I. Zwei Hoch­zei­ten und kein Todes­fall

Nach­dem man beim Dorf­äl­tes­ten vor­stel­lig gewor­den war und ein wider­li­ches Kava-Ritu­al über sich hat­te erge­hen las­sen stell­te sich her­aus, dass das Dorf mit der Dame nicht beson­ders glück­lich war. So kam es nur Not­lü­ge, dass die Dame schon einen Gat­ten habe, und der Dorf­rat beschloss, dass wir einen Cham­pi­on um sie kämp­fen las­sen soll­ten, mit ihrem Ein­ge­bo­re­nen Ehe­mann. Und war klar, dass der Kampf zu unse­ren Guns­ten aus­ge­hen wür­de, wir fei­er­ten mit den Ein­ge­bo­re­nen unser Ein­ver­ständ­nis (mit mehr wider­li­chem Gebräu) und waren gute Din­ge.

Als es zum “Kampf” um die Braut kom­men soll­te, stell­ten wir aller­dings fest, dass die Ein­ge­bo­re­nen ihre Göt­ter offen­sicht­lich nicht genug “besänf­tigt” hat­ten. Wen wun­dert das, wenn deren Göt­ter­glau­be und Opfer­ga­ben Obst und Bana­nen­blät­ter beinhal­ten. Devi Par­va­ti noch­was, eine schreck­li­che Gestalt tauch­te auf, beschwer­te sich über die Miss­ach­tung und Frag­te, wer von uns um Ali­si­as Hand kämp­fen wür­de. Irgend­wie ging auf ein­mal alles ganz schnell, und ohne dass ich genau sagen kann wie und war­um, war Wal­ter Pelz auf ein­mal mit Ali­sia ver­hei­ra­tet und ver­schwand mit ihr in einer Hüt­te…

Ich bete zu St. Shai­lin die­se Ehe zu seg­nen. Hier an die­sem weit ent­fern­ten Fleck kön­nen die bei­den sicher­lich jeden Segen der Göt­ter gebrau­chen. Dazu ist Wal­ters Frau mit gebähr­freu­di­gen Hüf­ten aus­ge­stat­tet, und wer so weni­ge Kin­der bekommt wie wir Elfen weiß, was für einen Segen er sich ein­ge­han­delt hat. Cha­rak­ter­lich kann ich Wal­ters Inter­es­se zwar nicht ver­ste­hen, aber was Men­schen zu ihren Paa­run­gen bringt ist auch oft unver­ständ­lich, und schließ­lich wir er ja auch höchs­tens 60 Jah­re mit ihr ver­brin­gen müs­sen — da kann man schon mal Zuge­ständ­nis­se machen! Am nächs­ten Tag woll­ten wir dann nach Süden Auf­bre­chen, um unse­ren Teil der Mis­si­on zu ver­fol­gen. Nur Ali­sia (ist ihr Name jetzt Pelz, oder hat der Adels­ti­tel von ihr Vor­rang — ich ken­ne mich mit dem Regeln da nicht so aus??) wei­ger­te sich die Rei­se nach Nor­den anzu­tre­ten und beglei­tet uns des­halb auf unse­ren Boo­ten, die uns die Ein­ge­bo­ren freund­li­cher­wei­se ver­spro­chen haben, nach Süden.

II. Morast, Mot­ten, Mumi­en

Ein Ein­ge­bo­re­ner hat­te uns freund­li­cher­wei­se zur Anle­ge­stel­le am Fluss gebracht, wo schon ein paar Ruder­boo­te auf uns war­te­ten. Wäh­rend wir dem Fluss abwärts folg­ten über­leg­ten wir uns, ob wir die­sem Fluss, oder dem benach­bar­ten fol­gen soll­ten. Wir ent­schie­den uns für den zwei­ten, weil die­ser näher an unse­rem Ziel, Den­pa­sar, an die Küs­te sto­ßen wür­de. An einer Fluss­ga­be­lung fan­den wir einen selt­sa­men Dämo­nen­schrein, den wir aber nicht groß beach­te­ten.
Bald kamen wir an die Stel­le, wo wir den Fluss ver­las­sen muss­ten, um ein paar hun­dert Meter die Boo­te zum zwei­ten Strom zu tra­gen. Auch hier befand sich ein klei­ner Schrein, wel­cher aber wohl Devi Par­va­ti wasau­chim­mer gewid­met war. Ali­sia brach­te an die­sem zu ihrer Ehre eine Ana­nas als Opfer­ga­be. Bevor wir wie­der in “See” sta­chen mach­ten wir mit tro­cke­nem Boden unter den Füßen Nacht­rast. Ali­sia und Wal­ter nah­men ihr Essen abseits von uns ein, ich hof­fe das ist ein gutes Zei­chen. Wie Wal­ter wesent­lich spä­ter ein­fiel, sah er dort auch eine Mot­te, beach­te­te sie aber (abge­lenkt durch sei­ne Ehe­frau) nicht.

Der ande­re Fluss brach­te und bald in eine gro­ße Sumpf­ge­gend. Schnell ent­deck­ten wir Rauch öst­lich von uns, und nah­men uns vor ein­mal schnell nach­zu­se­hen, ob wir hier viel­leicht etwas über die Her­kunft der Talis­ma­ne mit den Mot­ten her­aus­be­kom­men wür­den. Kiri­on unter­such­te die Insel, die wir fan­den, und berich­te­te von einem klei­nen Dorf. Mit dem Bewusst­sein des Erfolgs der Gast­freund­schaft im letz­ten Dorf schick­ten wir wie­der ein paar Unter­händ­ler. Denen offen­bar­ten sich selt­sa­men Zei­chen wie Men­schen­kno­chen, und sie erfuh­ren, dass in der Höh­le am Ran­de des Dor­fes offen­sicht­lich die Ahnen aus Talora (denn es waren Nach­kom­men der Hexer) als Unto­te haus­ten. Das mach­te unser Vor­ge­hen klar, und des Nachts schli­chen wir in die Höh­le, über­wäl­tig­ten eine Wache und stell­ten Dra­gan, den Ver­wand­ten von Staub­flü­gel. Lei­der konn­te er uns nicht weit hel­fen, und als wir von drau­ßen Lärm hör­ten, beschlos­sen wir sei­ner unhei­li­gen Exis­tenz ein Ende zu machen!

Früh­som­mer, Jahr 258 des Lich­tes, im Mess­er­haus in Catar

Ich habe Gor­ne­mün­de und das Meer hin­ter mir gelas­sen. 100%ig wohl füh­le ich mich damit nicht, aber immer­hin ist der Gorn ja auch ein gro­ßer Pfad zu Or-Koris.

Nach­dem uns vom Sieg über die Unto­ten auf der Kauf­manns­in­sel berich­tet wur­de, sahen wir uns noch ein wenig um, ob unse­re Hil­fe dort benö­tigt wer­den wür­de. Dies schien nicht der Fall, und das Tra­gen von Stei­nen und Bal­ken sahen wir nicht als unser Schick­sal an. Auch in der Fes­tung der sie­ben Magie­re war man zwar damit beschäf­tigt, die Hex­er­ru­nen des magi­schen Stein zu ent­zif­fern, benö­tig­te aber über unse­ren Hin­weis auf die Mot­ten hin­aus auch kei­ne Unter­stüt­zung. Read more