen.

Schweren Herzens verwirft Wigand also den Plan und entwirft stattdessen eineMöglichkeit zur gemeinsamen Flucht. Giselle und ihr Ring der Macht werdenelementare Bestandteile darin; schließlich kontrolliet sie den Ork-Häuptlingund den jeweils mächtigsten Schamanen der Orks, Goblins und Oger. Aber auchDrakkhers magische Fähigkeiten werden unerlässlich sein…

Während der nächsten zwei Tage wird Giselle einige Befehle geben, offene wieverdeckte. Als erstes wird für alle umstehenden Orks ein Verhör der Gruppedurch den Orkhäuptling inszeniert. Dieses soll, in den Augen der Orks,“neue Informationen“ zu Tage bringen. Eine dieser gefälschtenVerhörergebnisse ist, daß es einige Tagesreisen westlich von hier einenOrkstamm gibt, der große Vorratsmengen hortet und sie nicht an die Hordeabgegeben hat.

Also schickt der Häuptling seine berittene Elitetruppe los, die gefährlichenOrk-Wolfsreiter, sowie einige Wagen die dann die angeblichen Vorräte mitnehmensollen. Diese Wolfsreiter sind vermutlich die einzigen hier stationiertenEinheiten die flüchtende Helden einholen können.

Danach sorgt Giselle dafür, daß alle Waffen der Gruppe die noch aufzufindenwaren in der Kammer des Orkhäuptling gebracht werden – zur Untersuchung. Leiderfindet sich nicht mehr alles, aber die wichtigsten Stücke gelangen so wieder inden Besitz der Helden. Nur Wigand vermisst seine wertvollen Zwergenwaffen, aberer ist zuversichtlich auch später wieder an solche Schätze zu gelangen.

Der Rest des Planes wartet nun noch auf seine Ausführung:

Später am Tag soll Drakkhar heimlich die Mine verlassen und die im Waldversteckte Ausrüstung und die Pferde zusammensuchen. Klappt dies, kann er dannam dritten Tag morgens als Rabe Giselle vor der Mine treffen und mittelsgeheimer Zeichen den Erfolg oder Misserfolg melden.

Bis dahin wird Giselle ihrem Umfeld von einer beginnenden Krankheit oderSchwäche berichten, so daß sie sich später am Tag, kurz vor Mittag in eineKammer „zur Ruhe“ begeben kann. Ab da wird der Ork-Häuptlingverkünden dass ihr „unwohl sei“, und „niemand ausser ihm“mit ihr sprechen darf. Solange wie irgend möglich soll nun der Häuptling vortäuschen,daß Giselle und die Gefangenen in ihren Zimmern sind, sie aber niemand sehenkönnen oder dürfen. Wigand ist fest davon überzeugt, dass diese List mindestensein bis zwei Tage halten wird, bevor jemand tatsächlich nachschaut.

Punkt Mittag am dritten Tag wird der Orkhäuptling in die Schmiede gehen unddie drei Orks vom Wachturm zu einer Standpauke herunterrufen. Damit werdendiese für gut fünf bis zehn Minuten von ihrem Posten abgezogen, und derNotausgang direkt neben dem Turm ist unbeobachtet. Genau dieser Notausgangendet nämlich in der Kammer des Orkhäuptlings, in welcher sich die Helden undGiselle gerade „zum Verhör“ aufhalten.

Wenn nun Drakkhar, gerade in Rabenform und außen an diesem Notausgang, siehtwie die Orks vom Wachturm abziehen trinkt der einen Schluck Drachenwein, wohlwissend daß Wigand beim Aufbruch des Orkhäuptlings zur Standpauke genau dasgleiche getan hat. Durch die drachische Verbindung kann nun Drakkhar Wigandsignalisieren, daß „die Luft rein ist“. Geschwind werden nun alledurch den Notausgang entkommen, den Deckel wieder schließen (wobei zur Noteiner der bezauberten Schamanen von innen helfen kann), um dann im Schutze desWaldes zu entkommen.

Drakkhar fliegt als Rabe voraus, um von Hellingen aus mit bewaffnetenReitern den Gefährten wieder entgegen zu kommen, während der Rest im höchstenTempo von der Mine wegreitet.

Nur eine Gefahr gibt es noch: Der Jäger. Diese geheimnisvolle Gestalt reitetauf einem Hippogryphen und wird vom Orkhäuptling häufig gerufen um feindlicheKundschafter auszuschalten. Aber auch hier hat Wigand Vorsorge getroffen:Sollte irgendeiner der Orks nach dem Durchschauen des Planes auf die Ideekommen diesen Jäger zu rufen, haben die bezauberten drei Schamanen den Befehldiesen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel zu töten!

Die ganze Gruppe gibt sich zuversichtlich, dieser sei Plan sehrerfolgversprechend. Aber bevor er endgültig umgesetzt wird, will Drakkhar sicherst einmal Kellernwets Lagerraum hinter Giselles Kammer ansehen. Schließlichwarten in diesem Lager 8 schwere magisch gesicherte Truhen und jede MengeUnterlagen auf ein genaueres Studium…

Fallen und Fluchten

Die sieben Truhen in Kellernwets geheimer Kammer sind schon auf den erstenBlick imposant. Einige von ihnen sind komplett mit Metall beschlagen, einigehaben imposante Vorhängeschlösser, und eine scheint sogar komplett mit Magieverschlossen zu sein!

Auf jeden Fall stellen Drakkhar und Wigand schnell fest, dass alle Truhendurch Magie geschützt sind, und so macht sich der Drago ans Werk: Es müsstedoch zu schaffen sein, diese Zauber zu brechen.

Doch so einfach ist es nicht. Schon die erste Truhe die Drakkhar in Angriffnimmt erweist sich als besser geschützt als gedacht: Zwar stellt er schnellfest, dass es sich wohl um einen Rostzauber handelt, aber brechen kann er ihnnicht. Auch einige der anderen Truhen widerstehen seinen mystischen Kräften.

Aber bei der siebten Truhe gelingt es endlich, und Drakkhar verkündet, dasses keine schützende Magie mehr auf ihr gäbe. Nun schlägt Thassilos Stunde:Vorsichtig untersucht er das Schloss der Truhe. Nach einer Weile und mitDrakkhars Unterstützung (der Dragomagier sah für Thassilo durch dieMetallbeschläge) steht für den Halbling fest, dass es sicherlich eine Fallegäbe. Evtl. würde ein Verrücken der Truhe helfen.

Hurog macht sich prompt an die Arbeit – was er besser hätte lassen sollen:Ein leises „Klick“ ist die einzige Warnung, und plötzlich steht dergesamte Raum in Flammen!

Gerade noch gelingt es den Helden aus der sich immer schneller mit Rauchfüllenden Kammer in den Flur zu flüchten. Giselle lenkt die Orkwache ab, dieHalblingbrüder dichten die äußere Tür gegen den Qualm ab, und alle retten sichin das Nebenzimmer.

Die nun folgende Nacht ist unruhig. Thuran verbindet die zum Glückglimpflichen Brandwunden, und alle hoffen, daß das Feuer sich weder ausbreitet,noch bemerkt wird. Und tatsächlich: Sie können am nächsten Morgen unbehelligtin die schwarz verrußten und komplett verwüsteten Räume zurückkehren!

Nun bedeutend vorsichtiger versucht Drakkhar noch einmal die magischenSperren zu lösen, aber nur die bereits geöffnete Truhe lässt sich im Endeffektplündern: Wigand steckt ein wunderschön gearbeitetes Schwert in seinen Gürtel(zweifelsfrei eine Zwergenarbeit, das Griffstück in Form einer Greifenklaue.Hurog erkennt die Arbeit des Schmiedeklans), und Drakkhar steckt eine auf denersten Blick unscheinbare Eichel ein, die aber für das geschulte Auge alsmagisches Artefakt unbekannter Kräfte erkennbar ist.

Nun endlich kann der eigentliche Fluchtplan umgesetzt werden: Drakkharkleidet sich in die Illusion eines Orkkriegers und gelangt so unbehelligt insFreie. Und tatsächlich findet er auch die Pferde der Gruppe in gutem Zustandwieder – einer erfolgreichen Flucht scheint nichts im Wege zu stehen.

In der Mine beginnt Giselle damit ihre „Krankheit“ vorzutäuschen,und als sie am nächsten Morgen zum „Luft schnappen“ im Dorf ist,signalisiert Drakkhar ihr in Rabenform, dass alles vorbereitet ist.

Von hier aus geht alles glatt: Der Orkhäuptling lenkt die Wachen ab,Drakkhar signalisiert das mittels drachischer Gedankenverbindung an Wigand, unddie ganze Gruppe entkommt sicher in den Wald. Hier trennt sich Drakkhar wiedervon ihnen, um als Rabe voraus zu fliegen.

Ohne Probleme kommt er in Hellingen an, wo er dem Hüter des Südens von derversammelten Armee berichtet. Dieser ist entsetzt, und bereut seinenEntschluss, die Armee des Südens im nördlichen Teil Hellingens versammelt zuhaben, wo sie potentiell abtrünnige Adlige in Schach halten sollen. Erverspricht aber, umgehend 10 Männer den Helden entgegen zu senden.

Für die anderen scheint es die ersten zwei Tage so, als ob ihre Flucht ohneKomplikationen vonstatten gehen wird. Doch einige Stunden vor dem Grenzgasthofwerden Hurog und Thuran plötzlich von Pfeilen aus dem Hinterhalt getroffen!

Nicht wissend mit wie vielen Gegnern sie es zu tun haben, oder wo genaudiese sich versteckt halten verschanzen sich die Helden erst einmal, weiterhinunter Pfeilbeschuss. Nur Hurog stürmt vor, zwar ohne genaues Ziel, aberimmerhin in die anscheinend richtige Richtung.

Endlich erspäht Giselle den Schützen auf einer kleinen Anhöhe, verschanzthinter Felsbrocken. Sie schleudert mit Hilfe ihres magischen Ringes einenFeuerball auf ihn, und endlich hat Hurog ein genaues Ziel vor Augen. AuchWigand macht sich umgehend auf den Weg dahin, den breiten Rücken des Orks alsDeckung nutzend.

Ein halbes Dutzend Pfeile prallen an der Rüstung des Orks ab, aber einigeverwunden ihn auch leicht, bis er endlich am Hang ankommt. Der Jäger, denn umkeinen anderen handelt es sich hier, sieht endlich ein, dass er so gegen Hurognichts ausrichten kann. Mit kaltblütiger Effizienz ändert er kurzerhand seineTaktik, und schießt einen einzelnen, wohlgezielten Pfeil auf Giselle!

Wigands Schwester stürzt wie erschlagen zu Boden, und Thassilo erkenntsofort, dass sie von einem vergifteten Pfeil getroffen worden ist! Zum Glückist Thuran ein Meister der Heilkunst, und hatte sich auf solche Fällevorbereitet – wer weiß, wie lange Giselle noch gelebt hätte, wäre er nichtsofort mit einem Gegenmittel zur Stelle gewesen…

Wohl davon ausgehend, dass sein feiger Anschlag geglückt sei, springt derJäger auf seinen Hyppogreifen, und entkommt noch bevor Hurog oder Wigand beiihm eintreffen. Die Pfeile die Hurog dem Reittier noch frustriert hinterherschickterreichen es leider nicht mehr…

Auszug aus Drakkhars Reisetagebuch – ??

Nach langem Hin und Her haben es meine Gefährten endlich nach Hellingengeschafft.

Was tut man nicht alles für das Reich, aber es machte mich schon nervös diebeiden Kinder Eregors ohne mein Beisein fliehen zu lassen.

Nun… Gieselle ist haarscharf mit dem Leben davon gekommen und auch dieanderen sahen ziemlich mitgenommen aus.

Um Giselle täte es mir nicht leid, obwohl sie ein Kind Eregors ist, aberWigand stellte ja schließlich meine Verbindung zu dem Drachen her und irgendwiefühle ich mich verpflichtet auf ihn Acht zu geben.

Nun… die Aufgabe als Erster Priester Eregors stellt mich eben vor neueHerausforderungen, und sei es auf einen Menschen Acht zu geben.

Wie dem aber auch sei. Es ist Wigand und mir leider nicht gelungen einenKontakt zwischen Giselle und ihrem Vater herzustellen. Es hätte mich aber auchgewundert, wenn der Drachenwein tatsächlich stärker als das Artefakt wäre,welches Giselle an ihrem Finger trägt.

Ich denke, die einzige Möglichkeit für Giselle in Kontakt mit Eregor zutreten, wird über mich und die Gottesdienste sein. Darum wundert es mich umsomehr, dass sie sich von meinem ersten Gottesdienst an Eregor fernhielt.

Captain Charrn wiederum war geradezu verzückt zu hören, dass die altenVerträge wieder aus der Vergessenheit geholt wurden und auch wenn er wohl keinbekehrter Gläubiger sein wird, so wird er doch die frohe Kunde in die Welttragen, dass die Dragos ihren angestammten Platz an der Seite der Dracheneinnehmen werden.

Wigand und seine Geschwister werden die Hilfe der Dragos mehr als nötighaben, wenn man den Prophezeihungen auch nur zur Hälfte glauben schenken mag.

Nun gut… glücklicherweise brachte uns Charrn ohne Probleme zurück nach Catarund dort vernahmen wir die frohe Kunde, das König Darin wieder gesundet sei.Der Prälat Rilos sei aus der Stadt vertrieben und der König habe wieder fürOrdnung gesorgt.

Eine einfache Nachricht, die Freude und Sorge zugleich bedeutet.:

Die Freude, dass die Cibolaner ein weiteres Mal in ihre Schranken gewiesenwurden und die Sorge, dass es in guten Zeiten um so schwieriger sein wird,einen neuen Glauben zu etablieren.

Wie wir vernommen haben, werden sogar die Druiden hier in der Hauptstadt alsHexer angesehen.

Nun ja, wenn ich mir vorstelle, wie mein alter Lehrmeister mit seinenWeidenmännern nach Eichenweiher gelangt ist und die dortige Hexerstadt demErdboden gleichgemacht hat, dann fällt es mir nicht schwer die Furcht derBevölkerung zu verstehen.

Damals gab es den Kult und die Akademie. Alles andere waren Hexer.

Nun gibt es den Kult, die Akademie, die Cibolaner, die Druiden, die neueKirche der Drachen und zusätzlich zu den Rabenhexern auch noch dieSpinnenhexer. Selbst mir schwinden die Sinne, wenn ich diese Veränderungenbeobachte.

Würde man dem Volk nun auch noch erzählen, dass sich die vier Elemente derMagie verflüchtigt haben und stattdessen die Winde der Magie die Weltumschließen, würden sie wohl wahnsinnig werden.

Ich muss es also genau planen, wie ich die neue Kirche der Drachen vor demReich und der Krone etablieren soll.

Die Götter jedenfalls wissen, dass ich beschlossen habe den älterenVerpflichtungen nachgegehen.

In einem Gebet an Nomakon verabschiedete ich mich von ihm. Ich hoffe er weiß,dass ich im guten gehe und die Kirche der Drachen kein Gegner der Götter seinwird. Ich habe mich auch dazu entschlossen den Magmosschwur trotz meinesKonvertierens zu erfüllen und den Degen wieder in meinen Besitz zu bringen. Daswird den Göttern zeigen, dass sie in mir keinen neuen Gegner sehen brauchen undwird das Verhältnis zu den Zwergen und zu Thuran verbessern.

Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass die Zwerge etwas voreingenommen seinkönnten, aber das wäre ja nichts Neues.

„Nun mein lieber cibolanischer Freund, der Du den Degen gestohlen hast.Nun ist es nicht mehr nur ein einfacher Drago und Nomakon-Priester, dem Du aufden Schwanz getreten bist. Nein, jetzt hast Du es mit dem Ersten PriesterEregors, dem Begründer und Hohepriester der Neuen Kirche der Drachen zu tun.

Und eines sei Dir gewiss, die Neue Kirche der Drachen und Cibola werdenkeine guten Freunde sein.“

Erstaunlicherweise scheint Eregor seine Brut überall hinterlassen zu haben.Es ist eine weitere Tochter aufgetaucht. Wigand hat sie aus den Fängen derGilde befreit. Nunja… sie scheint etwas einfacher gestrickt zu sein. Wobeiich dasselbe von Wigand befürchte, trotz unseres Unterrichts kann er immer nochnicht die magischen Winde fokusieren.