Wir hatten den Insel-Posten der Dragos also hinter uns gelassen. Ein Angriff schien uns doch zu gefährlich, und wir hatten ja jetzt auch die Verantwortung für die Mannschaft. In der Nähe der Küste suchten wir einen Fluss und dann sammelten wir Frischwasser, frisches Essen und etwas Holz ein.

Weiter ging die Reise, immer der Karte folgend nach S-O. Um verzeichnete Ankerplätze und Außenposten machten wir einen Bogen, und auch die eingezeichnete Stadt mieden wir, vermuteten wir dort doch die Sklavenhändler.

Eine Kriegsgaleere die, wie wir später erfuhren, wohl zu den Sklavenhändlern gehörte, versuchte uns in ein Gefecht zu verwickeln, aber dank unserer überragenden Segelfähigkeiten umgingen wir sie.

Spannend wurde es, als wir in der Karte einen Ankerplatz ausmachen konnten, aber nur das Meer sahen. Wir wollten das dann doch genauer untersuchen und fanden so ein ein paar Metern tiefe ein eingelassenes Gittertor. Genauere Untersuchungen offenbarten uns eine wüstenelbische Münze die, in den Schacht hinter dem Gitter heruntergelassen, das Tor öffnete und einen magischen Frischwasserstrom aktivierte. Ein Tauchgang zeigte uns alte elbische Fresken und einen Vorrat der öffnenden Münzen, wovon wir zwei zur Untersuchung mitnahmen.

Unser nächster Stopp war ein kleines Dorf bei dem wir Verpflegung aufstockten und uns versuchten über die Region zu informieren. Von dem gefährlichen Tier “Tiger” hörten wir dort, dessen tatsächliche Gefahr stellten wir aber erst bei unserem nächsten, letzten Zwischenstopp fest. Wir nahmen noch einmal Wasser auf und schickten mehrere Trupps zum Jagen in den Urwald. Von einem fanden wir nur noch die zerrissenen Überreste! Was für ein grausames Schicksal. Wir beerdigten die Überreste am Strand in Reichweite Orkoris’ und begannen den Weg nach Süden über das offene Meer.

Zuerst entdeckten wir Treibholz, offenbar Überreste eines Cibolanischen Schiffs. Noch seltsamer was, dass diese Überreste einen Untoten beherbergten. Und so etwas auf dem Meer… Dann schienen Steuermann und Navigator etwas abwesend zu sein, denn wir kamen ein Stück vom Kurs ab. Prinzipiell nicht so schlimm, aber ein großes Wasserwesen entdeckte unser Schiff und meinte diesem sehr nahe zu kommen und auch ein Loch in den Rumpf zu stoßen. Zum Glück bemerkten wir es sofort und flickten es.

Wenige Tage später war es dann soweit – Land voraus. Ich hätte ja noch einige Zeit länger auf dem Meer verbringen können, war doch das Gefühl in keiner Richtung ablenkendes Land zu erblicken ein sehr erhebendes. Aber der Rest der Mannschaft war schon sehr glücklich und so liefen wir bald im Hafen von Sentosa ein.

Ein seltsames Menschenvolk lebte hier, mit eigenartigen Sitten (also wie alle Menschen). Spitze Zähne waren das auffallendste Kennzeichen, und eine seltsame Mischkultur aus heimatlichem und eingeborenem Stil. Nachdem wir angelegt und die Ware verkauft hatten, teilten wir die Mannschaft zum Landgang ein und sahen uns auch selbst einmal um. Was für eine Vielzahl an seltsamen Pflanzen und Früchten und Fischen es hier gab. Besonders der Halbling war begeistert, aber auch mir und meinem Cousin war es eine Freude die Vielfalt der Natur zu bewundern und zu erforschen. Dazu lernten wir einiges über die seltsamen Sitten und Glauben der Eingeborenen, und dass sie vor allem der Balance sowie einer Vielzahl von ähnlich klingenden Göttern huldigten. Später besuchten wir einen Tempel, um weitere Informationen zu sammeln. Spuren vom Markt, wo ein Händler die uns bekannten Amulette anbot sowie die Informationen aus dem Tempel deuten auf eine der südlichen Provinzen.

Wir müssen also überlegen ob wir uns von der Mannschaft auszahlen lassen und diese zurück in Richtung Heimat schicken, oder einen anderen Plan verfolgen. Südlich der Insel soll es noch eine Vielzahl anderer kleinerer Inseln geben, mal sehen ob diese Gegend für uns auch noch von Interesse sein wird?

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